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WING TSUN CLASSIC Kompaktkurs
WT-Classic Kompaktkus (10 Übungen)

WingTsun Classic-Kompaktkurs (kostenlos)

WT-Classic Kompaktkus (10 Übungen)

10 einfache Lektionen zur Selbstverteidigung für jedermann/frau aus dem klassischen WingTsun

 WingTsun Kompaktkurs - 10 Lektionen zur Selbstverteidigung aus dem klassischen Wing Tsun

Auf der Basis des klassischen Wing Tsun demonstrieren in diesem Kompaktkurs Melanie Heisch, Jan Knobloch und Carsten Schmitt in 10 einfachen Lektionern wirksame Techniken zur Selbstverteidigung für den Notfall.

WT-Classic Grundlagen 1: Zuvorkommen
The Roots - Vorwort zu WT-Classic

The Roots - Vorwort zu WING TSUN CLASSIC GRATIS KURS - einfache Techniken zur Selbstverteidigung für jedermann

Grundlagen des klassischen Wing Tsun

Einfache Techniken zur Selbstverteidigung für jedermann/frau

Der Vorliegende WingTsun-Grundlagen Gratiskurs eigent sich für Laien und Beginner. In 121 Übungen werden hierbei einfache und schnell erlernbare Techniken zur Selbstverteidigung vorgestellt. Die gezeigten Mannöver basieren im Wesentlichen auf dem klassischen WT (LeungTing-System), welches ich bis 1999 lernte, sowie eigenen Entwicklungen, welche zusätzlich einflossen, da manche Aspekte im klassischen WT nicht existieren (z.B. Bodenkampf).

Es hat mich Überwindung gekostet, dieses Werk, welches bereits 1999 entstand, im Prinzip aber nie veröffentlich wurde, nun frei zu geben. Warum dies so schwierig war? Ganz einfach deshalb, weil mein gegenwärtiges "DRAGOS WING TSUN" sehr verschieden zum klassichen WT ist, dh. das hier Gezeigte nicht unbedingt dem entspricht, was ich heute tue. Das bietet daher immer Angriffsfläche. Mein halbes Leben habe ich damit verbracht, Wing Tsun zu hinterfragen und alle Aspekte der Kampfkunst weiter zu entwickeln. Interessierte finden Kostproben meines aktuellen Schaffens unter dem Menüpunkt "DWT 3.0: Auszüge und Kostproben der DWT-Online-Academy" der Kategorie DRAGOS WING TSUN im Hauptmenü dieser Seite.

Das Bessere ist des Guten Feind, so heißt es. Ich glaube hingegen, dass das Bessere durchaus auch des Guten Freund sein kann, denn jeder Weg beginnt nun mal mit dem ersten Schritt. DRAGOS WING TSUN bietet dem WT-Schüler viele neue Ansätze und bis dato unbekannte Konzepte. Auf der anderen Seite bringt die Umsetzung eines ganzheitlichen Ansatzes, welcher nach Integration aller Aspekte der Kampfkunst strebt, auch die Herausforderung einer schwereren Erlernbarkeit mit sich. Genau hier trennen sich die Lager und jeder möge sich entscheiden: will ich schnelle Erlernbarkeit um jeden Preis oder strebe ich nach Perfektion? Wer einfach nur eine handvoll Techniken für die Bewältigung der häufigsten Szenarien kennenlernen möchte, wird aus dem vorliegenden Grundlagenkurs WING TSUN CLASSIC EXTENDED seinen Nutzen ziehen.

Wer über das hier gezeigte Einfache hinausgehen möchte, weil er erkannt hat, dass Kampfkunst sein Leben bereichert, der ist eingeladen, die Herausforderungen des DRAGOS WING TSUN anzunehmen - das Streben nach Perfektion beginnt. Ich kann Sie beruhigen: es macht Spaß und ist spannend zugleich!

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg auf dieser Reise

Ihr

Martin Dragos

Wing Tsun Meister Sifu Martin Dragos - ein Leben für die Kampfkunst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Phasen der Konfliktentstehung

WING TSUN CLASSIC GRATIS KURS - einfache Techniken zur Selbstverteidigung für jedermann 

Phasen der Konfliktentstehung

Im ersten Teil dieses kostenlosen Wing Tsun-Kurses lernen Sie:

Psychologische Zusammenhänge und Strategien zur Konfliktvermeidung
• Einfache Grundtechniken
• Zuvorkommendes, dh. im Ansatz der Entstehung verhinderndes Eingreifen

 

Selbstverteidigung beginnt im Kopf

Selbstverteidigung beginnt nicht erst, wenn wir uns einem tätlichen Angriff gegen Leib und Leben ausgesetzt sehen, sondern schon viel früher. Wir alle kennen alltägliche Situationen, in denen uns ein anderer unseren Freiraum nimmt oder uns einengen möchte: der Autofahrer der uns den Parkplatz vor der Nase wegschnappt oder der Kinobesucher, welcher uns unseren Platz in der Warteschlange vor der Kasse streitig machen will - stehen hier exemplarisch für scheinbar “harmlose” Situationen. Doch auch derartige Situationen können zu ernsthaften Auseinandersetzungen führen. Umso wichtiger ist es zu erkennen, was hier zwischen den Zeilen, dh. auf psychologischer Ebene vorgeht. Folgende Phasen der Konfliktentstehung können wir dabei beobachten:

Phasen der Konfliktentstehung

Phase 1: optische Wahrnehmung und Abschätzung der Situation durch den Aggressor
Unser “Widersacher” ist sich in der Anfangsphase seiner Sache noch nicht so sicher. Durch Einschätzung, Menschenkenntnis und Prüfen des Augenkontaktes, versucht er sich ein Bild unserer Stärke zu machen und kommt im schlechtesten Fall zu der Einschätzung: mit dem kann ich´s machen, bzw. bei dem traue ich mir das zu!

Phase 2: verbale Äusserungen/ Provokation
Bestärkt durch seinen ersten Eindruck, schreitet der Widersacher zur Tat: er nimmt uns den Freiraum oder provoziert uns.

Phase 3: Drohgebärden und Handgreiflichkeiten
In einer weiteren “Testphase” möchte der Aggressor nun herausfinden, wie weit er gehen kann. Genug Selbstvertrauen hat er durch die beiden ersten Phasen schon gewonnen. Es kommt zu ersten Handgreiflichkeiten (Kragenpacken, Drohgebärden, Schubsereien usw.)

Phase 4: Übergriffe und Eskalation der Gewalt
Wirklich böse Menschen schreiten nun zur Tat. Das völlig eingeschüchterte “Opfer” lässt nun nicht selten alles mit sich machen und sieht sich dem gewaltbereiten Schläger hilflos ausgeliefert. Der Gepeinigte kann sich seine Hilflosigkeit dabei oftmals selbst nicht erklären.Selbstverteidigung mit improvisierten Mitteln

 

Den Anfängen wehren

Wichtig zu wissen ist, dass der Ausgang eines Konfliktes schon sehr früh feststeht. Gleich zu Beginn nimmt eine der beiden Parteien eine passive, bzw. Opfer-Rolle an, der andere die des Aggressors. Dabei ist sich der “Eindringling”, der uns unseren Freiraum raubt, seiner Sache noch gar nicht so sicher. Es ist eine Art Poker-Spiel.

Genau aus diesem Grund sollten Sie gleich zu Beginn des sich anbahnenden Konfliktes einschreiten! Je später Sie eingreifen, desto schwerer wird es im Folgenverlauf die Eskalation zu vermeiden. Nur in der Anfangsphase des Konfliktes ist es für Sie noch leicht die Weichen zu stellen.

Der Aggressor muss zu der Einsicht gelangen, dass wir nicht alles mit uns machen lassen und wir für ihn "ungenießbar" sind. Sie müssen ihm unmissverständlich zeigen, dass Sie bereit sind, Ihren Freiraum zu verteidigen.

Wenn wir dies glaubhaft und mit Überzeugung tun, wird dies abschreckende Wirkung auf den Peiniger haben. Wecken Sie den Krieger in sich, der bereit ist, an die Grenze zu gehen. Es geht dabei nicht um eine falsch verstandene grundsätzlich aggressive Haltung, mit welcher wir durchs Leben gehen, sondern um die Erkenntnis, dass willentliche Aggression ein wichtiger Überlebenssinn sein kann. Viele Konflikte lassen sich dadurch vermeiden.

Begehen Sie nicht den Fehler, eine drohende Spirale aufkommender Gewalt durch Passivität zuzulassen - es würde als Schwäche ausgelegt. Schauen Sie den anderen stattdessen geradewegs und standhaft an. Sagen Sie ihre Meinung, geben Sie Beschimpfungen warnend Einhalt und zeigen Sie dem anderen, dass Sie sich im Zweifelsfall zur Wehr setzen werden. Erwähnen Sie Strafen die ihm drohen (z.B. Anzeige, Jobverlust, Hausverbot etc.). Vergessen Sie gute Manieren und scheuen Sie sich nicht davor, auch verbal eine Sprache zu sprechen, die der andere versteht. Untersteichen Sie Ihre Äusserungen mit aussagekräftigen Gesten (siehe Übung 1: Einsatz von Körpersprache und Gestik zur Konfliktvermeidung)
. Wenn Sie nicht aufgrund von Fähigkeiten über eine tatsächliche Position der Stärke verfügen, bedienen Sie sich der Hilfe anderer: erwähnen Sie das Rufen der Polizei, heben Sie den Agressor aus der Anonymität und beziehen Sie Passanten in das Geschehen mit ein.

Ü1: Körpersprache und Gestik

WING TSUN CLASSIC Online-Gratis-Kurs - einfache Techniken zur Selbstverteidigung

Wing Tsun Lektion 1: Wing Tsun-Strategien zur Konfliktvermeidung

Übung 1: Selbstverteidigung beginnt mit Körpersprache und Gestik

 
 

Bei der Bewältigung von Konfliktsituationen kann der Einsatz unserer Körpersprache hilfreich und unterstützend sein. Sie erfüllt dabei verschiedene Zwecke:
- Verstärkung und Unterstreichung unserer Aussagen
- Klarheit über unsere Absichten - vor allem bei sprachlich bedingten Verständigungsschwierigkeiten
- verteidigungsstrategische Vorteile im Falle einer tatsächlich erforderlichen Notwehrhandlung
- juristisch-korrektes Handeln im Sinne des
Notwehr

Die Konfliktbewältigung erfolgt in zwei Phasen:

Phase 1: Aufzeigen der Grenzen und Signalisieren der Bereitschaft zur Verteidigung. Falls angebracht, Suche nach einer einvernehmlichen Lösung.

Hier ist wichtig, dass Sie zunächst einmal NICHT zurückweichen, denn dies würde der Aggressor als Schwäche interpretieren. Sagen Sie Ihre Meinung und unterstreichen Sie Ihre Warnungen mit entsprechenden Gesten (Abb 2). Wenn Sie im Verlauf des Gesprächs merken, dass ihr resolutes Auftreten Erfolg zeigt, können Sie die Situation entschärfen, indem Sie dem anderen helfen, sein Gesicht nicht zu verlieren (Abb 3). Denn dies wäre für ihn ggf. ein Grund seine Handlungen fortzusetzen.

 
  Der Gegner nähert sich mit Drohgebärde.
  Ausgangslage
Abb 1: Der Konflikt beginnt.Der Aggressor wirft mit Schimpfworten und Drohgebärden um sich. Bleiben Sie unbeeindruckt stehen.
 
 
  Im Wing Tsun lernen Sie, Ihren Freiraum zu verteidigung und Grenzen zu ziehen.
  Aufzeigen der Grenzen
Abb 2: Zeigen Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie sich nicht einschüchtern lassen und bereit sind, sich zu verteidigen. Der Fingerzeig sagt deutlich: “Pass auf was Du sagst, sonst lernst Du mich von einer anderen Seite kennen”.
 

Entschärfen der Situation
Abb 3: Ist der Andere durch unser Auftreten irritiert und hält inne, um zu entscheiden ob er weitermacht, helfen Sie ihm. Bieten Sie ggf. eine einvernehmliche Lösung an, damit er sein Gesicht nicht verliert: z.B. “Ich möchte mich mit Dir nicht streiten, das bringt doch nichts! Am besten wir vergessen die Sache.”

 
  Lassen Sie dem Angreifer die Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren. Deeskalation statt Konfrontation kann ein Weg zur Lösung von Konflikten sein.
 

Phase 2: Vorbereitung auf körperliche Auseinandersetzung und ggf. ultimative Warnung

Lässt sich der Gegner weder verbal noch körpersprachlich von unserem Verteidigungswillen beeindrucken und kommt weiterhin auf uns zu, machen wir einen Schritt zurück und erwarten ihn. Diese Vorgehensweise ist vor allem vor Zeugen wichtig, denn im Falle einer Anklage wird der Richter immer die entscheidende Frage stellen:“Wer ging zuerst auf wen los?” Somit sind wir in dieser Hinsicht auf der “sicheren” Seite. Die Körperhaltungen und Gesten sollten Sie dabei so wählen, dass ein schnelles Handeln aus einer zentralen Position möglich ist.

  Köpersprache muss eindeutig sein - im Wing Tsun lernen Sie Grenzen zu ziehen.
 
  Abb 4: Die Sprache des Körpers ist eindeutig: “Einen Schritt näher und es knallt!” Damit drücken Sie körpersprachlich eine allerletze Warnung aus.
 
  Tipp  
 
  Körpersprachlich Grenzen setzen - der Angreifer weiß, dass Sie Ihren Freiraum verteidigungen werden.
 
 

Abb 5: Diese Variante ist sanfter und weniger drohend: “Bleib wo Du bist, komm mir nicht näher!”

 

Spielen Sie Konfliktsituationen exemplarisch mit einem Partner durch. Welche Wörte wählen Sie? Sind Ihre Gesten des Einhalt gebietens ausdrucksvoll und glaubwürdig? Bereiten Sie sich durch Übung auf solche Situationen vor. Ironischer Weise werden Sie Selbstverteidigung dann so gut wie nie benötigen, wenn Sie über entsprechende Fähigkeiten verfügen und ihr Widersacher Ihre echte Bereitschaft zur Verteidigung förmlich fühlen kann.

Ü2: Gegen Anstürmen - Unterleibstritt

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Wing Tsun Lektion 2: Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen

Übung 2: gegen langsame Annäherung → Tritt zum Unterleib

 

Ausgangslage
Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos in eindeutig feindlicher Absicht, jedoch ist der Angriff unbestimmt, dh. der Gegener lässt nicht erkennen, wie er angreifen wird. Der Aggressor geht, trotz Aufforderung und Warnung stehenzubleiben, einfach weiter auf Sifu zu.

     
Gegner nähert sich an  
  Lösung
Abb 1: Sifu verlagert sein Körpergewicht auf das hintere Bein. Seine Arme hält er in einer unscheinbaren, jedoch zentralen Position vor dem Körper, um sie gegebenfalls schnell einsetzen zu können. Aufgrund dieser Körper- und Beinhaltung ist es ihm möglich, ansatzlose und schnelle Aktionen, wie Stopptritte oder Schutzhaltungen für den Unterleib, mit dem vorderen Bein auszuführen.
 
  Der Gegner wird vom ansatzlosen Tritt getroffen
 
 

 

 

Abb 2: Da der Angreifer sich weiterhin nähert, sieht Sifu handlungsbedarf. Dies deshalb, da er bei einer Verkürzung der Distanz auf Beinlänge von einer potenzieller Gefahr für sich ausgehen muss. Ein ansatzlos und schnell getretener Spanntritt zum Unterleib beendet die Begegnung.

Anmerkung: Die
kritische Distanz, beginnt ab jener Distanz, ab welcher wir durch die potenzielle Waffe eines Gegners getroffen werden könnten. Spätestens ab hier müssen wir handeln.

 
 
 

 Tipp

 

Beim Ausführen von Tritten und Beintechniken aller Art empiehlt sich das periphere Sehen. Indem wir Blickkontakt halten, verraten wir die bevorstehende Technik nicht. Beim peripheren Sehen,  bzw. dem "unscharfen" Sehen, sehen wir Details schlechter, haben aber den Vorteil einer breiteren Wahrnehmung, was im Annäherungsaugenblick einen Sicherheits- und Strategiegewinn mit sich bringt. Diese Art der Wahrnehmung wird in der Elementar- und Meditations-Form "Siu Nim Tao" (siehe auch  Formtraining - Siu Nim Tao-, Chum Kiu-, Biu Tze-und Holzpuppenform ) vermittelt. Instinktiv versucht ein Anfänger in bedrohlichen Augenblicken sein Umfeld scharf sehen zu wollen, um möglichen Gefahren zu begegnen. In diesem Fall kann unscharfes Sehen jedoch ein Vorteil sein.

 

 

 

Ü3: Gegen Anstürmen - Tritt zum Rumpf

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Wing Tsun Lektion 2: Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen

Übung 3: Gegen Anstürmen → Aufhalten durch Stopptritt

   
 
 
  Die Absichten des Gegners sind noch unklar
  Ausgangslage
Abb1: Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos in anstürmender Weise.
 
  Gegner holt zum Schlag aus - wir gehen vor
 

Lösung
Abb 2: Da der Angreifer noch einen großen Körperabstand zu Sifu hat, bietet sich die Möglichkeit einer Universallösung (Vorgehen mit Hand und Fuß)  mit Zwischenschritt an. Sifu nimmt dabei eine aufrechte Haltung ein und geht gleichzeitig mit Vorwärtstritt und Fauststoß nach vorn.

  Der Gegner wird am Vordringen gehindert und zugleich getroffen
 
  Info  
 

Abb 3: Sifus Tritt trifft den Angreifer in der Blasengegend, um einerseits mehr Wirkung als z.B. zur Bauchdecke zu erzielen, zudem soll der Tritt für den Angreifer schwerer greifbar sein. Die Wirkung beim Gegenüber ist eine “knickende”, dh. der Kopf des Kontrahenten kommt dadurch nach vorn. Sifus gleichzeitig ausgeführter Faustschlag kann den Kopf des Angreifers dadurch mühelos treffen. Durch das zurücknehmen des Kopfes und die Innenposition des Stoßes gleitet der gegnerische Schlag am Arm vorbei, bzw. kann den Kopf des Verteidigers auch aufgrund der Reichweite nicht treffen.

 

Die Wing Tsun Universallösung - das Vorgehen mit Hand und Fuß - ist eine vereinfachte Handlungsweise, die in vielen Situationen zum Erfolg führen kann. Sie ist die Reaktion auf die Annäherung durch den Angreifer. Wir reagieren also nicht in erster Linie auf Techniken des Gegners, sondern auf dessen physische Nähe. Ab der sogenannten “kritischen Distanz”, dh. ab dem Abstand der gegnerischen Beinlänge, gehen wir dabei dem Angreifer entgegen, stören sein Timing, kommen ihm zuvor und lassen ihm wenig Zeit für das Fällen von Entscheidungen. Die Universallösung ist eine Strategie der aggressiven Vorwärtsverteidigung, bei welcher das Ergebnis in kürzester Zeit erzielt werden soll. Wir werden damit zum Angstgegner unseres überraschten Peinigers und nehmen ihm die benötigte Zeit und den Raum für sein Handeln.

Das Vorgehen erfolgt im allgemeinen durch einen Schritt. Je nach Umstand, Ausgangslage und Platzangebot kann dieser - falls notwendig oder sinnvoll -  zu einem Tritt verlängert werden. In dieser Übung verwenden Sie zum ersten mal einen Faustschlag - wenn Sie nicht sicher sind, wie man diesen Ausführt, lesen Sie bitte zunächst Übung 11: Basisübung "Kettenfauststösse".

 

    

Ü4: Basisübung Universallösung

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Wing Tsun Lektion 2: Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen

Übung 4a: Basisübung "Universallösung" → Vorgehen mit Hand und FußQD1 /Lektion 2 Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen im Augenblick der Entstehung

 

Wing Tsun Universallösung mit oder ohne Zwischenschritt
Im Folgenden soll die Universallösung - das Vorgehen mit Hand und Fuß - näher erläutert werden. Bei großer Distanz zum Gegner kann der neutrale Stand IRAS (Internal Rotation Adduction Stance) eingenommen werden (Abb. 1). Der Vorteil hierin besteht in der Flexibilität für weitere Handlungen. In dem meisten Fällen ist hier die Überbrückung der großen Distanz durch einen Zwischenschritt und ggf. einem Tritt sinnvoll. Dabei schützt der Tritt während des Vorgehens zugleich unseren Genitalbereich (Abb 1- 4). Beginnt eine Auseinandersetzung unerwartet in unmittelbarer Nähe zum Gegner, z.B. dem Abstand einer Beinlänge , sollten Sie bei Annäherung durch den Gegner zum Schutz ein Bein nach vorn stellen (Abb. 1b). Auch aus dieser Position können Sie treten oder durch schnelle Schrittarbeit nach vorn gehen.

           
 

Abb. 1: Im IRAS-Vorkampfstand haben die Knie leichten Druck aufeinander, die Arme befinden sich in zentraler Position vor dem Rumpf.

  Internal Rotation Adduction Stance
 
  Zwischenschritt  
 

Abb. 2: Es folgt der Zwischenschritt mit leicht nach außen gestelltem Fuß.

   
   
 


Abb. 3+4:
Das Heben des Beines und der Tritt schützen den Genitalbereich.

   
     Unterleibsschutz während dem Vorgehen    
     
  Tritt mit gleichzeitigem Schlag      
       
         
       
     
       
     
   
   

Alternativer
Vorkampfstand

 
       
     
   
    Vorkampfhaltung mit Beinhaltung vorn  
   
   Vorwärtsschritt mit Faustschlag links    
       
     
    Vorwärtsschritt mit Fauststoß rechts    
         
           
         
       
     
     

Abb. 1b: In Situationen die unbestimmt scheinen und in welchen Sie sich über die Absichten des Gegenübers noch nicht im klaren sind, oder wenn der Angriff überaschend aus nächster Nähe beginnt, sollten Sie zum Schutz der Genitalien Ihr stärkeres Bein nach vorn stellen. Aus dieser Position können Sie dann vorgehen oder ansatzlos treten.

 
     
 

Abb. 5+6: Nach dem Tritt, welcher idealerweise mit dem stärkeren Bein erfolgen sollte, setzt der Fuß auf, wobei zeitgleich der zweite Fauststoß erfolgt. Es folgen weitere Faustangriffe und schnelle Vorwärtsschritte.

     
     

Übung 4b: Vorwärts- und Verfolgungsschritt

 

Vorwärtsschritt
Im Folgenden werden der Vorwärtsschritt, sowie der Folge- bzw. Verfolgungsschritt, welche Teil der Universallösung sind, näher erläutert:

 
  Vorkampfhaltung im IRAS  
   
   
 
 

Abb. 7: Sifu Dragos im IRAS:
Bereits vor dem Schritt haben die Beine Kniespannung zueinander. Dadurch kann die nun folgende kreisförmige Bewegung des rechten Beines schneller ausgeführt werden. Das linke Bein soll gerade auf die gedachte
(schwarze) Linie nachgezogen werden.

 

 

 
   Gewichtsverlagerung - Herausgehen aus der Mittelposition  
   
   
 
 

Abb. 8: Sifu verlagert sein Körpergewicht auf das linke Bein. Er zieht sein rechtes Bein an das linke heran.

 
 
  Zirkelschritt mit Vorgehen auf die Mittellinie  
   
   
 
 

Abb. 9: Während das rechte Bein dicht über dem Boden gleitend nach vorn auf eine gedachte Line geht, beschreibt es einen Halbkreis.

 
   Nachziehen des hinteren Beines auf die Mittellinie  
 
 

Abb. 10: Zum Schluss wird das linke Bein gerade (und im Gegesatz zum vorderen Bein - schleifend!) auf die Linie nachgezogen.

Die Fußhaltungen der Endposition sind parallel und verlaufen zur Linie im 45°-Winkel. Die Hüfte und
der Rumpf sind gerade nach vorn ausgerichtet und das Körpergewicht befindet sich vollständig auf dem hinteren Bein.

 

 

Folge- bzw. Verfolgungsschritt

           
  Seitenansicht gleitender Schritt - Step 3   Seitenansicht gleitender Schritt - Step 2   Seitenansicht gleitender Schritt - Step 1
       
         
       
     
   
 
 

Abb. 11-13: Nach dem ersten Schritt (Abb. 7-10) gehen Sie mit dem voderen Bein wieder etwas vor (Abb. 12), setzen ab und ziehen das hintere Bein durch Kniespannung nach (Abb. 13). Es handelt sich um einen so genannten Nachstellschritt. Wieder ruht das Körpergewicht während des gesamten Ablaufs auf dem hinteren Bein. Der Ablauf 11-13 wiederholt sich für weitere Schritte ständig. Die WT-Schrittarbeit besteht aus kurzen aber schnellen Schrittfolgen. Dadurch ist es möglich das Gewicht stets auf dem hinteren Bein zu halten, um mit dem vorderen Bein jederzeit treten oder vorgehen zu können. Zudem gibt die enge Kniehaltung Schutz vor Tritten zum Unterleib.



Ü5: Universallösung gegen hohen Tritt

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Wing Tsun Lektion 2: Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen

Übung 5: WT-Universallösung gegen hohen Tritt

  Der am Kopf getroffene Gegner kann seinen Tritt nicht entfalten  
 
 

Abb 2+3: Sobald der Angreifer die kritische Distanz (Abstand einer Beinlänge) unterschreitet, geht Sifu energisch mit Fauststoß und Vorwärtsschritt vor. Der Tritt des Gegners verfehlt sein Ziel.

 
 

Info

 
 
   Sifu geht in die sich auftauende Lücke nach vorn
  Gegner in Annäherung
 
 

Abb 1: Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos mit einem Zwischenschritt und setzt mit dem hinteren Bein zum Tritt an. Es ist nicht abschätzbar ob der Tritt hoch oder tief erfolgen wird.

 
  Wir folgen dem Wing Tsun Motto: gegen Treten Kopf schlagen!
 

Abb 3a: Der Angreifer kann die Wucht seines Trittes nicht “entfalten”, da ihn Sifus Kopftreffer zurückwirft.

 

Es erfordert Entschlossenheit, angesichts einer starken Körperwaffe wie einem Tritt, energisch nach vorn zu gehen. Als Anfänger ist man instinktiv geneigt eher zurückzuweichen, um dem Tritt des Gegners zu entgehen. Doch damit wird die Situation nicht gelöst. Vielmehr besteht die Gefahr, dass man dem dem Angreifer durch Zurückweichen weitere Chancen für einen zweiten Angriff gibt. Bei Tritten aus nächster Nähe folgen daher dem Motto “gegen Treten Kopf schlagen” . Dabei müssen Sie wie ein Sprinter aus dem Startblock nach vorn gehen. Im Wing Tsun stören wir das Timing des Angreifers und kommen ihm zuvor. Der Angreifer kann auf diese Weise die Wucht seines Trittes nicht entfalten, denn er wird durch den Kopftreffer zurückgeworfen. Die gleich Lösung funktioniert auch bei tiefen Tritten.

   

Ü6: Stopptritt gegen tiefe Tritte

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Wing Tsun Lektion 2: Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen

Übung 6: Stopptritte gegen tiefe und Tritte in mittlerer Höhe

Ausgangslage: Angriff beginnt aus weiter Distanz (dh. kündigt sich an)

Gegner nähert sich Der Gegner setzt zum Tritt an - die passive Verformung Bong-Gerk entsteht Der Tritt wird durch Sifus Stopptritt vereitelt

Abb. 1-3: Der Angreifer holt zum tiefen Tritt aus. Im Vorwärtsschritt stehend gibt Sifu Dragos einen Bong-Gerk-Stopptritt zum Bein des Angreifers. Wärend der gesamten Ausführung hält er Augenkontakt, um Übersicht über die Handlungen des Angreifers zu bewahren.

 

Nahaufnahme - Bong-Gerk-Stopptritt  

Sifu stoppt den Tritt des Angreifers mit Hilfe eines Tan-Gerk-Stopptritts

Abb. 3a+ 3b: Der Stopp-Tritt wird stets quer zur Trittrichtung des angreifenden Beines getreten, um die Wahrscheinlichkeit des Abfangens zu erhöhen. In Augenblicken der Überstürzung oder in chaotisch anmutenden Situationen gibt uns dies mehr Sicherheit. Falls unser Tritt das Bein verfehlen sollte, gibt das Schienbein unseres gewinkelten Beines zusätzlichen Schutz.

 

Abb. 3b: Führt der Angreifer seinen “Low-Kick”mit Links aus, führen wir den “Tan-Gerk-Stopptritt” aus, dh. wieder quer zur Angriffsrichtung tretend.

 

Ausgangslage: Angriff beginnt aus weiter Distanz (dh. kündigt sich an)

Gegnerische Absicht ist noch ungewiss - Sifu bereitet vor, indem er sein rechtes Bein nach vorne stellt Im letzen Moment erkennt Sifu die Trittabsicht und hebt schützend sein Bein an, wodurch sein Unterleib geschützt wird Sifu Martin reagiert im letzten Moment mit dem Anheben seines Beines - der passive Deckungsschutz Bong-Sao entsteht

Abb. 4: Der Angreifer nähert sich. Da er keine Absicht zum Angriff erkennen lässt, jedoch schon riskant nahe steht, stellt Sifu ein Bein nach vorn und nimmt mit den Armen eine unscheinbare aber zentrale Position ein.

Abb. 5+6: Der Angreifer führt blitzartig einen Tritt zu Sifus Unterleib aus. Bei dem Versuch einen Stopptritt auszuführen - wozu Sifu das Bein winkeln muss - entsteht die passive Verformung Bong-Gerk (Abb. 6a), die den Tritt sanft abfängt.

 



         
       
    Durch Heben zum Ansetzen von Tritten entsteht der Passivschutz Bong-Gerk, bzw. als Nebenprodukt unseres Versuches rechtzeitig zu treten.  
   
 
  Nach Vereiteltung des Tritts wird der Gegner durch einen Schlag ausgeschaltet   Durch heben des Beines wird die Wucht des Lowkicks minimiert und der Tritt des Angreifers  aufgefangen  
   
 

Abb. 7: Nach der Aufnahme des Trittes rückt Sifu sofort mit einem Schritt vor und setzt zum Gegenschlag an. Beim Absetzen des Beines nimmt er dabei Kontakt mit dem generischen Bein auf, um es gegen weitere Aktionen zu kontrollieren (Abb. 6c). Sein rechtes Knie ist dabei leicht gebeugt, kreuzt das Schienbein des Angreifers und übt Druck nach vorn aus.

   
     
      Durch  Druck zum vorderen Bein des Gegners wird dieser zusätzlich kontrolliert
   
   

Abb. 6b: Wäre der Tritt aus der anderen Richtung erfolgt, hätte sich die passive Veformung Tan-Gerk ergeben.

 
   
 
  Tipp  
 
 

Der Umstand, dass ein Angriff aus nächster Nähe beginnt, tritt meist dann ein, wenn wir überrascht werden oder eine Situation zunächst unbestimmt ist, dh. der potenzielle Angreifer noch nicht zu erkennen gibt, ob es zu einem Angriff kommen wird und wie dieser aussieht. Bei Annäherung stellen wir deshalb sicherheitshalber ein Bein nach vorn. Da ein Tritt zum Unterleib aus nächster Nähe schwer mit einem Stopptritt abgefangen werden kann - denn für das Ausführen des Stopptrittes bleibt uns zu wenig Zeit - nehmen wir das passive Auffangen des Trittes mit unserem Schienbein in Kauf. Schadensbegrenzung heisst hier die Devise: es gilt, besser ggf. ein blaues Schienbein, als ein mit voller Wucht ausgeführten Tritt in den Unterleib hinzunehmen. Die passiven Wing Tsun Beinschutzschilde Bong-Gerk (Abb. 6a) und Tan-Gerk (Abb. 6b) sind deshalb als passiv zu betrachten, zumal sie ein Nebenprodukt des eigentlichen Versuches, einen (Stopp-)Tritt auszuführen, darstellen, dh. bei dem Versuch einen Stopptritt auszuführen wird es sich ohne unser Zutun entscheiden, ob wir schneller sind als der Gegner. Sind wir es nicht, wird der gegnerische Tritt mit Bong- und Tan-Gerk abgefangen. Sind wir es doch, hat unser Stopptritt Erfolg.

Wichtig: Treten Sie Stopptritte - wenn es die Umstände erlauben - stets mit Ihrem stärkeren Bein!

 
   

Ü7: Stopptritt gegen Rückwärtstritt

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Wing Tsun Lektion 2: Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen

Übung 7: Stopptritt zur Hüfte gegen Rückwärtstritt

 
  Gegner nähert sich und verlagert drehend sein Gewicht
 

Abb 1: Der Angreifer verlagert sein Gewicht auf das linke Bein, um einen gedrehten Rückwärtstritt auszuführen.

 
 
  Sifu setzt zum Stopptritt an
 

Tipp

 
 
 

Bei Gegnern, die offensichtlich über gute und schnelle Tritt-Techniken verfügen, ist der Tritt zum Becken eine Strategie der sicheren Vereitelung. Auch wenn Tritt-Techniken noch so raffiniert und schwer einzuschätzen sind, ist die Verteidigung durch das Treten zum Becken einfach zu bewerkstelligen, schließlich laufen die Beine hier zusammen. Das Becken an sich bewegt sich nur langsam und ist deshalb leicht zu treffen. Diese Variante des Vorgehens lässt sich bei allen Relationen ausführen, dh. unabhängig davon, ob der Tritt frontal, rückwärts oder seitich erfolgt. Im Wing Tsun versuchen wir Entscheidungsschritte durch vereinfachende Ansätze auf wenige Schlüsselmomente zu begrenzen. Im obigen Fall begann die Begegnung in unmittelbarer Nähe zum Angreifer. Für den Fall eines Konfliktbeginns aus weiter Distanz treten wir anstelle der Hüfte zum Knie jenes gegnerischen Beines, welches den überbrückenden Zwischenschritt ausführt.

 
  Der Tritt zur Hüfte hindert den Gegner an der Ausführung seiner Technik
 
 

Abb 2+3: Sifu Dragos tritt den Angreifer mit einem Tan-Gerk-Stopptritt zum Becken. Der Angreifer kann seinen Tritt daher bereits im Ansatz nicht ausführen und wird zurückgeworfen.

 

Ü8: Stopptritt gegen Seitwärtstritt

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Wing Tsun Lektion 2: Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen

Übung 8: Gegen Seitwärtstritt → Stopptritt zur Hüfte

 
  Der Angreifer nähert sich, Sifu Dragos in Vorkampfhaltung
 

Abb. 1: Der Gegner steht weiter als eine Beinlänge entfernt, weshalb Sifu Dragos die neutrale Beinhaltung einnimmt. Dadurch muss der Angreifer deutlich näher kommen, um Sifu zu erreichen.

 
  Der Gegner erreicht die kritische Distanz einer Beinlänge - Sifu Dragos stört das Timing des Gegners, indem er einen Schritt vorgeht.
 

Abb. 2+3: Sifu macht mit dem linken Bein einen Zwischenschritt, um das Timing des Angreifers zu stören und diesem zuvorzukommen. Der eigentliche Stopptritt soll mit dem stärken Bein erfolgen.

 
  Während er seinen Unterleib gedeckt hält führt zielt Sifus Kontertritt zur Hüfte des Gegners
 

Abb. 4:
Der Angreifer kann seinen “Side-Kick” nicht entfalten, da Sifus Vorwärtstritt zur Hüfte ihn bereits im Ansatz der Entstehung vereitelt..

 
 

 Tipp

 
 
 

Normalerweise warten wir im WingTsun, bis ein Gegner den Abstand der kritsichen Distanz überschreitet und gehen ihm geschützt entgegen. Den ersten Zwischenschritt auszuführen ist aufgrund des strukturellen Nachteils (der Gegner könnte unser Zwischenschrittbein treten) normalerweise abzuraten. Eine Ausnahme bilden Situationen, in denen der Gegner offensichtlich noch nicht bereit, unvorsichtig oder unkonzetriert ist. Hier können wir durch überraschendes Vorgehen einen Vorteil erwirken.

Die neutrale Ausgangsposition (IRAS-Stand) gibt uns die Möglichkeit den Gegner zu zwingen erheblich näher an uns heranzugehen, um uns erreichen zu können, z.B. durch Low-Kicks usw. Daraus ergibt sich der Vorteil, schneller an ihn heran zu kommen.

Das energische Vorgehen ist eine sehr erfolgreiche Strategie, wenn es darum geht,  dem Gegner keine Zeit zum Nachdenken zu lassen. Wir versuchen hierbei den Kampf in Sekunden zu entscheiden.

 
 
  Sifus Tritt hindert den Gegner an der Ausführung des Seitwärtstritts

Ü9: Stopptritt gegen hohen Tritt

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Lektion 2: Vereiteln von Tritten und unbestimmten Angriffen

Übung 9: Gegen hohen Tritt → Stopptritt zur Hüfte

  Der Gegner verlagert sein Gewicht
 
 

Abb. 1: Der Gegner steht deutlich weiter als eine Beinlänge entfernt, weshalb Sifu Dragos die neutrale Beinhaltung einnimmt. Dadurch muss der Angreifer deutlich näher kommen, um Sifu überhaupt zu erreichen.

 
 
  Der Gegner kann seinen Angriff nicht ausführen, da er durch Sifus Tritt in der Hüftgegend blockiert wird  
 
 

Abb. 3: Sifu vereitelt den Tritt im Augenblick der Entstehung durch einen "Tan-Gerk-Tritt" zur Hüfte.

 
 
 

 Tipp

 
 
 

Diese Situation hätte auch mit Hilfe eines schnellen Vorgehens mittels WingTsun Vorwärtschritt und Fauststoß gelöst werden können (siehe Übung 5: Universallösung gegen hohen Tritt). Es stellt sich die Frage nach individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen des Einzelnen: einem Anwender mit leichtem Körperbau wird es einfacher fallen mit schneller Schrittarbeit nach vorn zu “sprinten” als einem adipösen Menschen. Für Letzterem wird diese Variante schneller umsetzbar sein und ihm mehr Sicherheit geben. Welche Strategie der Einzelne bevorzugt, muss jeder durch praktische Erfahrungen für sich bestimmen.

 
 
 

 

 
  Sifu Dragos stört das Timing seines Gegners, indem er dem Angreifer im selben Moment mittels Zwischenschritt entgegenkommt.  
 
 

Abb. 2: Der Angreifer macht einen Zwischenschritt und setzt zum Rundtritt an.

 
 
  Diagonale Variante der Trittausführung  
 
 

Abb. 3a: Sifu verwendet den “Bong-Gerk-Stopptritt” zur Hüfte des Gegners, wenn dieser seinen Rundtritt mit rechts ausführt.


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Ü10: Faustvereitelung durch Pak Sao

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Wing Tsun Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen - gegen tiefen Rechtsausleger

Übung 10: Pak-Sao/Fauststoß von außen mit Fußkontrolle

 
 

Abb. 2-4: Noch bevor der Angreifer seinen Schlag ausführen kann kommt Sifu Dragos ihm zuvor, indem er einen Fauststoß mit seinem stärkeren Arm einleitet. Dabei kontrolliert und drückt Sifus linker “Pak-Sao”-Arm die Vorhand des Gegners herab, so dass sein rechts ausgeführter Fauststoß nun ungehindert ins Ziel trifft. Sifu Dragos rechtes Bein kontrolliert den Fuß des Angreifers. Alternative: siehe Abb. 3a

 
 
  Sifu Dragos drückt den Arm des Gegner mit Hilfe der Pak-Sao (übersetzt  
 
  Der Gegnerische Arm wird kontrolliert, so dass Sifus Schlag den Kopf des Gegners erreicht  
 
  Die Kontrolle des Gegners durch Genickzug ermöglicht den Einsatz der stärksten Armwaffe (Ellbogen).  
 
  Der Pie-Jarn-Ellbogen ermöglicht den Ellbogeneinsatz aus nächster Nähe.  
 
  Der Gegner wird getroffen.
 
  Vorbereitung der Bodenkontrolle durch Kniedruck.
 
  In kniender Haltung lässt sich der Gegner gut kontrollieren, da wir hierbei unser Körpergewicht einsetzen können. Es folgen ggf. Finalschläge.  

 

Abb. 9: Sollten Ihr Erstschlag und der Ellbogeneinsatz wider Erwarten keine K.O-Wirkung haben, kontrollieren Sie den Angreifer durch Niederknien auf Hals- und Hüftbereich, wobei Sie gleichzeitig auch seinen Arm fixieren. In dieser Haltung kann er weder treten noch schlagen.

 

 

Info

 
 

Abb. 1: Der Angreifer nimmt eine rechts auslegende Kampfhaltung ein und nähert sich Sifu, um seinen Schlag vorzubereiten

 
 
  Sifu geht dem Arm des Gegners durch eine Fauststoß entgegen  
 
 

Abb. 3a: Bei noch dichterem Vorgehen kann das gegnerische Bein auch mittels leicht gebeugten Knien (Bong-Gerk) und Vorwärts-Kniedruck kontrolliert werden.

 
  Der Gegner nähert sich - Sifu Dragos hält seine Arme schützend vor dem Körper
 
  Während Sifu vordringt blockiert er das Bein seines Angreifers zusätzlich
 
  Alternativ kann auch ein Daumenstoß oder Spatenhand eingesetzt werden
 

Abb. 4a + 4b: Alternativ zum Faustschlag kann auch ein Daumenstoß (4a) oder eine Spatenhand-Technik (4b) benutzt
werden. Gerade Frauen oder körperlich benachteiligte Personen - deren zierliche Fäuste
eher bescheidene Schlagwirkung erzielen - können ihr Potenzial durch die verändert Handhaltung
besser ausschöpfen.

 
  Bei der Spatenhand trifft die Handkante und Wurzel des Handgelenks den Halsansatz des Gegners. Aufgrund der physiologischen Anpassung der Struktur findet eine optimale Kraftübertragung statt.
 

Abb. 5-7: Nachdem der “irritierte” und angeschlagene Gegner durch Ihren Erstschlag getroffen wurde, gilt es, die Begegnung so schnell wie möglich zu beenden. Dies erreichen Sie durch Einsatz von “K.O.-Waffen”. Setzen Sie Ihre schnellste und flexibelste K.O.-Waffe ein: führen Sie einen oder mehrere Ellbogenschläge zum Kopf des Angreifers aus.
Dabei sollten Sie den Hals des Angreifers in einem leichten Winkel am eigenen Körper vorbeiziehen und Gewichtskraft einsetzen. Idealerweise führen Sie dazu eine 180°-Wendung
aus.

 

Abb. 8: Sobald der Gegner am Boden liegt, können Sie nicht immer davon ausgehen, dass die Begegnung endgültig beendet ist. Sicherhaltshalber drehen Sie ihn mittels Kniedruck in eine Seitenlage, aus welcher er seine Körperwaffen nicht nach oben einsetzen kann. Aus dieser Positin können Sie ggf. weitere Schläge folgen lassen (Abb. 9).

  Alternativer Abschluss - Kontrolle am Boden mittels Genickhebel
 
 

Abb. 8a: Statt den Gegner nach dem Ellbogenstoß einfach fallen zu lassen, können Sie, sobald er zu Boden sinkt, auch einen Kniestoß ausführen. Ein (vorsichtig) ausgeführter Genickhebel zwingt ihn schnell zur Aufgabe. Wenden Sie derart gefährliche Techniken nur in extremen Situationen an.

 
   
 
 

Bei der Fortsetzung Ihrer Angriffe sollte die Verhältnismässigkeit Ihrer Aktionen berücksichtigt werden. Die Regel im WingTsun lautet: so sanft wie möglich, so hart wie nötig. In Anwendung bedeutet dies, dass Sie aus juristischen Überlegungen heraus aufhören sollten, sobald der Gegner zu Boden geht und de facto kein echtes Risiko mehr für Sie darstellt. Bei gerechtfertigter Gefahr für das eigene Leben müssen Sie jedoch “sicher” gehen und im Zweifelsfalle nachsetzen bis der Angreifer tatsächlich K.O. geht.

Ü11: Basisübung "Kettenfauststöße"

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Wing Tsun Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen

Übung 11a: Faustbildung

 

 

 

Offene Hand

 

Treffläche der vertikalen Faust

 

 

Rollen Sie die Finger wie im Bild gezeigt ein.

 

 

 

Daumen stabilisiert Mittel- und Zeigefinger

 

 

 

Abb. a-d: Eine Faust bilden Sie, indem Sie zunächst die vier Finger einer Hand einrollen (Abb. a und Abb. b) und schließlich Ihren Daumen über Mittel- und Zeigefinger legen (Abb. c). Die Fausttreffläche sind die Knöchel des kleinen, des Ring- und des Mittelfingers (Abb. d). Diese 3 Knöchel liegen anatomisch bedingt in einer Reihe und sorgen für eine satte und sichere Auftrefffläche. Auf weichen Körperoberflächen wird jedoch die gesamte Stirnflächeder Faust aufliegen.

 

Übung 11b: Basisübung "Kettenfauststöße"

 

Seitenansicht

 

Frontalansicht

 

 

 

Kettenfauststöße - Bild 1

 

Kettenfauststöße Seitenansicht - Bild 1

 

 

 

Kettenfauststöße - Bild 2

 

 

 

Kettenfauststöße Seitenansicht - Bild 2

 

 

 

 

Kettenfauststöße - Bild 3

 

 

 

Kettenfauststöße Seitenansicht - Bild 3

 

Kettenfauststöße - Bild 4

 

 

 

Kettenfauststöße Seitenansicht - Bild 4

 

 

 

 

Kettenfauststöße - Bild 5

 

 

 

Kettenfauststöße Seitenansicht - Bild 5

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 1:
In der Ausgangshaltung nehmen Sie einen Arm nach vorn vor die eigene Körpermitte (zentraler Fauststoß). Die hintere Faust befindet sich neben der Armbeuge vor dem Solar Plexus und liegt etwas tiefer als der gestreckte Arm.

 
 
 

Abb. 2: Nun beginnen Sie mit der hinteren Faust in einer leicht aufsteigenden Bewegung einen Faustschlag auszuführen. Sobald die vorgehende Faust den eigenen Unterarm der anderen Hand erreicht, wir die vordere Faust zurückgezogen. Der vorgehende Fauststoß stößt dabei über die die zuvor vorn liegende Faust. Die Handgelenke überscheiden sich hierbei für einen Augenblick.

 
 
 

Abb. 3: Im Augenblick des Schlages ist der Oberkörper frontal zur Schlagrichtung, dh. beide Arme haben stets die gleiche Reichweite. Da der Fauststoß auch schützende Wirkung haben soll (um z.B. den
eigenen Kopf zu schützen), muss er stets vor die eigene Körpermitte geschlagen werden. Die Handgelenke passen sich von ihrer Winkelstellung in jedem Augenblick des Schlages dergestalt an, daß die Stirnfläche der Faust stets nach vorn weist.

 
 
 

Abb. 4-5: Der geschilderte Ablauf wiederholt sich nun auf der anderen Seite.

 


 

 

    Anwendungsbeispiel

Kettenfauststöße in Anwendung 1

   

Kettenfauststöße in Anwendung 2

 

Kettenfauststöße in Anwendung 3

Abb. 6: Sifu Dragos überbrückt die Armdistanz durch Pak+Fauststoß, indem er dem Angreifer zuvorkommt.    

Abb. 7: Der zuvor mit Pak-Sao kontrollierte Arme wird nun wiederum durch den zurückgezogenen rechten Arm kontrolliert und herabgedrückt. Gleichzeitig trifft Sifus linker Fauststoß ins Ziel.

  Abb. 8+9: Nun zieht Sifu auch den linken Arm zurück, wobei er gleichzeitig den rechten Arm des Gegners kontrollierend herabdrückt. Sifus rechter Faustschlag geht dabei wieder vor.
           

Kettenfauststöße in Anwendung 4

   

Kettenfauststöße in Anwendung 5

 

Kettenfauststöße in Anwendung 6

Kettenfauststöße in Anwendung 7

   

Kettenfauststöße in Anwendung 8

 

Abb. 10-13: Der Ablauf wiederholt sich nun nonstop. Während Sifu Kettenfaustschläge gibt, geht er energisch mit Schritten nach vorn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Info

 

Kettenfauststöße gehören zu den berühmtesten Techniken des WingTsun. Die frontale Kampfhaltung ist die aggressivste Kampfstrategie überhaupt: statt sich defensiv zu geben und in eine Schutzhaltung zu gehen, in welcher man dem Gegner möglichst wenig Angriffspunkte bietet, besteht die Taktik darin, seine Stärken auszuspielen. Es ist wie im Tennis: man kann das Spiel spielen, um nicht zu verlieren (defensiv) oder man spielt es, um zu gewinnen (offensiv). Durch die frontale Körperhaltung und das Ruhighalten des Rumpfes werden extrem schnelle Bewegungsfolgen möglich (z.B. 5-10 Schläge pro Sekunde!). Der unter "Dauerhagel" geratene Gegner kann schnelle Schlagfolgen nur schwer verarbeiten, wird getroffen, irritiert oder gerät ganz einfach in Panik und flüchtet.

Kettenfauststöße werden niemals bereits zu Beginn einer Verteidigungshandlung eingesetzt, sondern erst ab Erreichen der mittleren Distanz. Zuvor muss also die Armdistanz mittels Kontrolltechniken überwunden und die gegnerische Deckung geöffnet werden. Somit ist der erste Fauststoß, der den Gegner erreicht, kein Kettenfauststoß, sondern oftmals ein durch Körperdrehungen verlängerter Faustschlag mit gleichzeitiger Kontrolle. Die nun folgenden Kettenfaustschläge irritieren den Gegner oder bringen ihn in defensive Haltungen - ideale Voraussetzungen um wiederum K.O.-Waffen einsetzen zu können. Trefffläche der Fauststöße sind die 3 unteren Knöchel einer Faust.

 

Ü12: Armfesselung nach Gegenwehr

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Wing Tsun Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen - gegen tiefen Rechtsausleger

Übung 12: Lap-Sao Armfesselung bei Gegenwehr

  Der Gegner lenkt unseren den Schlag ab.  
 
   - der Gegner wird getroffen  
 
  ..wodurch sein Fak-Sao sein Ziel erreicht  
 
 

Abb. 5a Zeigt eine Alternative zur Fak-Sao Technik. Hier kommen Fingernägel und Krallengriff zum Einsatz. Diese Technik steht der Wirksamkeit der in Abb. 5 gezeigten Fak-Sao-Bewegung in Nichts nach und empfiehlt sich als Handlungsalternative für körperlich unterlegene Personen.

 
 

Info

 

Ausgangslage
Abb. 1: Nachdem Sifu Dragos die Armdistanz durch Pak-Sao  und Fauststoß überwunden hat, gelingt es dem Gegner sich durch eine Schutzhaltung vor Sifus Fauststoß zu schützen.

 

 

Sifus Folgeschlag fließt in die Lücke

 
 
Sifus Lap-Sao kontrolliert und fesselt die Arme des Gegners
 

Abb. 2+3: Die gegnerische  Schutzhand vollzieht eine zur Seite gehende Bewegung. Da diese Bewegung von der “Zentrallinie” abweicht, öffnet sich der Gegner. Sifu nutzt die Gelegenheit und gibt einen Rückwärts-Fauststoß zum Kopf des Angreifers. Der Faustschlag ersetzt den vorherigen Fauststoß, weshalb Sifu seinen rechten Arm im gleichen Moment zurückziehen kann.

 
 

Abb. 4+5: Abschließend zieht Sifu den Arm des Gegner mittels Lap-Sao herab; dies hat für den Angreifer eine “fesselnde” Wirkung, so dass Sifu abschließender Fak-Sao zum Hals des Gegners ungehindert treffen kann.
 

 
  Anstelle des Fak-Sao lässt sich auch eine Krallentechnik einsetzen
 

Die Zentrallinie stellt im WingTsun eine gedachte Linie dar. Sie ist diejenige Verbindungslinie zwischen uns und dem Angreifer, auf welcher wir schlagen müssen, bzw. die wir besetzen müssen, um den anderen einerseits selbst zu treffen und zugleich nicht getroffen zu werden. Man könnte sie auch als "Angriffsbesetzungslinie" bezeichnen, dh. der Schlagbahn, auf der wir uns schützend bewegen und zugleich den Gegner kontrollieren. Ich vergleiche dies gern mit dem mittelalterlichen Lanzenreiten: jeder Kämpfer muss die Lanze des Gegners so verdrängen, daß seine eigene den anderen erreicht, während man selbst geschützt ist. Um eine derart günstige Positon zu erreichen, kann der gegnerische Arm mittels “Keilprinzip” verdrängt werden (dies erfordert jedoch ein hinreichendes Maß an Kraft) oder man öffnent ihn zuvor mit Handtechniken, die den eigentlichen Angriff vorbereiten (siehe obige Übung). Eine weitere elegante Strategie besteht darin, daß man während der Anwendung des Keilprinzips seinen Standpunkt durch Wendungen, Schrittarbeit und Gewichtsverlagerungen verändert und somit aus einer seitlichen Position und ohne Kraftaufwand treffen kann (siehe auch Übung 25: Einfache Faustabwehr durch Außenfauststoß).

Ü13: PakSao mit Fauststoß innen

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Wing Tsun Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen - gegen hohen Rechtsausleger

Übung 13: Pak-Sao + Faustoß innen

 
  Annäherung mit Schutzhaltung Man-Sao/Wu-Sao
 
  Sifu Dragos führt den Schlag mittels Pak-Sao vorbei und trifft den Gegner mittels Fauststoß am Kopf
 

Ausgangslage
Abb. 1: Der Gegner nimmt eine hohe rechts auslegende Haltung ein und nähert sich Sifu Dragos in feindlicher Absicht.

 
 
  Der Gegner führt einen Schlag mit seiner Führhand aus  
 
 

Abb. 2+3: Sifu geht dem Angreifer nach vorn entgegen und führt dessen Arm mit Hilfe der Wing Tsun Pak-Sao-Bewegung am eigenen Kopf vorbei. Der Pak-Sao setzt dabei unmittelbar vor dem Ellbogengelenk an. Sein stärkerer Arm (rechts) schlägt ungehindert zum Kopf des Angreifes. Diese Lösung ist eine zuvorkommende, dh. es wird nicht abgewartet, bis der Angreifer zuschlägt. Falls der Angreifer während des Ablaufs dennoch zuschlagen sollte, sind wir dennoch geschützt.

 
  Alternativ kann der Faustschlag auch zur Rippengegend des Gegners ausgeführt werden. Dies bietet sich an, wenn dieser den Kopf bereits deckt.  
 
 

Durch den Rippen- bzw. Schlag zur Leber (Abb. 3a) zieht sich der Gegner für gewöhnlich zusammen, wodurch Folgetreffer zum Kopf des Angreifers sehr einfach werden (Abb 4.) Auch wenn der Erstschlag zum Kopf erfolgt, ist diese Fortsetzung die selbe.

 
  Detail: beim Einleiten des Folgeschlages, wird die Deckung des Gegners durch Herabdrücken geöffnet  
 
  Finalschlag durch Genickzug und Ellbogen  

Abb. 3a: Alternativ zum Angriff des Kopfes kann stattdessen auch ein Faustschlag zu den Rippen ausgeführt werden. Die Fausthaltung kann hierbei vertikal oder horizontal sein. Erfahrungsgemäss lässt sich mit der horizontalen Haltung mehr Kraft entwickeln.

 
  Fortsetzung durch zweiten Faustschlag und Kontrolle  
 

Abb. 5+6: Sifu drückt den Arm des Gegners zum letzen mal mit Pak-Sao herab und gibt einen Fauststoß zum Kopf des Gegners.

 
 
  Der zweite Schlag trifft das Gesicht des Gegners  
 
 

Abb. 7: Abschließend erfolgt der Einsatz einer K.O.-Waffe (Ellbogen), wodurch Sifu die Begegnung beendet.

 

Ü14: Kettenfauststöße mit Wendung

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Wing Tsun Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen

Übung 14: Basisübung WT-Kettenfauststöße mit Wendung (Verlagerung)

           Seitenansicht

 
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 1  
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 2  
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 3  
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 4
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 5  
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 6  
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 7  
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 8  
 
  Kettenfauststoß mit Wendung von der Seite - Bild 9
 
Info  

          Seitenansicht

 
 
  Seitenansicht - Bild 1a  
 
  Seitenansicht - Bild 2a
 
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  Seitenansicht - Bild 8a  
 
  Seitenansicht - Bild 9a  
 

Abb. 1: Sifu Dragos steht im neutralen IRAS-Stand (Internat Rotation Adduction Stance) und hält die Arme in Kettenfauststoßposition. In dieser Position haben die Knie leichte Aduktorenspannung zueinander.

 
 

Abb. 2+3: Sifu verlagert sein Körpergewicht vollständig auf das rechte Bein, während er gleichzeitig einen Fauststoß mit dem rechten Arm ausführt. Die vorgehende Schulter verlängert den Schlag. Die Beine sind leicht gewinkelt. Das linke Bein drückt senkrecht auf den Boden und sorgt durch den  Anker- bzw. Bremseffekt für Stabilität der Bewegung. Die Bauchmuskeln sind leicht aber permanent angespannt, um dem Rumpf zu stabilisieren. In dieser Übung wendet Sifu in einem Winkel von 45 °. Die beiden Fußstellungen sind parallel zueinander. Die Rumpfhaltung ist senkrecht, bzw. nichtzurückgelehnt.

 
 

Abb. 4-9: Der gesamt Alauf vollzieht sich nun auf der Gegenseite. Das Wenden erfolgt hierbei durch die Kniespannung selbst, dh. das Körpergewicht sollte nicht etwa hin- und hergeworfen werden, sondern der Rumpf wird durch die Aktivität der Hüft- und Beinarbeit zur jeweiligen Seite bewegt.

 

Im WingTsun wird die Wendung wird benötigt, um Schlagkraft und Reichweite zu generieren und/oder einem Angriff zu entgehen. Sie kann, abhängig von den jeweiligen Umständen und Erfordernissen beliebige Drehwinkel annehmen. Es gibt passive und aktive Wendungen. Erstere werden durch die Aktionen des Gegners verursacht (Drehtürpinzip) und finden sich in Situationen wieder, in denen bereits Kontakt zum Gegner besteht (z.B. Nahkampfsituationen) und wir mittels Gefühls- und Reflextraining Druckveränderungen in Sekundenbruchteilen spüren und erkennen können. Aktive Wendungen setzen wir hingegen in Situationen ein, in denen wir uns auf die Wahrnehmung unserer Augen verlassen müssen. Dies erfordert wiederum Einschätzungsvermögen, schnelle Auffassungsgabe und Erfahrung.

 

 

Ü15: Basisübung ChamKiu Ausfallschritt

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Übung 15: Basisübung "Cham-Kiu-Ausfallschritt"

 

 

Bild 1 - wir stehen in frontaler Haltung

 
 
  Beginnend aus der Hüfte drehen wir nun den Körper  
 
 

Abb. 4: Zum Schluss steht Sifu deutlich versetzt zur Ausgangslinie im gewendeten Stand. Die Haltung des Rumpfes ist dabei senkrecht. Das vordere (unbelastete) Bein ist geringfügig gebeugt.

 
 

Info

 
 

Abb. 1: Der Ausfallschritt ist eine Variante der Wendung, wobei zusätzlich zuvor eine ausweichende Bewegung ausgeführt wird. Sifu Dragos steht im IRAS-Stand. Der Blick weist während der gesamten Ausführung stets in die selbe Richtung wie der Rumpf.

 
 
 

Abb. 2: Sifu macht einen Ausfallschritt mit seinem rechten Bein in einem Winkel von 45°.

 
 
  Bild 2 - Ausweichen nach rechts  
 
 

Abb. 3: Im nächsten Schritt zieht er sein linkes Bein an das rechte heran. Das nachziehende Bein übernimmt hierbei eine stabilisierende Funktion, ähnlich der Wirkung eines Ankers. Aus diesem Grund muss das Nachziehen unter starkem Druck auf den Boden erfolgen..

 
  Bild 4 - abschließend ziehen wir das linke Bein ebenfalls zur Seite nach und vollenden die Drehung, unser Rumpf zeigt in die neue Richtung  
 

Beim diesem WingTsun-Schritt bewegen sich beide Füsse während des Ausrichtens des Körpers und dem Nachziehen des Anker-Beines gleichzeitig!

 

 

Ü16: LapSao außen mit Fußkontrolle

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Übung 16: Lap-Sao außen + Fauststoß mit Fußkontrolle

  Gegner nähert sich in tiefer Linksauslage  
 
  Sifu geht schützend mit seiner Rechten vor, wordurch der Arm des Gegners verdrängt wird  
 
  Mit Hilfe der Lap-Sao-Technik wird der gegnerische Arm sicher kontrolliert  
 
  Der Weg ist nun frei - Sifus Faustschlag trifft den Gegner  
 
  Sifu bereitet den nächsten Zug vor - Armkontrolle mittels Pak-Sao  
 
  Der Gegner wird am Kopf gegriffen, Sifu Dragos zieht sich noch näher an seinen Gegner heran  
 
  Der Gegner wird final mit dem Ellbogen getroffen
 
 

Info

 
 

Ausgangslage
Abb. 1:
Der links tief auslegende Angreifer nähert sich Sifu Dragos in feindlicher Absicht.

 
 
 

Abb. 2 : Sifu kommt dem Angreifer mit seiner stärkeren Seite (rechts) entgegen, indem er entlang der Zentrallinie in Richtung Kopf des Angreifers gleitet.

 
 
 

Abb. 3+4 : Damit Sifus rechter Fauststoß ungehindert sein Ziel erreichen kann, kontrolliert er mit seiner linken Lap-Sao-Hand den Arm des Angreifers, indem er diesen in Schulterhöhe von sich weg- und sich dadurch gleichzeitig am Arm nach vorn zieht. Dadurch kann Sifu seinen zur Seite gehenden Cham-Kiu-Ausfallschritt noch schneller ausführen. Aufgrund dieser isolierenden Maßnahme kann der Angreifer seinen rechten Arm im entscheidenden Augenblick nicht einsetzen, da er selbst getroffen wird, dh. der Verteidiger steht in einem “Schutz-Schatten” hinter dem Angreifer. Der eigene Arm steht dem Gegner, gleich einer Barriere, im Wege. Um zusätzlichen Schutz vor Tritten zum Unterleib aufzubauen, kontrolliert Sifu den vorderen Fuss des Angreifers durch eine eine Fußfixierungs-Technik, dem so genannten "Gam-Gerk" (Abb 4b).

 
 
  Fusskontrolle   Gam-Sao ("Fixierender Tritt")
 
 

Fusskontrolle durch Gam-Gerk, Nahaufnahme

 
 
 

Abb. 4c: Wäre Sifu statt aus der Vorwärtsschritt-Haltung aus einer neutralen Position nach vorn gegangen (IRAS), wäre zuerst die Gam-Gerk-Fußkontrolle und dann erst der Schritt Schritt zur Seite erfolgt (Kreuzschritt).

 
 
 

Abb. 5-7 : Zum Abschluß greift Sifu den Hals des Angreifers und führt einen beendenen Ellbogenangriff zum Kopf des Kontrahenten aus.

 
 

Wie für alle primären Selbstverteidigungstechniken des WingTsun gilt auch hier, dass wir nicht warten, bis uns der gegnerische Angriff erreicht, sondern wir dem Angreifer zuvorkommen müssen. Auf diese Weise sind wir nicht gezwungen zu reagieren und verfallen auch psychologisch nicht in die “Opferrolle”. Durch zeitgleiche Ausführung von Kontrolle und zuvorkommendem Angriff hat der Angreifer keine Möglichkeit, Dubletten oder andere Schläge in Folge auszuführen. Bereits der legendäre Bruce Lee erkannte: “Bin ich schneller als der Angreifer, benötige ich keine (passive) Abwehrtechniken.

 

 

Ü17: Hoher PakSao mit Fak Sao innen

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Übung 17: Hoher Pak-Soa + Fak-Sao innen

 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifu Dragos hält seine Arme schützend vor dem Körper
 

Abb. 1: Der links hoch auslegende Angreifer nähert sich Sifu Dragos in feindlicher Absicht.

  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifu verändert seine rechte Hand in eine horizontale Haltung
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Der Arm des Gegners wird mit Hilfe der Fak-Sao Technik zur Seite gedrängt. Der Pak-Sao unterstützt und sichert zusätzlich  
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Der geöffnete Gegner wird getroffen  
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifu Dragos setzt mit einem Faustschlag fort  
 
 

Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Der zweite Fauststoß lässt beendet die Partie.

 
 
 

Tipp

 
 

Abb. 2-4: Da die Führhand des Angreifer nicht nur hoch steht, sondern den Angreifer auch noch weit öffnet, geht Sifu mit einer Fak-Sao-Technik nach vorn. Seine linke Hand führt zugleich eine seitliche Pak-Sao-Technik aus, welche die Führhand des Gegners zusätzlich öffnen und kontrollieren soll. Der Ellbogen des rechten Fak-Sao-Armes drängt den Arm des Angreifers zusätzlich nach außen, um die Deckung zu öffnen.

 
 

Abb. 4: Bei der Ausführung der Fak-Sao- und Pak-Sao-Technik nimmt Sifu seinen Kopf zurück. Das Aufrichten des Rumpfes schützt den Kopf-Bereich. Zudem erhält Sifus Vorwärtsbewegung mehr Kraft, da grosse Teile der Rückenstrecker-Muskulatur eingesetzt werden.

 
 
 

Abb. 5+6: Zum Abschluß führt Sifu noch zwei Kettenfauststöße aus. Sifus zurückgezogener rechter Arm kontrolliert dabei den Vorarm des Gegners. Beim zweiten Schlag gleitet sein Arm an demselben kontrollierend entlang nach vorn.

 

Im WingTsun setzen Sie Ihren Fak-Sao dann richtig ein, wenn er auch allein benutzt funktioniert (auch ohne Pak-Sao), dh. den Vorarm des Gegners gleichermaßen zur Seite drängt und zugleich den Kopf trifft. Der Pak-Sao gibt in obigem Beispiel zusätzliche Sicherheit und vereinfacht den Vorgang des Öffnens.

 

  

Ü18: LapSao mit Fauststoß zu Rippen

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Wing Tsun Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen - gegen hohen Linksausleger

Übung 18: Lap-Sao  + Fauststoß zu den Rippen

 

 

Abb. 2: Sifu macht einen Ausfallschritt zur Seite und zieht den vorderen Arm des Angreifers mit der Lap-Sao-Technik zur Seite. Sein stärkerer Arm (rechts) führt zeitgleich einen vertikalen Schlag zur den Rippen aus. Aufgrund der hohen gegnerischen Armposition kann Sifu diese Stelle leicht erreichen.

 

Ausgangslage
Abb. 1: Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos in feindlicher Absicht, wobei er sein linke Führhand relativ hoch hält.

 
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Der gegnerische Arm wird kontrolliert, während Sifus Schlag die Rippen des Gegners treffen
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs -Sifu nimmt seine Arme schützend vor den Körper
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Alternative Fausthaltung
 

Abb. 2a: Alternativ zum vertikalen Schlag kann auch ein Stoss mit horizontaler Haltung erfolgen. In welcher der beiden Positionen der Einzelne mehr Kraft entfalten kann, muss jeder durch Übung  selbst herausfinden und entscheiden.

 

 Info

 

Ein Schlag zu den freien Rippen erzielt in der Regel große Wirkung, zumal diese Stelle sehr empfindlich und verletzbar ist. Er stellt zudem eine effektive Technik dar, um den Gegner durch Schmerz zu irritieren oder zu öffnen und daraufhin eine K.O.-Technik (Ellbogen oder Knie) folgen zu lassen. Diese Strategie wird im WingTsun auch "Door-Opener-Strategie" genannt.

 

  

Wing Tsun Holzpuppe Modell

Ü19: LapSao nach Gegenwehr zur Seite

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Übung 19: Bei Gegenwehr zur Seite - Fortsetzung mit Fauststoß + Lap-Sao

 

  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Bild 1 - Gegner reagiert auf unseren Fak-Sao durch Blockade  
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifus Arm verwandelt sich in Bong-Sao  
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifus Arm fließt in die entstehende Lücke  
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Der in die Lücke fließende Arm übernimmt die Kontrolle  
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs -Der Gegner wird empfindlich getroffen  
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Anschliessend setzt Sifu Dragos zum Lap-Sao an  
 
  Der Gegner wird nach vorn gezogen  
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Durch den Lap-Sao verstärkt entfaltet Sifus Schlag noch grössere Wirkung
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifu zieht sich an seinen Kontrahenten heran
 
  Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Der Gegner wird final getroffen  
 
 

Tipp

 
 

Ausgangslage
Abb. 1: Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos mit hoher linker Führhand. Sifu geht daraufhin energisch vor und versucht durch Fak-Sao (rechts) und Pak-Sau (links) die Deckung des Gegners weiter zu öffnen und ihn am Kopf zu treffen.

 
 
 

Abb. 2: Der Gegner reagiert rechtzeitig und versucht die Lücke zu schliessen, indem er seine Deckung dadurch korrigiert, dass er seine Arme nach unten nimmt.

 
 
 

Abb. 3-5: Die Korrekturbewegung des Gegners wiederum öffnet dessen Kopfbereich. Sifu nutzt diese Gelegenheit, um einen Fauststoß zum Kopf auszuführen.

 
 
 

Abb. 6-8: Sifu lässt nun einen weiteren Fauststoß folgen, wobei er die Führhand des Gegners mit Lap-Sao ziehend kontrolliert..

 
 
 

Abb. 9+10: Zum Abschluss zieht Sifu den Gegner mittels Genickzug nach vorn und führt abschließend eine Ellbogentechnik aus.

 

Um die Gefahr einer Augenverletzung während Ihres Wing Tsun-Trainings zu vermeiden, üben Sie die Fak-Sao-Technik wahlweise statt mit geöffneten Händen auch mit geschlossenen Fäusten. Gerade als Ungeübter können Sie so koordinationsbedingte Verletzungen vermeiden.  In der Praxis hingegen stellen die gestreckten Finger einen Reichweitengewinn dar, der über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Beim Üben der Ellbogentechnik sollten Sie ebenfalls mit größter Vorsicht herangehen. Um Verletzungen auszuschließen, führen Sie Ellbogenschläge niemals direkt zum Kopf aus, sondern lassen Sie lediglich Ihren Unterarm den Hals des Partners berühren.

   

Ü20: LapSao bei Gegenwehr nach unten

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Wing Tsun Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen - gegen hohen Linksausleger

Übung 20: Lap-Sao + Fak-Sao bei Gegenwehr zur Seite oder nach unten

 

Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifu geht gedeckt vor und leitet die Verdrängung der gegnerischen Führhand ein

Ausgangslage
Abb. 1: Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos mit hoher linker Führhand. Sifu geht daraufhin energisch vor und versucht durch Fak-Sao (rechts) und Pak-Sau (links) die Deckung des Gegners weiter zu öffnen und ihn am Kopf zu treffen.

Abb. 2: Der Gegner wehrt Sifus Fak-Sao durch einen Block zur Seite ab. Sifus Arm wird dadurch federartig “aufgeladen”, dh. der Block des Gegners verformt Sifus Arm zur Bong-Sao-Technik - die Spannung in Sifus Arm wird dadurch größer.

Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Der Gegner versucht Sifus Arm durch Blockade  abzuwehren
Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifus vorderer Arm verformt sich zu Bong-Sao und

 

Abb. 3+4: Sifu zieht nun mittels Lap-Sau den Arm des Gegners nach unten. Dadurch wird der Weg frei und sein Arm entlädt sich zur Fak-Sao-Technik..

Wing Tsun Selbstverteidigung Gratis Kurs - Sifus Bong-Sao-Arm entlädt seine Energie zur Fak-Sao-Technik, während er links den Arm des Gegners kontrolliert.

 

 

 

 

  

Ü21: Öffnung einer Deckung m. LapSao

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Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen - gegen hohen Linksausleger

Übung 21: Fortsetzungsmöglichkeit  bei Gegenwehr mit hinterer Schutzhand

Sifu versucht die linke Führhand des Gegners zu verdrängen

Ausgangslage
Abb. 1: Sifu Dragos geht aufgrund der hohen Schutzposition des Gegners mit Lap- und Fak-Sao nach vorn, um diesen zu öffnen und am Kopf zu treffen. Dabei kommt es zu einer Kollision mit der hinteren Schutzhand des Gegners, dh. Sifus Fak-Sao kommt nicht durch.

 Nachdem Sifus Schlag die hintere Deckungslinie nicht durchdringen konnte, setzt er nun mit Lap-Sao fort, wodurch der Gegner isoliert wird. Abb. 2: Den entstandenen Kontakt verwendet Sifu nun, um den hinteren Arm des Gegners mittels Lap-Sao zur Seite zu ziehen und gleichzeitig beide Arme des Gegners zu kontrollieren. Gleichzeitig trifft sein linker Wing Tsun Fauststoß ins Ziel. Im Augenblick des Ziehens macht Sifu einen Cham-Kiu-Ausfallschritt nach links, woduch er in einen “Schlagschatten” gerät und noch schwerer durch den Gegner erreicht werden kann.
Sifus Fak-Sao trifft den Gegner

 

 

 

Abb 2a zeigt die gleiche Position aus einer anderen Perspektive. Der angeschlagene Gegner kann nun ggf. weitergehend mittels K.O.-Waffen (Ellbogen) kampfunfähig gemacht werden. Anstelle des Fauststoßes kann auch eine Fak-Sao-Technik zum Einsatz kommen, wodurch wir noch leichter an der Schulter des Gegners vorbeikommen.

 

 

WT-Classic Grundlagen 2: Defensive
Ü22: Oberkörper-Pendeln

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren

Übung 22: Pendeln mit dem Oberkörper → Kollisionsvermeidung durch Zurückweichen des Oberkörpers

                   
 

Vorübung für das Oberkörper-Pendeln

 
 
  Ausgangslage, gerade stehend   Wir weichen mit dem Oberkörper zurück   Zurückschwingen zur Ursprungsposition   Wieder in ursprünglicher Ausgangslage angekommen können wir Schläge ausführen
 

Abb. a-e: Während des Zurückweichens mit dem Oberkörper hält Sifu Dragos ständigen Blickkontakt. In der Ausgangsposition ist die Haltung des Rumpfes senkrecht.

  Der Gegner nähert sich..  
 
 

Abb. 1: Der Angreifer nähert sich Sifu, um einen Fauststoß zum Kopf auszuführen.

 
 
  Sifu stellt sogleich wieder die Ausgangslage her, indem er sich aufrichtet.
 
  Sifus zweiter Schlag trifft ins Ziel
 
 

Abb. 3-5: Sofort kontert Sifu durch eigenen Gegenangriff mittels Kettenfauststößen.
 

 
 
 

Tipp

 
  Sifu Dragos lässt den Schlag des Gegners durch eine Pendelbewegung ins Leere gehen  
 
 

Abb. 2: Sifu weicht mit seinem Oberkörper pendelnd zurück, um dem Schlag des Angreifers zu entgehen. Bei dieser Ausweichbewegung bleibt er dicht am Gegner stehen und geht auch nicht durch Schritte zurück.

 
 
  Da der Gegner noch immer seine Ausrichtung verloren hat, ist der Weg frei - Sifus erster Schlag trifft ins Ziel.
 
  Sifu Dragos fürht einen Ellbogenschlag aus - die Partie ist beendet.  
 
 

Abb. 6: Zum Abschluss führt Sifu einen Ellbogenschlag zum Kopf des Angreifers aus, der die Begegnung beendet.

 
 

Damit für die Ausweichbewegung auch während des Kampfes Potenzial besteht, ist eine senkrechte Ausgangskörperhaltung notwendig. Beim Zurückweichen des Rumpfes sollte der Kopf nicht zurückgeworfen werden, sondern den Blick zum Gegner halten. In dieser Lage wird das Kinn etwas zurückgeschoben. Durch die eingefahrenen Halsmuskeln erhält unser Kopf im Falle eines Treffers zusätzliche Stabilität und Schutz. Um die Gesamtbewegung schneller und fließender zu machen, empfiehlt sich insbesondere die Stärkung und Dehnung der Hüftbeuge- und Bauchmuskulatur, sowie Kräftigungsübungen für den Hals. Das Pendeln, bzw. Zurückschwingen des Oberkörpers ist im Wing Tsun Teil des so genannten "Notlösungskonzeptes", deren Bewegungsmuster vor allem in der "Biu Tze-Form" zu finden sind.

 

 

Ü23: Ablenk-Deckungsschutz ChamSao

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren

Übung 23: Verteidigung gegen Schläge zur mittleren Körperpartie
→ Ablenk- und Deckungsschutz mittels Cham-Sao

Vorübung für Cham-Sao (“Sinkender Arm”)

Sifu Dragos steht im Vorwärtsschritt mit gerader Rumpfhaltung  Er dreht sich nach links, so dass sein Unteram die Körpermitte schütz. Wichtig ist hierei, einen grossen Höhenunterschied als Deckungschild aufzubauen. Sifu schiebt seinen linken Ellbogen nach vorn, der linke Cham-Sao deckt nun die Körpermitte.
Ausgangslage, Abb. a: Sifu Dragos steht im Vorwärtsschritt. Die Arme befinden sich in zentraler Lage vor dem Rumpf.

Abb. b+c: Um den Schutz vor Treffern zum Bauch und Brustbereich zu realisieren, nimmt Sifu die jeweilige Schulter des eingesetzten Armes nach vorn und senkt den Ellbogen ab. Die Schultern werden hierbei setzt nach vorn bewegt. Die Höhe der Faust bleibt dabei unverändert.

 

 Beispiel 1: Bauchschutz durch Cham-Sao-Relation “diagonal innen” (rechts)

Sifu schütz seine mittlere Körperpartie durch Cham-Sao rechts, wodurch der Arm des Gegners nicht durchdringen kann. Sifu kontert mit linkem Fauststoß
Sifu setzt mit Fausstoß recht fort
Abb. 1: Der Angreifer greift mit einem tiefen rechten Fauststoß an. Sifu dreht seinerechte Schulter etwas nach vorn und nimmt den Ellbogen etwas nach unten. Mit seinem Unterarm geht er dem angreifenden Arm zum Handgelenk entgegen. Dadurch wird der Angriff nach unten abgelenkt und zugleich an Sifus Körper vorbeigeführt.

Abb. 2+3: Sifu geht nun zum Gegenangriff über und gibt Kettenfauststöße zum Kopf des Angreifers, um diesen Kampfunfähig zu machen.

 

Beispiel 2: Bauchschutz durch Cham-Sao-Relation “frontal aussen” (rechts)

In diesem Beispiel schütz sich Sifu Dragos in frontaler Relation zum Gegner Anschließend erfogt wieder der Konter

Abb. 4: Der Angreifer führt mit seiner Linken einen Schlag zu Sifus Solar Plexus aus. Wieder benutzt Sifu die Cham-Sao-Bewegung, wobei er seinen Ellbogen senkt und den Unterarm durch leichtes Drehen der Schulter nach vorn bringt. Der Angriff des Gegners wird dadurch an Sifus Rumpf vorbei gelenkt.

Abb. 5: Sifus streckt nun seinen zuvor gebeugten Cham-Sao-Arm zum Faustschlag, der den Gegner am Kopf trifft. Weitere Fauststöße können folgen.

 

 Beispiel 3: Bauchschutz durch Cham-Sao-Relation “diagonal innen” (links)

Sifu bringt seine hinter Schlaghand durch Rumpfdrehung nach vorn, wodurch er den tierfen Schlag des Gegners vereitelt Abschließender Konterschlag mit links

Abb. 6: In diesem Beispiel benutzt Sifu seinen hinteren Arm, um die schützende Cham-Sao-Bewegung zur Vereiteltung des gegnerischen Angriffes auszuführen. Wieder geht Sifu dem Angriffsarm zum Handgelenk entgegen, wodurch der gegnerische Angriff nach unten und an Sifus Körper vorbei geführtwird.

Abb. 7: Nach der Faustabwehr setzt Sifu zum Konter mittels Kettenfauststößen an.

 

 



 
 

Info

 
 
 

"Cham-Sao" bedeutet im Wing Tsun so viel wie “Sinkender Arm”. Sie ist in Anwendung vergleichbar einem Schiffsrumpf und erzeugt einen Deckungsschutz auf der tiefen Ebene. Faustschläge werden dabei nach unten und zur Seite gedrängt. Im Prinzip kommt diese Bewegung einem ellbogenbetonten Fauststoß gleich, mit dem Unterschied, daß die Streckbewegung so lange verzögert wird, bis der Angriff abprallt. Achten Sie bei der Ausführung darauf, daß der Unterarm einen ansteigenden Winkel einnimmt. Auf keinen Fall sollte er senkrecht oder in Richtung des eigenen Kopfes verlaufen.

 

  

 

Ü24: Faustabwehr d. Innenfauststoß

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren - Ablenken durch Verdrängungs- und Keilprinzip

Übung 24: Einfach Faustabwehr/Schwingerabwehr durch Innen-Fauststoß

 

 
  Der Gegner führt einen links geführten Haken aus.  
 
 

Abb. 1: Der Angreifer führt einen mit links geführten Schwinger zu Sifus Kopf aus.

 
 
  Sifu kontert mit Faustsoß links
  Sifu Dragos lenkt den Schlag das Angreifers durch einen Innenfauststoß ins Leere  
 
 

Abb. 2: Sifu Dragos führt einen frontalen Innenfauststoß zum Handgelenk des Angreifers aus, wodurch der Arm des Angreifers abprallt und unter Sifus Arm abgelenkt wird.

 
 
  Es folgen noch weitere Schläge, um den Gegner auszuschalten.
 

Abb. 3+4: Sifu gibt nun einen Gegenschlag mit seiner Linken, wobei sein rechter Arm das Handgelenk des zuvor abgewehrten Faustschlages des Angreifers kontrolliert. Es folgt ein weiterer Gegenschlag, wobei Sifu einen gewendeten Vorwärtsschritt ausführt. Sifus rechter Fauststoß gleitet dabei kontrollierend entlang der Zentrallinie an der Innenseite des gegnerischen Armes zum Kopf des Angreifers.

 
 

Alternative zum Innen-Fauststoss

 
 
  Der Angriff des Gegners prallt ab  
    Doppelter Daumenstoß
 

Abb. 5+6: Alternativ zum Innen-Fauststoß benutzt Sifu in diesem Beispiel eine Daumenstoß-Technik. Sie kann ein- oder zweiarmig ausgeführt werden. Wieder wird der Arm des Angreifers mittels Keilprinzip am eigenen Kopf vorbeigeführt.

 

Info

 
 
 

Im Wing Tsun ist der Innen-Fauststoß nicht die kräftigste Alternative für die Abwehr eines Faustangriffes von der Arminnenseite. Der Grund hierfür liegt darin, daß diese Bewegung hautpsächlich durch die seitliche Schultermuskulatur stabilisiert wird. Daher eigenet sie sich eher für weit ausholende Bewegungen als für sehr eng geschlagene Faustangriffe. Eine gute Alternative wäre hier der diagonale Innen-Fauststoß (siehe Übung 26: Einfache Faustabwehr durch diagonalen Innenfauststoß).

 
 

 

 

Ü25: Faustabwehr d. Außenfauststoß

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren - Ablenken durch Verdrängungs- und Keilprinzip

Übung 25: Einfache Faustabwehr durch Außenfauststoß (hoch)

  Annäherung - der Gegner setzt zur rechten Geraden an
 
 

Abb. 1: Der Angreifer nähert sich Sifu, um einen geraden Schlag zu dessen Kopf auszuführen.

 
 
  Genickzug - Sifu setzt zum Genickzug an
 
  Ablenken  - Sifu Dragos lenkt den Schlag des Gegners mit einem Faustsoß von außen an sich vorbei
 
 

Abb. 2: Sifu führt einen frontalen Aussenfauststoss aus, wobei er auf dem gegnerischen Arm gleitend das Gesicht des Angreifers trifft. Der Arm des Gegners prallt an Sifus Armunterseite ab und wird zusätzlich durch dessen rechten Unteram kontrolliert.

 
   Finalschlag - es folgt ein abschließender Ellbogen
 

Abb. 3+4: Sifu greift den Angreifer am Genick und gibt einen Ellbogenangriff. Dabei führt er zusätzlich eine Wendung aus, um dem Ellbogenschlag mehr Kraft zu verleihen.

 

Tipp

 
 
 
Von außen geführte Bewegungen sollten stets mit aufrechtem Oberkörper ausgeführt werden, um die Stabilität und Statik des Rumpfs zu unterstützen!
 
 

   

 

Ü26: Überwinden von Deckungen

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Wing Tsun Lektion 3: Vereiteln von Faustangriffen - gegen hohen Linksausleger

Übung 26: Bei Gegenwehr zur Seite - Fortsetzung mit Fauststoß + Lap-Sao

  Gegner blockt - der Gegner reagiert auf unseren Fak-Sao durch Blockade  
 
  Armverformung- Sifus Arm verwandelt sich in Bong-Sao  
 
  Einleitung des Fauststoßes -Sifus Arm fließt in die entstehende Lücke  
 
  Kontrollübernahme - Der in die Lücke fließende Arm übernimmt die Kontrolle  
 
  Wirkungstreffer - der Gegner wird empfindlich getroffen  
 
  Einleitung des Lap-Sao - anschliessend setzt Sifu Dragos zum Lap-Sao an  
 
  Lap-Sao - der Gegner wird nach vorn gezogen  
 
  Lap-Sao + Fauststoß - durch den Lap-Sao verstärkt entfaltet Sifus Schlag noch grössere Wirkung
 
  Kontrolle durch Genickzug - Sifu zieht sich an seinen Kontrahenten heran
 
  Ellobogen - der Gegner wird final getroffen  
 
 

Tipp

 
 

Ausgangslage
Abb. 1: Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos mit hoher linker Führhand. Sifu geht daraufhin energisch vor und versucht durch Fak-Sao (rechts) und Pak-Sau (links) die Deckung des Gegners weiter zu öffnen und ihn am Kopf zu treffen.

 
 
 

Abb. 2: Der Gegner reagiert rechtzeitig und versucht die Lücke zu schliessen, indem er seine Deckung dadurch korrigiert, dass er seine Arme nach unten nimmt.

 
 
 

Abb. 3-5: Die Korrekturbewegung des Gegners wiederum öffnet dessen Kopfbereich. Sifu nutzt diese Gelegenheit, um einen Fauststoß zum Kopf auszuführen.

 
 
 

Abb. 6-8: Sifu lässt nun einen weiteren Fauststoß folgen, wobei er die Führhand des Gegners mit Lap-Sao ziehend kontrolliert..

 
 
 

Abb. 9+10: Zum Abschluss zieht Sifu den Gegner mittels Genickzug nach vorn und führt abschließend eine Ellbogentechnik aus.

 

Um die Gefahr einer Augenverletzung des Partners beim Üben der Wing Tsun Fak-Sao-Technik zu vermeiden, können Sie, statt mit geöffneten Händen, auch eine geschlossene Faust benutzen. In der Praxis hingegen stellen die gestreckten Finger einen Reichweitengewinn dar, der über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Beim Üben der Ellbogentechnik sollten Sie ebenfalls mit größter Vorsicht herangehen. Um Verletzungen auszuschließen, führen Sie Ellbogenschläge niemals direkt zum Kopf aus, sondern lassen Sie lediglich Ihren Unterarm den Hals des Partners berühren.

   

 

Ü27: Schutz durch diag. Außenfauststoß

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren - Ablenken durch Verdrängungs- und Keilprinzip

Übung 27: Einfache Faustabwehr durch diagonalen Außen-Fauststoß (hoch)

  Annäherung - der Angreifer nähert sich, Sifu Dragos in Vorkamfpstellung
 
 

Abb. 1: Der Angreifer führt mit seiner Rechten einen geraden Schlag zu Sifus Kopf aus.

 
  Treffer - der Gegner wird getroffen
 
 

Abb. 3: Durch den Faustschlag gleitet der Arm des Angreifers an Sifus Kopf vorbei ins Leere. Sifus Arm trifft den Kopf des Angreifers.

 
  Der Ellbogenschlag bringt das finale Ergebnis
 
 
 

Abb. 5: Der durch Sifus Faustschläge “irritierte” Gegner wird nun mittels Ellbogen (K.O.-Waffe!) kampfunfähig gemacht.

 
 

Info

 
  Verdrängung - Sifu Dragos lenkt die rechte Gerade des Gegners durch einen verdrängenden Schlag ins Leere
 
 

Abb. 2: Sifu macht einen Vorwärtsschritt und führt einen diagonal von außen geführten Gegenschlag aus.

 
  Sifu setzt weitere Fauststöße ein, um den Gegner zu irritieren.
 
 

Abb. 4: Sifu lässt anschließend einen weiteren Gegenschlag mit seinem linken Arm folgen.

Wing Tsun Holzpuppe Modell

 
 

Diese Vorgehensweise lässt sich noch eleganter und ökonomischer ausführen, indem wir vor dem eigentlichen Vorwärtschritt mit unserer Hauptseite (bei Rechtshändern ist dies rechts) mit dem linken Bein einen kleinen ausweichenden Zwischenschritt nach links machen. Diese Vorgehensweise wird auch “Zick-Zack-Schritt” genannt. Durch den Zwischenschritt nach links verlagern Sie ihren Standpunkt während Ihr Fauststoss nach vorne geht. Dadurch geht der gegnerische Schlag ohne grossen Kraftaufwand ins Leere.

Alternativ könnte man einen diagonal von aussen “kollidierenden” gegnerischen Arm mit Hilfe der Wing Tsun Lap-Sao-Technik (siehe Übung 16: Lap-Sao aussen + Fauststoss mit Fusskontrolle ) zur Seite ziehen, um den Gegner dann mit einem Folgeschlag zu erreichen, oder einen Innen-Fauststoss mit der linken Hand folgen lassen (Übung 24: Einfache Faustabwehr durch Innenfauststoß).

 

  

 

Ü28: Schutz d. front. tiefen Innenschlag

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren - Ablenken durch Verdrängungs- bzw. Keilprinzip

Übung 28: Einfache Faustabwehr durch frontalen tiefen Innen-Fauststoß

 

Ausgangslage- der Gegner setzt zum Schlag an Innenfauststoß tief - Sifu lenkt den tiefen Faustschlag des Gegners durch einen Innenfauststoß ins Leere Es folgen Konterschläge

Abb. 1: Der Gegner nähert sich, um einen tiefen Faustschlag zu Sifu Dragos Magengegend auszuführen.

Abb. 2: Sifu benutzt das Verdrängungsprinzip und führt einen frontalen tiefen Innen-Fauststoß zum Handgelenk des Angreifers aus, wodurch dessen Angriff abprallt und ins Leere geht. Sifus hintere Hand nimmt dabei eine zentrale Schutzposition ein (Wu-Sao), um für Folgeaktionen schnell einsetzbar zu sein und zudem zusätzlichen Schutz zu geben.

Abb. 3: Sifu führt einen Gegenschlag mit seiner  Rechten zum Kopf des Angreifers aus. Dabei wendet er  zugleich, um der Bewegung mehr Kraft und Reichweite zu geben.

   
     
   
 
 

Info

 
 
 

Bei der Anwendung des WingTsun-Keilprinzips wird der gegnerische Angriff durch unsere, dem Angreifer entgegen gehende Technik, in einem spitzen Winkel an uns vorbeigeführt und verdrängt -  vergleichbar mit Wasser an einem Schiffsrumpf. Das Beantworten von Faustschlägen mittels Gegenfauststößen und Keilprinzip ist eine der einfachsten Vorgehensweisen für die Bewältigung von Faustangriffen (und auch Tritten). Zwar lässt sich das Prinzip der Ökonomie der Bewegung (simultane Abwehr und Gegenangriff) so nicht in allen Armkreuzungs-Varianten verwirklichen, jedoch besteht die wahre Stärke dieser Lösung in der äußerst einfachen und schnellen Umsetzbarkeit in unterschiedlichen Situationen. Schließlich gehören Kettenfauststöße zu den wichtigsten und in der Regel auch am besten beherrschten Techniken der meisten WT-Ausübenden. Getreu dem Motto “Weniger ist Mehr” bringt dies Reaktionsgewinn und zeitliche Vorteile in der Umsetzung des Gegenangriffs.

 

  

Ü29: Schutz d. diag. tiefen Außenschlag

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren - Ablenken durch Verdrängungs- und Keilprinzip

Übung 29: Einfache Faustabwehr durch diagonalen tiefen Aussenfauststoß

 

Annäherung - der Gegner setzt zum tiefen Schlag an Schlagablenkung (einfache Version) -  Sifu Dragos lenkt den Schlag des Gegners durch einen tiefen Gegenschlag ins Leere Es erfolgt der Konterschlag

Abb. 1+2: Der Gegner führt einen Faustschlag zu Sifus Dragos Bauch aus. Sifu benutzt das Keilprinzip des Wing Tsun und führt einen diagonalen tiefen Außen-Fauststoß zum Handgelenk des Angreifers  aus, wodurch der Angriff abprallt und ins Leere geht. Sifus hintere Hand nimmt dabei eine zentrale Schutzposition ein (Wu-Sao), um für Folgeaktionen schnell einsetzbar zu sein und zudem zusätzlichen Schutz zu geben.

Abb. 3: Sifu führt nun weitere Kettenfauststöße zum Kopf des Angreifers aus. Eine Beendigung der Begegnung könnte durch einen nachfolgenden Ellbogenangriff erfolgen.

 

Ü30: Simultanabwehr mittels Tan Sao

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren mit Gleichzeitigkeit von Angriff  und Verteidigung

Übung 30: Faustabwehr durch Tan-Sao + Faustoß

Annäherung - der Gegner holt rechts zum Schlag aus Tan-Sao + Fauststoß - Sifu entgeht dem Schlag durch eine Körperdrehung und Ablenken des Schlages mittels Tan-Sao + Fauststoß. Während der Faustablenkung wird der Gegner am Kopf getroffen, wodurch er zurückgeworfen wird.

Abb. 1: Der Gegner nähert sich Sifu Dragos, um einen mit rechts geführten Haken zu dessen Kopf auszuführen.

 

Abb. 2: Sifu führt mit seinem linken Arm die WingTsun "Tan-Sao"-Bewegung zum Handgelenk des Gegners aus. Gleichzeitig trifft sein rechter Schlag den Kopf des Angreifers. Durch die nach vorn gehende Tan-Sao-Bewegung prallt der gegnerische Angriff ab und geht ins Leere.

 

Sifu setzt mit Folgeschlägen nach

 

Abb. 3: Sifu lässt einen weiteren Gegenschlag zum Kopf des Angreifers folgen.

 
   
     
   
 
 

Info

 
 
 

In diesem Beispiel wird das Wing Tsun Prinzip der Ökonomie der Bewegung verwirklicht: Gleichzeitigkeit von Abwehr und Gegenangriff. Durch diese Arbeitsweise erhalten wir einen   strukturellen Vorteil gegenüber einem Gegner der Abwehr und Gegenangriff nacheinander ausführt. Die Gleichzeitigkeit von Abwehr und Angriff bringt weiterhin den Vorteil, daß der Angreifer weder Täuschungen noch Mehrfachschläge einsetzen kann, denn unser Gegenschlag trifft ihn bereits im Augenblick des ersten Kontaktes.

Der Tan-Sau in obigem Beispiel kann in zwei Richtungen ausgeführt werden: 1. nach vorn - hierbei wird das Keilprinzip verwirklicht: der Angriff gleitet durch das Vorschieben des Tan-Sao an uns vorbei ins Leere. 2. nach hinten - so ausgeführt handelt es sich um echte Kraftnutzung gemäß dem WT-Kraftprinzip “Füge zur Kraft des Gegners Deine eigene hinzu”. Bei der nach hinten ausgeführten Lösung wird der Tan-Sao im Augenblick das Kontaktes nach hinten am eigenen Körper vorbeigeführt. Dies erfordert jedoch sehr gutes Timin, Schnelligkeit und Koordinationsgefühl.

Als Faustregel gilt, daß Tan-Sao bei einem sich in Streckung, dh. vorn befindliche Arm (wie z.B. bei Man-Sao der Fall) ablenkend rückwärts bewegt wird. Bei einem sich dicht am Körper befindendenden Arm hingegen (wie z.B. bei Wu-Sao) wird Tan-Sao in streckender, dem Angriff entgegen gehend und verdrängender Weise eingesetzt.

   

 

 

 

Ü31: Simultanabwehr mittels GanSao

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren mit Gleichzeitigkeit Angriff und Verteidigung

Übung 31: Faustabwehr durch Gan-Sao + Faustoß

 

Bild 1 - Sifu Dragos steht in Vorkampfhaltung Bild 2 - Sifu verlagert das Gewicht auf sein rechtes Bein, führt eine Drehung  und lässt den linken Ellbogen sinken. Bild 3 - tiefer Gan-Sao mit Fausstoß in Endposition

Abb. a: Sifu Dragos steht in der neutralen Vorkamphaltung (IRAS) und hält die Arme in zentraler Position vor dem Körper. Vorderer Man-Sao-Arm (“Fragende Hand”), hintere Wu-Sao-Hand  (“Schützende Hand”).

Abb. b+c: Sifu verlagert sein Körpergewicht auf das rechte Bein und führt zeitgleich Gan-Sau (“Schneidende Hand”) und einen Fauststoß aus. Dabei hält er Kniespannung und drückt mit dem unbelasteten Bein senkrecht zum Boden, wodurch die gewendete Position stabilisiert wird (Anker-Prinzip). Seinen Kopf nimmt er leicht zurück, indem er seinen Rumpf aufrichtet. Dadurch erhält sein Kopf später mehr Schutz.

 

Bild 1 - Der Angreifer nähert sich und setzt zum tiefen Schlag an Bild 2 - Sifu leitet den tiefen Schlag des Gegners mittels Gan-Sao ins Leere, während zeitgleich sein Schlag den Gegner trifft.

Abb. 1+2: Der Angreifer nähert sich Sifu und setzt zum Schlag auf dessen Bauchpartie an. Sifu führt Gan-Sao zum Unterarm des Angreifers aus, wodurch er den Schlag an seinem Körper vorbeiführt und zugleich den Arm des Gegners verletzt. Zeitgleich trifft Sifus Gegenfauststoß den Kopf des Angreifers. Durch die Wendung erhält Sifus Faustschlag größere Reichweite und Kraft.

 

 

Info

 
 
 

Im Wing Tsun bedeutet "Gan-Sao" soviel wie "Scheidender Arm", was auf einen die Bahn kreuzenden und verdrängenden Charakter der Bewegung hindeutet. Der angreifende Arm des Gegners wird dabei wie bei einer Gilloutine "geschnitten”, was die verletzende Wirkung dieser Bewegung erklärt. Der Hautpsinn von Gan-Sao ist jedoch das vorbeiführen der Angriffskraft am eigenen Körper nach unten und nach hinten. Beim Anwenden dieser Technik wird immer auch eine Körperdrehung ausgeführt, was eine nach hinten gehende und den Angreifer nach vorn ziehende Wirkung hat.

 
 

    

 

 

Ü32: Simultanabwehr mittels FookSao

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren mit Gleichzeitigkeit von Angriff  und Verteidigung

Übung 32: Faustabwehr durch Fook-Sao + Fauststoß

 

 Sifu steht in Man-Sao/Wu-Sao-Haltung  Sifu führt die Wendung zusammen mit Fook-Sao (

 

Abb. a: Sifu steht in der neutralen Vorkampfhaltung (IRAS) und hält die Arme in einer zentralen Position. Vorderer Man-Sao-Arm (“Fragende Hand”), hintere Wu-Sao-Hand (“Schützende Hand”).

 

Abb. b: Sifu verlagert sein Körpergewicht auf das rechte Bein und führt zeitgleich Fok-Sao (“Oben-Hand", dh. aufliegende Hand) aus. Bei dieser Bewegung wird der Ellbogen etwas tiefer gehalten als das Handgelenk und der Arm nach vorn geschoben (gegen die Angriffsbewegung.

 

Sifu Dragos in Vorkampfhaltung

Nach Ablenkung des Gegnerischen Schlages befindet sich Sifus Hand über dem Schlag des Gegners (Fook-Sao), wordurch dieser in Folge kontrolliert werden kann.

Abb. 1: Sifu steht in der Vorwärtschritt-Position. Der Angreifer setzt einen rechten Schlag zu Sifu Dragos Kopf an.

Abb. 2: Sifu macht einen Schritt nach vorn und führt gleichzeitig einen Faustschlag mit Wendung zum Kopf des Angreifers aus, während sein linker Arm den gegnerischen Schlag mittels Fook-Sau lässt.

 

 
 
 

Info

 
 
 

Der nach vorn gehende Fok-Sao ("Aufliegene Hand") des Wing Tsun ist leichter ausführbar als die Tan-Sao-Bewegung ("Zerstreuende Hand") (siehe Übung 30: Simultanabwehr durch Tan-Sao + Fauststoß) zumal hierbei die Handflächen nach unten gerichtet sind. Tan-Sao und Fok-Sao sind in ihrer Wirkung als nach vorn gehende Bewegung gleich und austauschbar. Jedoch bietet der Fok-Sao die Möglichkeit, nach dem Abprallen eines Angriffs die Möglichkeit, Kontrolle auf den gegnerischen Arm auszuüben. Hierbei wird durch Anpassung an die Armstruktur des Gegners ein satte und zugleich flexible Verbindung geschaffen. Dies wird insbesondere durch das Beugen des Handgelenks ermöglicht. WT-Treibende werden dies z.B. im Satz 3 der Siu Nim Tao-Form erkennen.

 
 
     
 

 

Ü33: Simultanabwehr mittels GamSao

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren mit Gleichzeitigkeit von Angriff und Verteidigung

Übung 33: Faustabwehr durch Gam-Sao + Fauststoß

 Vorkampfhaltung Sifu führt Gam-Sao aus Abb. a+b: Sifu Dragos steht in der Vorwärtsschritt-Position. Seine Arme nehmen die zentrale Man-Wu-Position ein. Während er links Gam-Sao ausführt, richtet er seinen Rumpf auf und nimmt den Kopf leicht zurück. Gleichzeitig führt er rechts einen zentralen Fauststoß aus.

 

  Gegner setzt zum Tiefschlag an
 
 

Abb. 1: Der Angreifer nähert sich, um einen Schlag rechts zu Sifus Magengrube auszuführen.

 
 
  Sifu lenkt dem Arm des Gegners mittels Gam-Sao nach unten und kontert mit Faustschlag
 

Tipp

 

Abb. 2: Sifu macht einen Schritt nach vorn und lenkt den Schlag des Angreifers durch die Gam-Sao-Bewegung nach unten und leicht am eigenen Körper vorbei. Gleichzeitig trifft sein rechter Konterschlag den Kopf des Angreifers.

 

Im Wing Tsun ist "Gam-Sao" ("Herabdrückender Arm") ist eine Alternative zu Gan-Sao ("Schneidender bzw. Verdrängender Arm") - siehe Übung 31: Simultanabwehr durch Gan-Sao + Fauststoß. Führen Sie Gam-Sao in Anwendung immer am eigenen Körer vorbei und nicht etwa gegen die Bewegung des angreifenden Armes. Auf diese Weise vermeiden Sie eine Krollision und können im Falle einer kräftemäßigen Unterlegenheit dennoch mit Leichtigkeit den Schlag abwehren.

 

  

 

 

Ü34: Simultanabwehr m. PakSao innen

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren mit Gleichzeitigkeit von Angriff und Verteidigung

Übung 34: Faustabwehr durch hohen Innen-Pak + Fak-Sao

Vorübung Pak-Sao/Fak-Sao

Abb. a: Fak-Sao beinhaltet im Wing Tsun eine zur Seite gerichtete Bewegung, bei welcher von der Schulter bis zu den Fingerspitzen jeder Teil des Armes für einen Schlag eingesetzt werden kann. In diesem Beispiel führt Sifu Dragos Fak-Sao gleichzeitig mit einem hohen Pak-Sao aus. Bei der Ausführung der Fak-Sao-Bewegung sind das Handgelenk und die Finger völlig entspannt, wodurch diesem Bereich ein "Peitscheneffekt” verliehen wird. Die bei großer Schlagwucht “vibrierenden” Fingerspitzen können Blockaden des Gegners quasi “um die Ecke schlagend” umgehen und Treffer im Gesicht des Angreifers erzielen. Diese sehr gefährliche Technik stammt aus der BiuTze-Form.

Abb. 1+2: Der Angreifer führt einen geraden Fauststoß zu Sifus Kopf aus. Sifu macht mit seinem rechten Bein einen Schritt nach vorn und führt rechts Fak-Sao zum Kopf des Angreifes aus. Der gleichzeitig ausgeführte hohe Pak-Sao hilft den Angriffsarm zusätzlich zu öffnen und den eigenen Kopf zu schützen. Damit die Fak-Sao-Bewegung ihren vollen Schutz- und Angriffscharackter entfalten kann, sollte der Schritt weit durch den Angreifer ausgeführt werden.

Der Gegner schlägt zu Sifu Dragos Kopf
Sifu verdrängt den Schalg des Gegners mit Hilfe des hohen Pak-Sao und dem gleichzeitigen Fak-Sao
 

Tipp

 

Für das Üben mit einem Partner empfehielt es sich, einen Rückhandfaustschlag anstelle der Handkante und Finger einzusetzen. Damit werden Verletzungen während Ihres Wing Tsun-Trainings vermieden. Alternativ können Sie auch mit einem entsprechenden Kopfschutz den vollen Einsatz dieser Technik üben. Führen Sie ansonsten den Ablauf der Bewegung wie oben beschrieben aus. Der Rückhandschlag bzw. Fak-Sao ist dann richtig, wenn er auch ohne Pak-Sao auskäme und mit dem Ellbogen den Arm des Angreifers öffnet. Der Pak-Sao erleichtert hierbei lediglich das Öffnen der gegnerischen Führhand und gibt zusätzlichen Schutz.

 

     

Ü35: Simultanabwehr m. PakSao außen

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Wing Tsun Lektion 4: Faustabwehren mit Gleichzeitigkeit von Abwehr und Verteidigung

Übung 35: Faustabwehr durch hohen Außen-Pak + Fauststoß von innen

 

Der Gegner nähert sich und setzt rechts zum Schlag an Sifu lenkt den Schlag des Gegner mit Hilfe der Pak-Sao-Technik vorbei und schlägt von der Innenseite zum Kopf des Gegners.
Abb. 1+2: Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos und führt eine rechte Gerade zu dessen Kopf aus. Sifu führt den Arm des Angreifers durch die Pak-Sao-Bewegung zur Seite und schlägt gleichzeitig unter dem Arm des Gegners zum Kopf.

 

           
Tipp                                       
Führen Sie die Wing Tsun Bewegungen Pak-Sao und den vertikalen Fauststoß gleichzeitig aus. Der Pak-Sao sollte idealerweise unmittelbar vor dem Ellbogen aufsetzen. Anstelle des Fauststoßes können Sie auch andere Handhaltungen, wie z.B. Daumenstoß oder Chan-Sao (“Spatenhand”) benutzen (siehe Übung 10: Pak-Sao außen mit Fusskontrolle, Abb. 4a und 4b).

  

 

 

 

Ü36: Scheren GanSao Defensivschutz

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Wing Tsun Lektion 4: Reaktionszeitverkürzung durch Deckung mehrerer Ebenen

Übung 36: Zwei-Ebenen-Defensivschutz mit Hilfe von Scheren-Gan-Sao

 

Sifu in Ausgangshaltung Der Scheren-Gan-Sao ermöglicht den gleichzeitigen Schutz oder Angriff auf zwei Ebenen Abb. a+b: Aus der Vorwärtsschritt-Position führt Sifu eine leichte Drehung zur Seite aus. Während dem "Scheren-Gan-Sao" schneiden seine Arme auf unterer, wie oberer Ebene (gemeint ist hierbei das Kreuzen und damit Verdrängen eines Angriffs).

 

Der Gegner holt zum Schlag aus
Abb. 1: Der Gegner ist schwer einschätzbar zumal er mit
Täuschungen arbeitet. Sifu Dragos entschließt sich,
die Scheren-Gan-Bewegung anzuwenden.

 

Sifu führt Scheren-Gan-Sao aus; wirksam ist nur der hohe Anteil der Bewegung Sifu führt Scheren-Gan-Sao aus; wirksam ist nur der tiefe Anteil der Bewegung
Abb. 2a: Der Gegner führt einen Schlag zu Sifus Kopf aus. In diesem Fall lenkt der obere Teil von Sifus Scheeren-Gan den Angriff ab. Dabei führt er den hohen Gan-Sao zum Handgelenk des Gegners, da er auf diese Weise - aufgrund des besseren Hebelarms - das größte Kraftpotenzial erzielen kann.  Abb. 2b: In diesem Beispiel führt der Gegner einen Schlag zu Sifus Magengrube aus. Der untere Teil von Sifus Scheeren-Gan lenkt den Angriff nach unten und hinten am Körper vorbei.
  

 

Anschließend kontert Sifu Dragos durch Folgeangriffe

Abb. 3: Unmittelbar nach Abwehr des gegnerischen
Erstschlages führt Sifu Kettenfauststöße
zum Kopf des Angreifers aus.

 

 

Info

 

Mit Hilfe des Scheren-Gan-Sao können wir die Reaktionszeit für die Abwehr verringern. Zum Vergleich: benutzen wir Tan- und Gan-Sao, so sind dies 4 Reaktionsgruppen (oben rechts und links, unten rechts und links). Da die Wing Tsun Scheren-Gan-Sao-Bewegung die komplette Seite schützt, reduziert sich der Entscheidungsschritt auf zwei Bereiche. Mit der gleichzeitigen Sicherung zweier Ebenen büßen wir jedoch auch die Möglichkeit ein, Abwehr und Gegenangriff gleichzeitig auszuführen. Scheren-Gan-Sao ist zudem eine sehr wirksame Methode zur Bewältigung von unausweichlichen Tritten zum Rumpf. Große Angriffskräfte können sich dadurch teilweise auf beide Arme verteilen und sind dadurch leichter zu bewältigen (siehe Übung 37: Abwehr von Tritten mit Händen - Scheren-Gan-Sao und Ausheben durch Lau-Sao).

 

  

Wing Tsun Holzpuppe Modell

Ü37: Trittabwehr mit Scheren GanSao

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Wing Tsun Lektion 5: Trittabwehr mit Hilfe der Arme

Übung 37: Scheren-Gan-Sao und Ausheben durch Lau-Sao

 

 
 

Vorübung

 
 
  Sifu steht in Man-Sao/Wu-Sao-Position   Sifu wendet nach links und führt Scheren-Gan-Sao aus
 
 

Abb. a+b: Sifu steht in der Vorwärtsschritt-Position. Er führt eine leichte Wendung nach links und zugleich die Scheeren-Gan-Bewegung.

   
  Sifu verwandelt in Lau-Sao (links) und Lan-Sao (rechts)   Sein rechter Arm wird zu Fak-Sao, sein linker vollzieht die
   
 

Abb. c+d: Aus seinem linkem Gwat-Sao wird nun Lau-Sao (“Schöpfende Hand”): dabei wird der Arm bis über Schulterhöhe angehoben und nach vorn bewegt. Diese Bewegung dient dem Einfangen von Bewegungen, z.B. eines Trittes, um anschließend eine Wurftechnik auszuführen.

 

Abb. 2+3: Da ein Tritt einen meist kraftvollen Angriff darstellt und auch schwer einschätzbar ist, entschliesst sich Sifu den Scheren-Gan-Sao anzuwenden. Er richtet seinen Körper zum Angriff aus und geht dem Tritt mit beiden Armen entgegen. Die Wucht des Trittes kann aufgrund des doppelten Armeinsatzes absorbiert werden. Da Sifu gleichzeitig einen Schritt nach vorn macht, befindet er sich im Augenblick des Auftreffens nicht im Kraftzenit des Trittes, wodurch dieser nicht seine volle Wirkung entfalten kann.

 

Abb. 1: Der Angreifer nähert sich Sifu Dragos mit einem Zwischenschritt und setzt zu einem Rundtritt zum Kopf an.

 

 
 

Der Gegner fürht einen Rundtritt aus

 

 
  Sifu deckt seine Rumpfpartie durch Scheren-Gan
 
  Der Gegner verkürzt die Distanz
 

 

 

 

 

 

 

Abb. 4: Nach erfolgter Abwehr des Rundtrittes fängt Sifu das Bein des Gegners mittels Lau-Sao ein und hebt den Arm an. Gleichzeitig trifft sein rechter Fak-Sao den Hals des Angreifers. Der so ausgehobene Gegner verliert das  Gleichgewicht.

 
 

Tipp

 
 
  Mit Hilfe der hebenden Bewegung Lau-Sao wird das Bein seines Gegners eingefangen, so daß Sifu eine Fak-Sao-Technik folgen läßt.
 

Setzen Sie die Lau-Sao-Bewegung des Wing Tsun zum “Einfangen” des gegnerischen Beines nur dann ein, wenn der Tritt höher als bis zu Ihrem Ellbogen ausgeführt wurde. Andernfalls verzichten Sie auf die Einfangbewegung und setzen Sie z.B. mit Kettenfauststößen Ihren Gegenangriff fort.

 

   

Ü38: Defensivschutz mittels KwanSao

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Wing Tsun Lektion 5: Trittabwehr mit Hilfe der Arme

Übung 38: Deckungsschutz mit Hilfe von Kwan-Sao ("Rotierende Arme")

Sifu steht im neutralen Stand Nun geht er einen Schritt nach vorn und zur Seite Sifu fürht die Wendung aus und schützt beide Rumpfebenen mit Kwan-Sao

Abb. a-c: Sifu Dragos steht im neutralen Stand. Er macht in einen Winkel von 45° einen Ausfallschritt nach vorn. Seine Arme führen die Kwan-Sao-Bewegung aus ("Rotierende Arme"). In der Endposition befindet sich ein Arm in der Tan-Sao- und der andere in der Bong-Sao-Position.

 

Mit Hilfe der Kwan-Sao-Bewegung kann Sifu Dragos seinen Rumpf schützen. Die Kraft des Trittes verteilt sich auf beide Arme, wodurch Verletzungen minimiert werden. Sifu erwartet den Angreifer

Abb. 1+2: Der Angreifer führt einen Rundtritt zu Sifu Dragos Kopf aus. Sifu richtet seinen Rumpf zum Angriff aus und führt hierbei Kwan-Sao aus. Der Tritt wird dadurch abgefangen.

Der Gegner kann seinen Tritt zurückziehen, noch bevor Sifu dessen Bein greifen kann. Daher folgt eine Fak-Sao-Technik Sifu setzt mit Folgeangriffen fort

Abb. 3: Sifu nutzt die “aufladende” Kraft des gegnerischen Trittes, der zuvor seinen Bong-Arm “gespannt” hat und setzt die aufgebaute Spannung des Bong-Sao-Armes nun in eine Fak-Sao-Bewegung um.

Abb. 4: Abschließend führt Sifu Kettenfauststöße aus.

 

           
Info          
Im Wing Tsun ist "Kwan-Sao" ("Rotierende Arme", da die Bewegung kreisförmig ausgeführt wird) ist eine federartige und absorbierende (Zug-)Bewegung. Im obigen Beispiel wird die Trittwucht deshalb bewältigbar, weil sie sich auf beide Arme des Verteidigers verteilt. Alternativ wäre auch ein Ausweichen zur Seite möglich gewesen, wodurch der Tritt selbst schon ins Leere gegangen wäre. Noch ökonomischer wäre der Kwan-Sao durch die zusätzliche Ausführung eines tiefen Seitwärtstrittes zum Standbein des Gegners.

 

 

 

   

Ü39: Verteidigung gegen Ellbogenstoß

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Wing Tsun Lektion 6: Ellbogenabwehr

Übung 39: Zuvorkommen mit Hilfe der Kap-Jarn-Ellbogentechnik

 

  Der Angreifer holt zum Ellbogenangriff aus  
 
 

Abb. 1: Der Angreifer greift Sifu Dragos am Hals und zieht ihn an sich heran, um einen Ellbogen zum Kopf folgen zu lassen.

 
 
  Sifus Kap-Jarn-Ellbogen trifft den Gegner zuvorkommend.
  Sifu Dragos reagiert schnell, indem er die Kap-Jarn-Bewegung einleitet.
 
 

Abb. 2: Da Sifus Hals bereits gegriffen wurde und er für eine Abwehr nicht zurückweichen kann, entschließt er sich dazu, zur Abwehr nach vorn zu gehen. Er hebt seinen Ellbogen an und führt einen Kap-Jarn-Ellbogenschlag ("Übertrumpfender Ellbogen") aus.

 
 
  Kap-Jarn - von der Gegenperspektive
 

Abb. 3+3a: Sifu schlägt den Kap-Jarn in einer einzigen Bewegung zu Gesicht und Brustbein des Gegners. Da der Gegner selbst mit einem sehr gefährlichen und sich schnell nähernden Ellbogenschlag angreift, bietet diese Lösung den besten Schutz und führt zum sofortigen Ergebnis. Der Kap-Jarn verdeckt während der Ausführung für einen kurzen Augenblick Sifus Gesichtsfeld und läßt etwaige Angriffe durch die Keilform des Unterarmes abprallen.

 

Info

 
 
 

Die "Kap-Jarn"-Ellbogentechnik stammt aus der BiuTze-Form (sprich “Bijudschi”) des Wing Tsun. Die Form beinhaltet neben gefährlichen Fingerstich- und Ellbogentechniken vor allem Notlösungsansätze, die es uns ermöglichen, einen Gegner selbst dann noch auszuschalten, wenn dessen Angriff uns fast erreicht hat. Nutzen Sie beim Ausführen der Kap-Jarn-Technik die Schwerkraft und gehen Sie im Augenblick der Abwärtsbewegung leicht in die Knie. Ihr eigener Kopf wird dabei zurückgenommen und der Rumpf senkrecht gehalten. Das Handgelenk bleibt während des Ablaufs vollkommen entspannt und schmiegt sich mit dem Handrücken an die eigene Brust, um größtmögliche Beweglichkeit zu gewährleisten.

 
 

   

 

 

Ü40: Verteidigung gegen Kniestoß

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Wing Tsun Lektion 7: Verteidigung gegen Kniestöße

Übung 40: Einsatz von Abwärts-Ellbogen und Haken

 

 Vorübung

Ausgangshaltung Sifu dreht sich aus der Hüfte nach links Sifu führt einen horizontalen Haken aus Aufwärtshaken
Abb. a-c: Sifu führt einen Haken aus, indem er aus der neutralen Haltung um 90° dreht. Im Gegensatz zum geraden Wing Tsun Fauststoß, bei welchem der Trizeps für die Schlagkraft eine Rolle spielt, resultiert die Kraft bei der Ausführund des Hakens und Uppercuts (Abb.d) aus dem Einsetzen von Brustmuskel, Bizeps und Hüfte. Es handelt sich um eine ziehende und beugende Bewegung. Horizontaler und Aufwärts-Haken sind im Prinzip die selben Bewegungen, jedoch mit unterschiedlichen Schlagwinkeln und Handgelenkshaltungen. Beim Aufwärtshaken wird die Faust zur Trefffläche hin ausgerichtet bzw. das Handgelenk entsprechend gebeugt (siehe Abb. d).

 

 

  Sifu Dragos wird von seinem Gegner am Kopf gegriffen
 
 

Abb. 1: Der Angreifer greift Sifu Dragos am Kopf, um einen Kniestoß anzusetzen. Sifu greift sofort zu den Ellbogen des Angreifes - dadurch kann er trotz eingeschränktem Sichtfeld auf mögliche Hand- oder Ellbogentechniken des Gegnes reagieren.

 
 
  Sifu kontert durch einen Aufwärtshaken  
 
 

Abb. 3: Anschließend führt Sifu einen Aufwärtshaken durch die Deckungslücke der gegnerischen Arme aus.
 

 
 
 

Info

 
 
  Der Gegner führt einen Kniestoß aus, doch Sifu Drago schützt sich durch einen Abwärtsellbogen
 
 

Abb. 2: Der Gegner führt einen Kniestoß aus. In diesem Augenblick senkt Sifu seinen Ellbogen ab, um dem Kniestoß entgegen zu gehen. Der Angreifer verletzt sich quasi mit seiner eigenen Wucht.

 
 
  ..und setzt mit horizontalem Haken nach  
 
 

Abb. 4: Als Alternative zum Aufwärtshaken bietet sich in obiger Situation die Möglichkeit, einen horizontalen Haken einzusetzen, je nachdem wo sich die Deckung des Gegners umgehen lässt.

 
 

Horizontaler und Aufwärts-Haken sind Umgehungstechniken, die uns helfen Schutzhaltungen des Gegners zu umgehen.

 

  

 

Ü41: Gegen Festhalten an Armen hoch

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Wing Tsun Lektion 8: Befreiung gegen Festhalten an den Armen

Übung 41: Befreiung gegen Festhalten an den Armen in hoher Position
→ Armbefreiung mit Hilfe von "Kwai-Jarn" (diagonaler Ellbogen)

 

  Sifu Dragos wird an den Händen gehalten
 
 

Abb. 1: Der Angreifer hält Sifu Dragos an den Handgelenken.

 
  Sifu führt seinen rechten Ellbogen über das Handgelenkt des Gegners
 
 

Abb. 2: Sifu bringt seinen Unterarm nach vorn, so dass sein Ellbogen über dem Handgelenk des Gegners übersteht. Die Höhe seiner Handgelenkesposition verändert er dabei nicht.

 
 
  Befreiung - Sifus Kwai-Jarn (diagonaler Abwärtsellbogen) löst den Griff des Gegners  
 
 

Abb. 3: Nun führt Sifu eine diagonale Ellbogenbewegung (Kwai-Jarn, Abb. a) aus. Dabei nutzt er die Gravitation, bzw. setzt sein Körpergewicht ein, indem er es in den Arm legt, jedoch ohne dabei seine aufrechte Körperhaltung zu verlassen. Durch die große Hebelwirkung kann der Gegner den Griff nicht halten - Sifus Arm wird frei. Der andere Arm des Gegners hält weiterhin seinen Griff.

 
  Kwai-Jarn in der Biu Tze-Form
  Sifu führt einen diagonale Fak-Sao zum Hals des Gegners aus
 
 

Abb. 4: Sifu setzt seinen frei gewordenen Arm nun für einen Gegenschlag ein - er führt einen diagonalen Fak-Sao zum Hals des Angreifers aus. Der Fak-Sao legt sich zugleich über den Oberarm des Gegners und kontrolliert diesen.

 
  Durch den Kniestoß gebeugt, fällt der Gegner in den nachfolgenden Ellbogen.
 
 

Tipp

 
 
 

Bei der Ausführung des zur Befreiung eingesetzten "Kwai-Jarn"-Ellbogens sollten Sie Ihr Handgelenk, welches vom Gegner festgehalten wird, nicht anheben oder bewegen. Bei kräftemäßiger Unterlegenheit ist dies ohnehin nicht möglich. Im Wing Tsun nutzen wir stets den ökonomischsten und einfachsten Ansatz.  Bewegen Sie anstelle des Handgelenks andere frei bewegliche Gelenke - in diesem Fall den Ellbogen - nach vorn über das Handgelenk des Gegners. Durch eine nun folglende Abwärtsbewegung löst sich aufgrund der Hebelwirkung der Griff. Zur Bewegung des Ellbogens addiert sich zudem die Schwerkraft des eigenen Körpers.

 
     
 
  Sifu zieht den Gegner am Hals und führt einen Kniestoß aus
 
 

Abb. 5: Sifu zieht den Angreifer am Hals mit Hilfe des eigenem Körpergewicht nach unten und führt einen Kniestoß zu dessen Unterleib aus.

 
 

Abb. 6: Durch den Kniestoß vollzieht der Gegner eine reflexartige Schutzbewegung nach vorn (Abb. 5) - genau in diesem Augenblick trifft ihn Sifus diagonaler Aufwärts-Ellbogen.

Ü42: Armbefreiung aus tiefer Haltung 1

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Wing Tsun Lektion 8: Befreiung gegen Festhalten an den Armen

Übung 42: Befreiung gegen Festhalten an den Armen in tiefer Postion (enge Griffhaltung)
mittels Kwai-Jarn und diagonalem Griff

 

Abb. 1: Der Angreifer hält Sifu Dragos an den Handgelenken. Der Gegner greift Sifu Dragos Hände in tiefer Position
Sifu führt diagonalen Ellbogen (Kwai-Jarn) aus, um sich aus dem Griff des Gegners zu befreien

Abb. 2: Sifu macht eine kleine Wendung und führt einen tiefen Bong-Sao aus. Dabei lässt er den über dem Handgelenk des Gegners überstehenden Ellbogen durch leichtes in die Knie gehen auf dessen Handgelenk sinken. Die Hebelkräfte dieser Drehbewegung lösen den gegnerischen Griff.

Abb. 3: Zum Abschluß führt Sifu einen diagonalen Fak-Sao zum Hals des Gegners aus. Da der Gegner den ursprünglich doppelten Griff mit eng beieinander liegenden Handgelenken ausführte, nutzt Sifu diesen Umstand, indem er mit seiner linken Hand den linken Arm des Gegners festhält. Da der Vorgang sehr schnell abläuft, merkt der Gegner nicht, daß er sich dadurch im Grunde selbst festhält und immobilisiert.

Die enge Griffhaltung des Gegners ermöglicht es Sifu, daß er den linken Arm des Gegners mit seiner Linken greift. Der Gegner hält sich sozusagen selbst in Schach. Gleichzeitigt folgt der Konterschlag zm Hals des Gegners mittels Fak-Sao

 

 

 

Ü43: Armbefreiung aus tiefer Haltung 2

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Wing Tsun Lektion 8: Befreiung gegen Greifen an den Armen

Übung 43: Befreiung gegen Festhalten an den Armen in tiefer Postion (breite Griffhaltung)
mittels Kwai-Jarn und Fak-Sao

 

  Der Gegner greift Sifus Dragos Arme
 
 

Abb. 1: Der Angreifer hält Sifu Dragos mit einer breiten Griffhaltung an den Handgelenken.

 
 
  Sifus Arm kommt durch die Kwai-Jarn-Bewegung frei
 
 

Abb. 3: Der Angreifer hält Sifu mit einer breiten Griffhaltung an den Handgelenken.
 

 
 
 

Info

 
  Sifu senkt seine Körper ab und fürht eine Drehbewegung aus, so daß sein rechter Ellbogen über dem Handgelenk des Gegners eine Scherwirkung entfaltet.
 
 

Abb. 2: Sifu befreit sich mittels tiefem Bong-Sao: die Hebelwirkung des sich vorschiebenden Ellbogens löst den gegnerischen Griff.

 
 
  Sifu kontrolliert den Arm des Gegners durch den Ellbogen seines diagonalen Fak-Sao - der Gegner wird getroffen.  
 
 

Abb. 4: Sifu führt mit dem frei gewordenen Arm eine Wing Tsun Fak-Sao-Technik zum Hals des Angreifers aus.

 
 

Anstelle des Schlages zum Hals des Angreifers bietet sich als Angriffsziel auch das Schlüsselbein an. Im Ernstfall macht dies deshalb Sinn, da im Falle eines Bruches dieses Knochens der Gegner seinen Arm nicht mehr bewegen kann, zumal das Schlüsselbein Teil des Schultergelenks ist.

 

  

Ü44: Armbefreiung aus tiefer Haltung 3

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Wing Tsun Lektion 8: Befreiung gegen Festhalten an den Armen

Übung 44:  Befreiung gegen Festhalten an den Armen in tiefer
Postion (breite Griffhaltung) mittels Kwan-Sao

 

  Der Gegner hält Sifu Dragos Arme mit weitem Abstand  
 
 

Abb. 1: Der Angreifer hält Sifu Dragos mit einer breiten Griffhaltung an den Handgelenken.

 
 
  Sifus Chang-Sao trifft ins Ziel
 
 

Abb. 3: Der Angreifer kann den Griff aufgrund der  starken Hebelwirkung nicht halten und wird getroffen.

 
 
 

  

 
 
  Sifu setzt dreht sein Handgelenk nach oben und dein Ellbogen einwärts, um sich aus dem Griff zu befreien
 
 

Abb. 2: Sifu benutzt die Wing Tsun Kwan-Sao-Bewegung (“Rotierende Arme”) der SiuNimTao-Form um sich aus dem Griff zu befreien. Dabei bringt er den Ellbogen nach unten und die Handfläche nach oben. Gleichzeitig schiebt er den Unterarm in Richtung Kopf des Angreifers.

 

 

 

Tipp

 
 

 

 

 

Diese Befreiung lässt sich am leichtesten bei einem breiten Griff und im Augenblick der Entstehung anwenden. Die Kwan-Sao-Bewegung vollzieht dabei einen kleinen Kreis um den Unterarm des Gegners.

 

Ü45: Armbefreiung aus tiefer Haltung 4

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Wing Tsun Lektion 8: Befreiung gegen Festhalten an den Armen

Übung 45: Befreiung gegen Festhalten an den Armen in tiefer Postion mittels Stampftritt

Sifu hebt sein Bein - Einleitung der Stampftrittbewegung Sifu Dragos führt den Stampftritt aus. Hierbei nutzt er durch Absenken des Standbeines anteilig sein Körpergewicht. Zusätzlich wird die Ferse Richtung Ziel bewegt (Fuß richtet sich auf).

Abb. a+b: Um den Wing Tsun "Gam-Gerk"-Tritt auszuführen, hebt Sifu sein Bein. Im Trittaugenblick geht er mit seinem Standbein ein kleines bisschen in die Knie, um dem Tritt durch seine Gewichtskraft mehr Kraft zu verleihen. Die Trefffläche ist die Ferse.

 

 Vorübung

Sifu Dragos wird an den Händen gehalten Sifu setzt zum Gam-Gerk an.

Abb. 1: Der Angreifer hält Sifu Dragos mit an den Armen.

Abb. 2: Sifu hebt sein Bein zum Tritt an.
 Der Gam-Sao-Stampftritt lenkt die Aufmerksamkeit des Gegners auf den Schmerz. Der Griff löst sich.  Sifu Dragos setzt einen Ellbogen zum Kopf mit gleichzeitigem Genickzug an
Abb. 3: ..und tritt den Angreifer mit einem Gam-Gerk Stampftritt am Sprunggelenk. Da Sifu den Tritt ansatzlos ausführt und Augenkontakt hält wurde der Gegner nicht “gewarnt”.  Abb. 4: Durch den Schmerz öffnet der Gegner seinen Griff. Sifu setzt eine finale Ellbogentechnik zum Kopf des Angreifers an.

 

Tipp          
Die Wahl, ob eine Beintechnik oder Handtechnik zur Befreiung aus einem Griff eingesetzt wird, hängt von verschiedenen Umständen ab. Die einfachste und schnellste Lösung ist dabei immer die Beste. Je nach Kraft des Gegners, dessen Nähe zu uns und Weite des Griffs, wird die Lösung im Wing Tsun jeweils unterschiedlich ausfallen. Die Befreiung durch eine Handtechnik ist in der Regel schneller und ansatzloser, erfordert jedoch größeres Geschick. Falls sich der Gegner während des Greifes auf uns zubewegt, wird der Einsatz einer Beintechnik ebenfalls erschwert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ü46: Armbefreiung aus tiefer Haltung 5

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Wing Tsun Lektion 8: Befreiung gegen Festhalten an den Armen

Übung 46: Befreiung gegen Festhalten an den Armen →Spanntritt oder Kniestoß zum Unterleib

 

Ein einfacher Tritt als Antwort auf Festhalten

Abb. 1: Der Gegner hält Sifu Dragos mit einem doppelten Griff an den Handgelenken. Sifu führt einen schnellen Spanntritt zu dessen Unterleib aus.

Abb. 1a: Durch den Schmerz öffnet der Gegner seinen Griff. Sifu setzt eine finale Ellbogentechnik zum Kopf des Angreifers ein.

Nach erfolgter Grifflösung setzt Sifu Dragos mit Ellbogenschlag nach
Alternativ zum Tritt kann bei einem Heranziehen durch den Gegner aufgrund des geringeren Abstandes auch ein Kniestoß eingesetzt werden

Abb. 1b: Bei großer Nähe zum Angreifer können Sie alternativ auch einen Kniestoß anstelle eines Trittes einsetzen. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn der Gegner Sie an sich heranzieht.

 

 

 
           
Info                                       
Im Wing  Tsun ist ein Spanntritt, der Tritt mit dem Scheinbein oder Kniestoß im Prinzip die selbe Bewegung, da es sich lediglich in Bezug auf die unterschiedliche Distanz um verschiedene Techniken handelt. Es muss jedoch keine Unterscheidung zwischen den Ausführungen getroffen werden. Der Abstand zum Gegner wird somit die letztlich auftreffende Fläche des Beines bestimmen.

  

 

 

 

 

 

 

 

Ü47: Abwehr geg. 2 haltende Angreifer

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Wing Tsun Lektion 8: Befreiung gegen Festhalten an den Armen

Übung 47: Befreiung gegen Festhalten an den Armen durch zwei Angreifer

Die Angreifer halten Sybille in  gestreckter Haltung an den Armen Durch Heranziehen eines Angreifers lässt sich Bewegungsfreiraum generieren

Abb. 1: Die beiden Angreifer halten Sybille ziehend an den Armen fest.

Abb. 2+3: Da Sybille sich nicht auf ein Kräftemessen mit den Armen einlassen kann, nutzt Sie ihre Beinkraft und die Gravitation, um einen der Kontrahenten an sich heranzuziehen.
Verbereitung zum Tritt Besonders die freien Rippen eigenen sich als Ziel, da diese sehr empfindlich sind

Abb. 3: Durch das Heranziehen des einen Gegners werden ihre Arme wieder freier und ihr Rumpf beweglicher. Sybille setzt zum Tritt an.

Abb. 4: Der an sie herangezogenen Gegner wird im Augenblick der Annäherung zu den freien Rippen getreten. Da er den Griff immer noch hält, ist er Sybilles Wing Tsun Tritt schutzlos ausgeliefert.

Der Tritt zeigte Wirkung - nun lässt sich der zweite Angreifer ausschalten Fauststoß zum Kopf

Abb. 5+5a: Der durch den Tritt verursachte Schmerz veranlasst den getroffenen Gegner loszulassen. Dadurch ergibt sich nun die Möglichkeit, den zweiten noch haltenden Gegner abzuwehren. Sie gibt einen Fauststoß zu dessen Gesicht. In diesem Beispiel ist die Begegnung noch nicht zu Ende, sie wurde nur bis zur ersten Befreiung veranschaulicht.

 

   
 

Tipp

 
 
 

Bei dieser Lösung ist gutes Gleichgewicht und eine schnelle Tritttechnik gefragt. Experimentieren Sie mit verschiedenen Trittarten (Rückwärtstritt, Seitwärtstritt, Spanntritt) und Zielen. Tiefer liegende Angriffsziele wie Knie oder Sprunggelenke sind zwar leichter zu erreichen, jedoch aufgrund ihrer größeren Beweglichkeit auch schwerer zu treffen.

 
 

  

 

Ü48: Befreiung gegen Beingreifen 1

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Wing Tsun Lektion 9: Befreiung gegen Festhalten an den Beinen

Übung 48: Befreiung gegen Halten am Fußende → Einsatz von Genickzug und Kniestoß zum Kopf

 

 


Abb. 2:
Sifu greift sogleich den Kopf des Angreifers und zieht sich an den Gegner heran. Um dem Gegner ein Ausheben noch weiter zu erschweren, macht Sifu dabei einen kleinen Sprung nach oben und geht dabei auf die Fusspitze seines Standbeines.

 

Abb. 1: Der Gegner greift Sifu Dragos am Fußende, hebt dessen Bein an und geht auf ihn zu, um ihn auf diese Weise zu Fall zu bringen.

 
 
  Sifu macht einen kleinen Sprung nach vorn und zieht sich sogleich an den Gegner heran. Das Heranziehen erfolgt sowohl mit dem eigenen Bein, als auch durch den Griff zum Kopf.
 
  Sifu Dragos wird vom Gegner am Fußende gegriffen
 
  Sifu dreht zieht und dreht den Kopf des Gegners in Richtung Knie. Um dem Kniestoß Kraft zu verleihen, drückt er sich zusätzlich mit den Waden vom Boden weg.
 

 

 

 

 

 

Abb. 3: Sifu setzt Gewichtskraft ein und reißt den  Kopf des Gegners nach unten in Richtung Knie, welches er, durch den Sprung verstärkt, nach vorn bewegt.

 

Tipp

 

Im Wing Tsun versuchen wir stets den Gegner als stabilisierenden Part für den Erhalt des eigenen Gleichgewichts einzubeziehen. Die gleiche Lösung würde benutzt, wenn der Gegner statt nach vorn nach hinten gegangen wäre. Generell gilt für Situationen, in denen uns der Angreifer an einem Bein festhält, daß wir sofort zu dessen Kopf greifen. Im Fall eines zu Boden Werfens, können wir so den Gegner “mitreißen” und vor allem während des Stehens für Stabilität sorgen. Für den Kniestoß sollte der Griff am Kopf des Gegners möglichst weit oben erfolgen, da dies zu einem besseren Kraftmoment beim Ziehen führt. Als letztes Detail wäre das Drehen des gegnerischen Kopfes zu erwähnen.

 

  

Ü49: Befreiung gegen Beingreifen 2

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Wing Tsun Lektion 9: Befreiung gegen Festhalten an den Beinen

Übung 49: Befreiung gegen Festhalten an den Beinen in Kniehöhe → Einsatz von Genickzug und Ellbogen

  Sifu setzt einen Ellbogenschlag ein, um den Gegner auszuschalten
 
 

  

 
  Sifu Dragos stabisiert sich, indem sich am Genick des Gegners festhält
 
 

Abb. 2+3: Sofort greift Sifu zum Hals des Angreifers und zieht sich an ihn heran. Sifu führt die Wing Tsun Ellbogentechnik "Pie-Jarn" ("Hackender Ellbogen") aus, welche die Begegnung beendet.

 
 

Tipp

 
  Sifus Gegner hält dessen Bein in Höhe der Kniekehle
 
 

Abb. 1: Der Gegner greift Sifu Dragos in Höhe des Kniegelenks und am Beinende.

 
 

Falls der Gegner Sie während des Beingreifens mit seinen Armen von sich wegdrückt, können Sie sich auch an dessen Arm festhalten. Aufgrund der veränderten Reichweite können Sie statt des Ellbogens dann einen Faustschlag zum Kopf des Angreifers anbringen.

 

Ü50: Verteidig. geg. Umklammerung 1

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Wing Tsun Lektion 10: Verteidigung gegen Umklammerungen

Übung 50: Verteidigung gegen Umklammerung von hinten 
→ Ablenken durch Schmerz und Öffnung mittels Gam-Sao

 

 

Ausgangslage
Abb. 1: Der Gegner umklammert Sifu Dragos von hinten über dessen Arme.

 
  

  Der Gegner umklammert Sifu Dragos von hinten

 

 

Lösungsansätze

Schritt 1: Ablenken durch Schmerz

Um den Gegner zur Lockerung der Umklammerung zu bewegen und ihn kurzzeitig abzulenken, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  Sifu leitet den Stampftritt ein  
 
  Durch den Schmerz bedingt kann Sifu die Aufmerksamkeit des Gegners ablenken
 
  Durch einen Schlag zum Unterleib lenkt Sifu den Gegner für einen Moment ab
 
 

Abb. 2/b1: Sifu bewegt seine Hüfte zur Seite und gibt einen Hammerschlag zum Unterleib des Gegners.

 

 

 

 

Abb. 2/a1 und 2/a2: Sifu führt einen Gam-Gerk-Stampftritt zum Sprunggelenk des Angreifers aus.

 

 

Fortsetzung

Schritt 2: Öffnen der Umklammerung und Ausrichtung zum Gegner

   
  Sifu Dragos senkt seinen Schwerpunkt ab und führt ruckartig beide Arme nach vorn. Dadurch entsteht Spielraum für den nächsten Schritt. Die Bewegung ist zugleich Ausholbewegung für den nachfolgenden Rückwärtsellbogen.  
   

 

Sifu kontrolliert mit seiner rechten Hand die noch bestehende Umklammerung, während sein linker Arm den Rückwärtsellbogen einleitet.

 
 
  Auch eine Kopfstoß kann eine Wirksame Waffe oder Ablenkmölgichkeit darstellen
 
 

Abb. 2/c1: Sifu spürt den Kopf des Angreifer dicht hinter ihm: eine ideale Voraussetzung für einen Kopfstoß nach hinten.

 

 

 

 
 
  Der Gegner wird empfindlich getroffen
 

Abb. 3a-3c: Sifu führt eine doppelte Gam-Sao-Bewegung aus, um die Umklammerung zu öffnen. Da der Gegner die Umklammerung beibehält und Sifus Arme an seinen eigenen Körper gedrückt werden, wird er bei der Ausführung seines Rückwärtsellbogens unterstützt. Sifu geht dabei ein wenig in die Knie, um Gegner in der Blasengegend zu treffen.

  Sifu nutzt die nun entstandene Irritation und gelockerte Umklammerung, um sich zum Gegner auszurichten   Sifu kann nun den Gegner in frontaler Ausrichtung auschalten  
 
 

Abb. 4+5: Anschließend führt Sifu eine 180°-Wendung aus und schlägt Kettenfauststöße zum Kopf des Angreifers.

 
 

Tipp

 
 
 

Verwenden Sie nur eine der unter den Abbildungen 2/a1 - 2/c1 vorgeschlagenen Ablenkungen, da Sie sonst für den Ablauf der einzelnen Schritte zu lange nachdenken müssen. Auf welche Weise Sie dem Gegner ablenkenen Schmerz zufügen, ist im Prinzip nicht wichtig. Es kommt auf das richtige Timing und den Überaschungseffekt an. Im Wing Tsun lernen Sie die Fähigkeiten zu entwickeln.

 
 
 

  

 

Ü51: Verteidig. geg. Umklammerung 2

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Wing Tsun Lektion 10: Verteidigung gegen Umklammerungen

Übung 51: Verteidigung gegen Umklammerung von hinten mit Ausheben
→ Stabilisierung mittels Einhaken und Fersenschlag zum Unterleib

 

 

Abb. 2: Sifu merkt, dass er angehoben wird. Sofort benutzt er die Huen-Gerk-Technik ("Zirkelfuss-Bewegung"), um sich an einem Bein des Gegners festzuklammern. Dadurch wird dem Angreifer das Ausheben erschwert und Sifus Haltung stabilisiert.

 

Abb. 1: Der Angreifer umklammert Sifu Dragos von hinten, um ihn auszuheben und anschließend zu Boden zu werfen.

 
 
  Der Gegner will Sifu ausheben, um ihn zu Boden zu werfen - Sifu hakt sich mit einem Bein ein, um sich zu stabilisieren.
 
  Sifu Dragos wird von seinem Gegner umklammert
  Sifu schwingt mit seinem linken Bein hoch, um einen Fersenschlag einzuleiten  
 
 

 

Abb. 3+4: Sifu schwingt sein linkes Bein hoch und lässt einen Gan-Gerk zum Unterleib des Gegners folgen.

 

 

 

 

 

 

Sifu tritt mit seiner Ferse den Unterleib des Angreifers

 

Tipp

 

Für den Fall, dass der Gegner Sie bereits hochgehoben hat, bestehen nur sehr wenige Handlungsmöglichkeiten. Das liegt daran, dass unsere Körperwaffen hauptsächlich nach vorn ausgerichtet sind. Sollte es dem Gegner gelingen, Sie zu Boden zu schleudern, ohne daß Sie ihm durch den Angriff zum Unterleib zuvorkommen konnten, bleibt Ihnen noch die Möglichkeit, sich an dessen Armen festzuhalten, um die Wirkung zu mildern und ihn “mitzureißen”. Höchst wahrscheinlich wird sich hieraus eine Bodenkampfsituation ergeben. Traditionsbedingt ist der Bodenkampf zwar nicht die Domäne des Wing Tsun, jedoch lassen sich die WT-Prinzipien auch auf diesen Bereich übertragen und anwenden. Im 3. Teil des Gratiskurses ("Basisübungen für den Bodenkampf", Übungen 72 - 112) erfahren Sie hierüber mehr.

   

 

Ü52: Verteidig. geg. Umklammerung 3

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Wing Tsun Lektion 10: Verteidigung gegen Umklammerungen

Übung 52: Verteidigung gegen Umklammerung von vorn → Einsatz von Daumen- oder Kniestoß zum Unterleib

 

Der Gegner umklammert Sifu Dragos Bei noch nicht vollendeter Umklammerung ist ein direktes Vorgehen (hier Daumenstoß) die Beste Lösung

Abb. 1: Dem Angreifer ist es gelungen Sifu Dragos von vorn über die Arme zu umklammern und möchte ihn durch Vorgehen zu Fall bringen.

 

 

Abb. 1b: Bei Umklammerungen vorn öffnet der Gegner seine Arme. Dadurch bietet sich direktes Vorgehen zum Kopf an, z.B. mittels Daumenstoß.

 

   
Sifu drückt sich mit den Armen vom Gegner nach hinten weg und holt hierbei mit einem Bein zum nächsten Zug aus Der Gegner wird durch einen Kniestoß getroffen

Abb. 2: Sifu neutralisiert die Wucht des anstürmenden Gegners durch Rückwärtsschritte und stoppt den Angreifer schließlich durch einen stabilisierenden Stützschritt. Diese Bewegung ist zugleich Ausholbewegung ..

Abb. 3: ..für den nun folgenden Kniestoß zum Unterleib des Angreifers.

 

Tipp                                       
Bei Umklammerungen bietet sich aufgrund der sich öffnenden Armhaltung des Gegners generelles Vorgehen durch Kettenfauststöße, Daumenstöße, Aufwärts-Ellbogen usw. an. Gelingt dem Angreifer die Umklammerung und werden Sie dabei an eine Wand gedrückt, versuchen Sie durch Kopfstösse auf das Nasenbein oder mittels Beißen den Gegner zum Lösen des Griffs zu zwingen. Im Wing Tsun gibt es keine festen Regeln, nur Prinzipien für das Handeln. Bleiben Sie flexibel und verwenden Sie, was im jeweiligen Augenblick funktioniert.

 

Ü53: Verteidig. geg. Umklammerung 4

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Wing Tsun Lektion 10: Verteidigung gegen Umklammerungen

Übung 53: Verteidigung gegen Umklammerung von vorn mit Ausheben 
→ Hochschwingen eines Beines mit anschließendem Kniestoß

Ausgangslage

  Der Kniestß trifft..  
 
 

Abb. 3:
..und kommt dem Angreifer duch einen Kniestoß zuvor.

 
 

Tipp

 
 
  Sifu holt mit einem Bein Schwung  
 
 

Abb. 2: Nun hebt der Angreifer ihn hoch, um ihn anschließend zu Boden zu schleudern. In diesem Augenblick schwingt Sifu sein Bein hoch..

  Der Gegner umklammert Sifu Dragos von vorn
 
 

Abb. 1: Der Angreifer umklammert Sifu Dragos von vorn über die Arme.

 
 

Versuchen Sie sich zusätzlich mit den Händen am Gegner festzuklammern. Für den Fall, daß es ihm gelingt, Sie zu Boden zu schleudern, reißen Sie ihn dadurch mit.

Ü54: Verteidig. geg. Würgen v. hinten 1

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Wing Tsun Lektion 11: Verteidigung gegen Würgen

Übung 54: Verteidigung gegen Würgen mit den Unterarmen von hinten 
→ Rückwärtsellbogen und Krallengriff

 

Verena führt einen Rückwärts-Ellbogenstoß aus  Sie greift den Kopf des Angreifes an den Haaren und führt einen Krallengriff zu den Augen aus

Abb. 1: Verena wird von ihrem Angreifer von hinten mit den Unterarmen gewürgt. Sofort führt sie einen Rückwärtsellbogen in dessen Magengrube aus. Gleichzeitig zieht sie dessen Unterarm nach unten, um den Würgegriff zu mildern.

Abb. 2: Statt auf eine Kräftemessen, setzt die Verteidigerin auf die Wing Tsun Strategie des Zielens auf Schwachstellen. Der Rückwärtsellbogen brachte den Kopf des Angreifers nach vorn, so daß Verena mit ihrerem linken Arm zu den Haaren des Angreifers greifen kann. Sie zieht den Kopf des Peinigers nach unten und führt einen Krallengriff zu den dessen Augen aus.

Rückwärts-Stoß-Vorübung

Abb. a: Vorübung zum Rückwärts-Ellbogen: der Rückwärts-Ellbogen hat mehr Wirkung und Reichweite, wenn er durch eine Drehung verstärkt wird (Abb. a).

 

 

 

Ü55: Verteidig. geg. Würgen v. hinten 2

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Wing Tsun Lektion 11: Verteidigung gegen Würgen

Übung 55: Verteidigung gegen Würgen mit den Unterarmen von hinten 
→ Einsatz von Zirkelschritt und Kniehebel

Ausgangslage

  Sifu Dragos wird von seinem Gegner von hinten gewürgt
 
 

Abb. 1: Der Angreifer würgt Sifu Dragos von hinten mit seinem Unterarm.
 

 
 
  Sifu dreht seinen Körper und taucht leicht ab  
 
 

Abb. 3: Sifu ändert daraufhin sofort seine Strategie und führt einen Wing Tsun-Zirkelschritt aus, um mit seinem linken Bein hinter den Gegner zu gelangen.
 

 
 
  Der Gegner verliert sein Gleichgewicht  und sinkt zu Boden
 
 

Abb. 5: Der Angreifer gibt dem Druck aufgrund des Schmerzes nach und sinkt zu Boden. Sifu greift sogleich den Hals des Gegners, um dessen Arm zu immobilisieren

 
 
  Der Gegner wird durch den Kniestoß getroffen  
 
 

   

 
  Sifu greift das Handgelenk des Gegners, um dessen Griff zu lockern
 
 

Abb. 2: Sifu versucht zunächst zum Kopf des Angreifers zu gelangen, doch der Weg ist durch dessen Oberarm versperrt.
 

 
 
  Sifu setzt einen Kniehebel an und zieht den Gegner zugleich nach hinten
 
 

Abb. 4: Sifu positioniert seinen linken Fuß an die Innenseite des gegnerischen rechten Beines, verlagert sein Gewicht auf das vordere Bein und führt dadurch einen Schienbein- bzw. Sprunggelenkhebel aus. Gleichzeitig zieht er den Gegner mit seiner linken Hand an der Schulter zurück.

 
 
  Sifu holt zum Kniestoß aus, während er den Gegner weiterhin kontrolliert
 
 

Abb. 6+7: Sifu führt sein Bein zurück und gibt einen Kniestoß zu den Rippen des Angreifers.
 

Wing Tsun Holzpuppe Modell

Ü56: Gegen seitliches Würgen 1

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Wing Tsun Lektion 11: Verteidigung gegen Würgen

Übung 56: Verteidigung gegen Würgen von der Seite → Nasenhebel - einarmig geführte Faustschläge

Ausgangslage

  Der Gegner umklammert Sifu Dragos von der Seite (Schwitzkasten)
 
 

Abb. 1: Der Angreifer führt einen seitlichen Würgegriff zu Sifus Hals aus.

 

 

 

 

 

 

  Sifu führt Nonstop Kettenfauststöße ab, so daß der Gegner von ihm ablässt.  
 
 

Tipp

 
  Sifu drückt die Nase  seines Gegners zurück. Schmerzbedingt verändert dieser seine Haltung.
 
 

Abb. 2: Aus dieser Postion ist es für Sifu sehr einfach mit seiner freien linken Hand hinter den Kopf des Angreifers zu gelangen. Er setzt einen Nasenhebel mit seinem Daumen an. Die oberen Finger seiner linken Hand liegen dabei auf der Stirn des Angreifers um die Bewegung zu stabilisieren. Der Angreifer wird dabei an der Nasenspitze nach hinten und zugleich nach unten gedrückt.

 

 

 

 


Abb. 3:
Während Sifu den Nasenhebel ausführt, gibt er mit seinem rechten Arm nonstop Faustschläge zum Kopf des Angreifers.

 
 

Anstelle des Nasenhebels bietet sich auch das Ziehen an den Haaren oder das Fassen in die Augenhölen an. Generell gilt im Wing Tsun, dass wir uns auf empfindliche Körperpartien und Schwachstellen konzentrieren.

 

  

Ü57: Gegen seitliches Würgen 2

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Wing Tsun Lektion 11: Verteidigung gegen Würgen

Übung 57: Verteidigung gegen Würgen von der Seite → Schlag zum Unterleib oder Handflächenstöße

Ausgangslage

Der Gegner führt einen Würgegriff von der Seite aus Sifu Dragos wird vom Gegner mittels Schwitzkasten nach vorn herabgezogen. Er geht mit der Bewegung mit und führt einen Hammerschlag zum Unterleib des Angreifers aus.

Abb. 1+2: In dieser Wing Tsun Übung führt der Angreifer einen Würgegriff von der Seite aus und zieht Sifu Dragos dabei nach vorn unten. Der Verteidiger führt einen Schlag zum Unterleib des Angreifers aus.

Alternativ bietet sich die Möglichkeit des Einsatzes von Handflächenstößen Handläche zur Schläfe

Abb. 3+4: Alternativ bietet sich die Möglichkeit, in schneller Folge ausgeführte Handflächenstöße zum Hinterkopf und den Ohren des Angreifers auszuführen.

 

Tipp                                       
Anstelle des Hammerschlages zum Unterleib könnte bei entsprechend lockerer Kleidung auch ein quetschender Griff zu den Genitalien erfolgen. Handlächenstöße zum Hinterkopf des Angreifers sind aufgrund ihres Erschütterungscharackters und der Möglichkeit, dieses schnell in Folge auszuführen, sehr wirksam. Schläge auf die Ohren verursachen Schmerzen durch Druck auf das Trommelfell. In beiden Fällen verliert der Angreifer die Orientierung.

  

 

 

 

Ü58: Gegen seitliches Würgen 3

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Wing Tsun Lektion 11: Verteidigung gegen Würgen

Übung 58: Verteidigung gegen Würgen von der Seite → Hebeln des Sprunggelenks - Kniestoß

Ausgangslage

Sifu Dragos wird in den Schwitzkasten genommen Sifu bringt den Gegner mittels Zug an der Schulter und Kniehebel aus dem Gleichgewicht Sifu fixiert  den herabsinkenden Gegner, indem er ihn an sich heranzieht

Abb. 1: Der Angreifer führt einen Würgegriff von der Seite zu Sifus Hals aus.

Abb. 2: Sifu führt mit seinem Schienbein einen Wing Tsun Schienbein-Hebel in Höhe der Waden des Angreifers aus. Dabei zieht er mit einer Hand die linke Schulter des Gegners zurück.

Abb. 3: Durch den Sprunggelenkhebel sinkt der Gegner zu Boden.

Der bewegungsunfähige Gegner empfängt einen Kniestoß Sifu lässt weitere Finalschläge folgen  

Abb. 4: Sifu greift mit beiden Händen den Hals des Angreifers und zieht diesen an sich heran. Es folgt ein Kniestoss.

Abb. 4a: Alternativ zum Kniestoß kann auch ein Ellbogen oder Aufwärts-Haken erfolgen. Dazu legt Sifu den Arm und Hals des Angreifers in sein linke Armbeuge.

 

 

 

 

Ü59: Gegen Würgem von vorn 1

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Wing Tsun Lektion 11: Verteidigung gegen Würgen

Übung 59: Verteidigung gegen Würgen mit den Händen von vorn 
→ Körperdrehung mit Zug am Arm → Daumenstoß

Ausgangslage

  Der Gegner würgt Sifu Dragos von vorn. Dabei drückt er mit den Daumen auf Sifus Kehlkopf.
 
 

Abb. 1: Der Angreifer würgt Sifu Dragos von vorn. Dabei üben die Daumen des Angreifers einen direkten Druck auf Sifus Kehlkopf aus. Sofort spannt Sifu seine Halsmuskulatur an, um dem Peiniger das Eindrücken seiner Daumen zu erschweren.

 

 

 

Info

 
 
  Sifu dreht sich zur Seite, um den Daumendruck des Gegners zu entgehen. Dabei bringt er den Gegner mittels Zug am Handgelnk aus dem Gleichgewicht und führt einen Daumenstoß aus.
 
 

Abb. 2: Sifu wendet nach links, wodurch die linke Hand des Angreifer ihren Griff verliert. Gleichzeitig zieht er den rechten Arm des Gegners vom Hals weg und führt mit seinem rechten Arm einen Wing Tsun Daumenstoß zum Gesicht des Angreifers aus.

 

Diese Lösung ist auch dann geeignet, wenn man von einer Person gewürgt wird, die wesentlich längere Arme hat als man selbst. Durch die Drehung vergrößert sich die Reichweite unseres vorgehenden Armes.

Ü60: Gegem Würgem von vorn 2

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Wing Tsun Lektion 11: Verteidigung gegen Würgen

Übung 60: Verteidigung gegen Würgen mit den Händen von hinten → hebende Man-Sao - Genickzug - Ellbogen

Ausgangslage

 
  Sifu Dragos wird von hinten gewürgt
 
 

Abb. 1: Der Gegner würgt Sifu von hinten mit
den Händen.

 
  Durch das Entsthende Moment wird der Griff des Gegners gelöst
 
  Sifu hebt seinen Arm an. Dabei hält er diesen dicht am Kopf  und leitet eine Drehbewegung seines Rumpfes ein.  
 
 

Abb. 2+3: Sifu hebt seinen Arm bis zur senk- rechten Position an (Man-Sao) und dreht sich dabei zum Angreifer  um. Dadurch entsteht ein Hebel, der den Würgegriff des Angreifes löst. Gleichzeitig sichert Sifus rechte Wu-Sao-Hand sein Gesicht vor möglichen Angriffen während des Umdrehens.

  Vorübung Man-Sao  
 
 

Abb. 2a: Man-Sao (“Fragende Hand”) wird hauptsächlich eingesetzt, um Angriffsbewegungen von oben wie durch ein Dach am Körper abprallen zu lassen. Das Weiterführen des Armes nach hinten (Abb. 2) und der vertikal von oben nach unten ausgeführte Kap-Jarn-Ellbogen mit Oberarmkontrolle (Abb. 4-6) stammt aus der BiuTze-Form des Wing Tsun Systems.

 
  Sifu greift hinter sich zum Genick des Angreifes, dabei kontrolliert er auch den Ellbogen des Gegners.
 
  Durch die neu geschaffene Situation kann Sifu Draogs zum Gegner aufrücken - Einleitung zum Ellbogenstoß.
 

Abb. 4: Sifu verwandelt den Man-Sao-Arm  in einen Genickzug und kontrolliert gleichzeitig den Arm des Gegners an dessen Ellbogen.

 

Abb. 5+6: Der kontrollierte Ellbogen des
Gegners dient dem folgenden Kap-Jarn-Ellbogen als Drehpunkt, dh. der Ellbogen trifft ins Ziel, während die Hand den Oberarm kontrolliert.

 
  Sifu setzt zum Ellbogenstoß von oben an (
 

Tipp

 

Die dargelegte Lösung lässt sich auch gegen Kragenpacken von hinten anwenden.

 

  

 

Ü61: Basisübung "Fallknie"

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Wing Tsun Lektion 12: Verteidigung gegen Unterlaufen

Übung 61: Basisübung "Fallknie"

Einfaches Fallknie Doppeltes Fallknie
Die Halbkniende Haltung erlaubt dynamische Änderungen in Position und Richtung während der Kontolle eines Gegners. Der Kniestoß selbst ist eine gefährliche Waffe. Beim Üben dieser Technik lassen wir unser Körpergewicht auf das Polster fallen und führen zunächst zeitgleich einen Fauststoß aus; es folgen weitere Kettenfauststöße

Abb. 1 und Abb. a (einfaches Fallknie): Die Fallknie-Technik ist eine der wirksamsten und gefährlichsten Waffen für den Einsatz in halbstehender Position. Bei der Ausführung sollte die Hüfte stets über dem Knie ruhen, um dem Kniestoß durch Gewichtskraft mehr Wirkung zu verleihen. Der gleichzeitig ausgeführte Fauststoß gibt uns dabei zusätzliche Stabilität. Das Fallknie dient oftmals auch zur Fixierung des Gegners am Boden. Aus dieser Position können weitere Faust- oder Ellbogentechniken ausgeführt werden.

Das Doppelte Fallknie findet vor allem Einsatz, wenn es draum geht bei der Kontrolle Beine und Arme des Gegners gleichzeitig zu kontrollieren. Dies trifft insbesondere zu, wenn es nicht gelingt, diesen in eine seitliche Lage zu bringen. Übung des doppelten Fallnies. Manche Anwendungen erfordern eine enge Kniehaltung anstelle einer breiten.

Abb. 2 und Abb. b (doppeltes Fallknie): Das doppelte Fallknie wird ofttmals eingesetzt, um über dem Gegner stehend, die Arme eines Angreifers zu kontrollieren. Auch kann es, wenn es weit knieend eingesetzt wird, die Hüfte des Gegners blockieren und somit einem Tritt vorbeugend entgegenwirken.

 

 

Tipp

 

Achten Sie beim Üben mit einem Partner darauf, dass Sie Ihre Gewichtskraft nur sehr dosiert und kontrolliert einsetzen. Lassen Sie sich niemals einfach auf Ihren Partner fallen! Die zerstörerische Wirkung dieses Kniestoßes wird oftmals unterschätzt und kann leicht zu Rippenbrüchen führen. Die zerstörerische Wirkung dieser Wing Tsun Technik wird oft unterschätzt.

   

 

Wing Tsun Holzpuppe Modell

Ü62: Verteidigung gegen Unterlaufen 1

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Wing Tsun Lektion 12: Verteidigung gegen Unterlaufen

Übung 62: Verteidigung gegen Unterlaufen → Rückwärtsgehen - Gegner am Kopf herabdrücken - Fallknie-Kontrolle

Ausgangslage

 Sifu wird von seinem Gegner überraschend unterlaufen ..der Gegner greift nach Sifus Beinen Der Gegner kann den Schulterhebel beinahe ansetzen..

Abb. 1: Nachdem Sifu Dragos dem sich nähernden Angreifer mittels Vorgehen durch Hand und Fuß entgegengekommen ist, gelingt es dem Angreifer ihn zu unterlaufen.

Abb. 2: Der Angreifer umgreift Sifus Beine, um ihn mittels Ausheben und Schulterstoß zu Boden zu bringen.

Abb. 3: Daraufhin ändert Sifu seine Vorwärtsstrategie in eine Rückwärtsstrategie: er drückt den Kopf und Rumpf des Angreifers mittels Gam-Sao nach unten und mach einen Schritt zurück.

 Sifu reagiert, indem er den Kopf des Gegners herabdrückt und zurückgeht. Der Gegner fällt zu Boden - Sifu Dragos kontrolliert ihn mittels Fallknie und führt abschließende Schläge aus.  Wir finden die Gam-Sao-Bewegung im 4. Satz der Siu Nim Tao-Form

Abb. 4: Durch das Herabdrücken seines Kopfes kommt der Gegner zu Fall.

Abb. 5: Sifu führt ein Fallknie mit gleichzeitigem Fauststoß zum Kopf des Gegners aus.

Abb. 3a: Gam-Sao (“Herabdrückende Hand”) ist eine Bewegung aus der Siu Nim Tao-Form - hier werden elementare Grundtechniken vermittelt. Siehe hierzu auch DWT 3.0 : Formtraining - Siu Nim Tao-, Chum Kiu-, Biu Tze-und Holzpuppenform.

 

 

Info

 

Die Gam-Sao-Bewegung muß hier “ziehend” ausgeführt werden und sich auf keinen Fall gegen die anstürmende Wucht des Gegners richten. Auf diese Weise fügen wir der gegnerischen Kraft unsere Kraft hinzu, welches ein Grundsatz des taoistischen Wing Tsun Ansatzes ist.

   

 

Ü63: Verteidigung gegen Unterlaufen 2

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Wing Tsun Lektion 12: Verteidigung gegen Unterlaufen

Übung 63: Verteidigung gegen Unterlaufen:
→ Rückwärtsgehen - Gegner am Kopf herabdrücken - Drehung des Kopfes - Fallknie-Kontrolle

 

Der Gegner unterläuft Sifu, um dessen Beine zu greifen Sifu lässt sein Körpergewicht fallen, drückt den Gegner am Kopf herunter und führt zugleich einen Ellbogen aus. Sifu greift den Kopf des Gegners.

Abb. 1: Der Angreifer greift Sifus Beine, umihn mittels Ausheben und Schulterstoss zu Boden zu bringen.

Abb. 2: Sifu macht einen Schritt zurück, drückt den Kopf des Angreifers mit Hilfe der Wing Tsun "Gam-Sao" Technik herab und führt einen mit Gewichtskraft verstärkten vertikalen Ellbogen zum Rücken des Angreifers aus.

Abb. 3+4: Der Angreifer konnte gestoppt werden. Sifu greift den Gegner am Kopf und macht einen weiteren Schritt zurück. Dabei dreht er den Kopf des Kontrahenten, so dass dieser zu Boden fällt.

Der Gegner fällt nun rücklings zu Boden. Sifu lässt ein Fallknie mit gleichzeitigem Schlag folgen.

 

 

 

 

 

Abb. 5:Sogleich führt Sifu ein Fallknie zur Brust des Angreifers aus und trifft ihn zugleich mit einem Fauststoss am Kopf..

 

Tipp
 

Warten Sie mit dem Ausführen des Fallknies nicht, bis der Gegner vollends am Boden liegt, sondern führen Sie es bereits dann aus, wenn er gerade fällt. Dadurch bleibt ihm nach dem Fallen keine Möglichkeit, seine Orientierung zu gewinnen. Anstelle des Fallknies hätte auch ein Tritt folgen können. Dennoch sollte auch hier die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewählt werden.

Ü64: Verteidigung gegen Unterlaufen 3

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Wing Tsun Lektion 12: Verteidigung gegen Unterlaufen

Übung 64: Verteidigung gegen Unterlaufen bei geringem Platzangebot
→ zu Fall bringen durch kreuzenden Tritt

 Ausgangslage

Bild 1 - der Angreifer unterläuft Sifu Bild 2 - aufgrund des geringen Platzangebots führt Sifu einen kreuzenden Tritt zum vorderen Bein des Gegner aus

Abb. 1: Der Angreifer versucht Sifu zu unterlaufen und ihn dann zu Fall zu bringen.

Abb. 2: Sofort führt Sifu einen kreuzenden Stampftritt zum Knie des Angreifers aus.

Der Gegner verliert sein Gleichgewicht. Sifu reißt den Angreifer zusätzlich an sich heran und führt einen Schlag zum Kopf des Angreifers aus.

Abb. 3: Durch den gleichzeitig ausgeführten Stampftritt und Genickzug wird der Angreifer gedreht und geht zu Boden.

Abb. 4: Während Sifus Tritt das Bein des Angreifers fixiert, trifft sein Uppercut ins Ziel.

Info
Der kreuzende Stampftritt ist eine Bewegung aus der Holzpuppenform des Wing Tsun. Er eignet sich für das Treten aus nächster Nähe. Die Rückseite des Kniegelenks, bzw. die Kniekehle zählt zu den Schwachstellen des Körpers. Hier können wir durch das Prinzip "Druck und Zug auf zwei Ebenen" sehr einfach das Gleichgewicht eines Kontrahenten brechen.

 

Ü65: Verteidigung gegen Fegen 1

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Wing Tsun Lektion 13: Verteidigung gegen Werfen und Fegen

Übung 65: Verteidigung gegen frontales Fegen von außen
→ Konter durch Tan-Gerk-Kniestoß

Ausgangslage

  Der Angreifer packt Sifu an der Kleidung und zieht sich heran
 
 

Abb. 1: Der Angreifer zieht Sifu Dragos an sich heran und setzt zum Feger an.

 

 

 

 

  Sifu gleitet mit seinem Bein nach oben und führt die Tan-Gerk-Kniestoßtechnik aus, wodurch er sein Gleichgewicht stabiliseirt und der Gegner getroffen wird.

 

 

 

Tipp

 
 
  Nun versucht er Sifu Dragos aus dem Gleichgewicht zu bringen, indem er eine frontale Fegetechnik ausführt.  
 
 

Abb. 2: Da Sifus vorderes Bein unbelastet ist, kann er den Fegeangriff ungestört passieren, bzw. vorbeiziehen lassen.

 

 

 

 

Abb. 3: Der Fegeangriff des Angreifers hebt Sifus Bein an und unterstützt ihn bei der Ausführung eines diagonal nach außen gerichteten Kniestoßes (Tan-Gerk-Knie).

 

 

 

Der Tan-Gerk-Kniestoß sollte auf dem Oberschenkel des Angreifers gleiten. Im Augenblick der Ausführung sollten Sie den Gegner an sich heranziehen und die Hüfte nach vorn schieben, um eine größere Reichweite zu erzielen.

 

Ü66: Verteidigung gegen diagonalen Wurf 1

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Wing Tsun Lektion 13: Verteidigung gegen Werfen und Fegen

Übung 66: Verteidigung gegen Fegen → Gegenwurf durch 180°-Wendung

Ausgangslage

Der Gegner setzt zum diagonalen Feger an Sifu führt die 180°-Wendung aus Der Gegner verliert sein Gleichgewicht

Abb. 1: Der Angreifer setzt zur Aussensichel an. Dabei übt er Druck auf Sifus Dragos Schulter aus.

Abb. 2: Sifu verlagert sein Gewicht auf sein rechtes Bein und gibt dem Druck durch eine Wendung nach. Seine Wendung führt er exakt in dem Augenblick aus, als die Sicheltechnik des Gegners sein Bein  berührt.

Abb. 3: Sifus scharfe Wendung lässt den Angreifer sein Gleichgewicht verlieren. Damit Sifu den Kontrahenten für folgende Aktionen nicht verliert, greift er ihn beim Fallen mit zwei Händen am Genick.

Sifu führt einen Genickhebel aus, um den Angreifer zu kontrollieren.

 

 

Abb. 4: Im Augenblick des Hinfallens führt Sifu einen Kniestoß an.

 

 

Info
Diese Wing Tsun Lösung eignet sich auch dann, wenn wir während des gegnerischen Angriffs unser Körpergewicht auf dem vorderen Bein haben. Wichtig ist das exakte Timing des Eindrehens im Augenblick des Kontaktes mit dem Bein des Angreifers. Da der Gegner zudem Druck auf unseren Schulterbereich ausübt, werden wir beim Wenden von ihm unterstützt.

 

 Übung 66 - gegen diagonales Fegen von aussen: Gegenwurf durch Wendung

 

Ü67: Verteidigung gegen diagonalen Wurf 2

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Wing Tsun Lektion 13: Verteidigung gegen Werfen und Fegen

Übung 67: Verteidigung gegen Fegen → Gegenwurf durch 180°-Wendung

Ausgangslage

Der Gegener setzt zum diagonalen Fegewurf an Sifu lässt das Bein des Gegners ins Leere passieren; dies ist möglich, da sein Bein kein Gewicht trägt.

Abb. 1: Der Angreifer setzt zur Aussensichel an.

Abb. 2: Sifu Dragos lässt das Bein des Angreifers vorbeiziehen.

Das Bein des Gegners geht ins Leere, es entsteht eine Lücke. Sifu nutzt die neue Situation, indem er einen Tritt zum Standbein des Gegners folgen lässt.

Abb. 3+4: Nachdem der Angriff des Gegners durch Sifus unbelastetes Bein ins Leere ging, lässt er nun sein Bein zurückschwingen und führt einen Tritt zum Standbein des Angreifers aus.

 Übung 67 - gegen diagonales Fegen von aussen: Hyen-Gerk + Tritt zum Standbein

   
       
 

Tipp

 
 
 

Achten Sie bei dieser Wing Tsun Übung darauf,  dass Sie sich nicht gegen die Kraft des Angriffes sperren. Lassen Sie ihn geschehen und halten Sie das vordere Bein entspannt. Manchmal ist es nicht möglich das vordere Bein Gewichtsfrei zu halten. Für diesen Fall führen Sie die unter Übung 66: Verteidigung gegen diagonalen Wurf - Gegenwurf durch 180°-Wendung beschriebene Wendung aus.

 

Ü68: Verteidigung gegen Fegen 2

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Wing Tsun Lektion 13: Verteidigung gegen Werfen und Fegen

Übung 68: Verteidigung gegen diagonales Fegen von innen → Bong-Gerk-Kniestoß

 Ausgangslage

Der Angreife greift Sifu an der Kleidung  und zieht sich heran. Nun setzt er von innen eine Fegetechnik ein. Sifu geht mit der Bewegung des Gegners mit und gleitet mit einem Kniestoß zum Gegner

Abb. 1: Der Angreifer setzt zu einer Fegetechnik an der Innenseite von Sifus vorderem Bein an.

Abb. 2: Statt gegen die Bewegung Widerstand zu leisten, lässt Sifu den Angreifer gewähren.

Abb. 3: Der Fegeangriff des Gegners “trägt” Sifus Bein, die Wirkung geht jedoch ins Leere.

 

Der Gegner wird getroffen    

Abb. 4: Durch die Aktion des Gegners angehoben, gleitet Sifus Bein entlang des Oberschenkels nach oben. Sifu trifft den Angreifer mit einem Kniestoß

 

 

 

       
 

Tipp

 
 
 

Falls Sie Ihr Gleichgewicht bei dieser Aktion durch das Ziehen des Gegners verlieren sollten, halten Sie sich an ihm fest und führen Sie die Technik dennoch aus. Das Gleiten auf dem Oberschenkel stellt einen Schutz und Kontrolle vor einemmöglichen Kniestoß von Seiten des Gegners dar. Im Wing Tsun ist das Gewähren lassen der gegnerischen Aktion einer der wichtigsten Schlüsselkonzepte.

 

Ü69: Verteidigung gegen Schulterwurf

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Wing Tsun Lektion 13: Verteidigung gegen Werfen und Fegen

Übung 69: Verteidigung gegen Überschulterwurf → Kreuzschritt, Sprunggelenkhebel und Ellbogen

Ausgangslage

Der Gegner setzt zum Überschulterwurf an Bild 2 - Sifu führt einen Hebel zum Sprunggelenk des Angreifers aus, wodurch dieser die Balance verliert. Zugleich trifft Sifus Ellbogen den Hinterkopf. Bild 3 - der Sprunggelenkhebel im Detail

Abb. 1: Der Angreifer zieht Sifu Dragos am Arm und setzt zu einem Schulterwurf an

 

Abb. 2+2a: Sifu führt einen Wing Tsun Kreuzschritt aus, indem er seinen rechten Fuß an der Innenseite des gegnerischen rechten Beines aufsetzt. Daraufhin hebt er seine Ferse an und führt durch Vordrücken seines Knies einen Sprunggelenkhebel aus. Der Sprunggelenkhebel zwingt den Angreifer in die Knie. Gleichzeitig trifft Sifus Pai-Jarn-Sao (horizontaler “Hackender Ellbogen”) den Gegner am Hinterkopf.

Bild 4 - Sifu führt einen Schritt nach hinten aus und zieht den Gegner an sich heran.  Der Gegner kann nun keine seiner Waffen mehr ausspielen und wird getroffen.  

Abb. 3: Sifu macht einen Schritt zurück und zieht den Angreifer dabei an der Stirn nach hinten, wodurch dieser sein Gleichgewicht verliert.

Abb. 4: Der Angreifer gleitet auf Sifus Oberschenkel zu Boden. Sifu hält ihn dabei für einen Augenblick am Kinn zurück und führt einen Abwärtsellbogen zu dessen Gesicht aus.

 

       
 

Tipp

 
 
 

Bei sehr großen Gegnern ist es anstelle des Kreuzschrittes auch möglich, mit einem großen Vorwärtsschritt von hinten in den Schritt des Gegners zu gehen, um damit eine für uns günstige Statik und Stabilität zu erzeugen und einen Wurf zu vereiteln. Dadurch, dass uns der Gegner den Rücken zeigt, trifft unser Ellbogen problemlos den Hinterkopf. Können wir diesen dennoch nicht erreichen, bietet sich alternativ ein Ellbogen-Schlag zu den freien Rippen, wodurch sich der Gegner meist aufrichtet und im Weiteren wiederum am Kopf gegriffen werden kann.

 

 Wing Tsun Holzpuppe Modell

 

Ü70: Verteidigung gegen Körperstoß 1

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Wing Tsun Lektion 14: Verteidigung gegen Körperstöße (Bodycheck)

Übung 70: Verteidigung gegen Körperstöße (Bodycheck) →zu Fall bringen durch Seitwärtstritt

 Ausgangslage

Der Gegner nähert sich mit der Absicht einen Körperstoß auszuführen Sifu erkennt die Absicht des Angreifes und führt einen zuvorkommenden Stopptritt zum Knie des Gegners aus - dieser geht in Folge zu Boden.

Abb. 1: Der Angreifer setzt zu einem Schulterstoß an.

Abb. 2: Sifu führt einen Seitwärtstritt zum Knie des Angreifers aus. Der Angreifer fällt dadurch zu Boden.

       
 

Tipp

 
 
 

Der Erfolg dieses Wing Tsun Ansatzes hängt von der Körperhaltung und der Geschwindigkeit ab, mit welcher der Gegner vordringt. Das Vorschieben der Hüfte verlängert den Stopptritt, so dass wir einen Angreifer frühzeitig erreichen. Reagieren wir spät und sind gezwungen aus großer Nähe zu treten, verwenden wir den in Übung 71: Verteidigung gegen Körperstöße → kreuzenden Stampftritt aus naher Distanz gezeigten Ansatz.

 

 

 

Ü71: Verteidigung gegen Körperstoß 2

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Wing Tsun Lektion 14: Verteidigung gegen Körperstöße (Bodycheck)

Übung 71: Verteidigung gegen Körperstöße (Bodycheck), Variante 2 
→ kreuzender Stampftritt - Fallknie und Schlag

 Ausgangslage

Der Gegner setzt zum Körperstoß an Sifu setzt mit seinem hinteren Bein zum kreuzenden Tritt an. Dabei kontrolliert er zudem die Schulterpartie des Gegners, um diesen an einer Ausrichtung zu hindern.  

Abb. 1: Der Gegner setzt zum Schulterstoß an.

Abb. 2: Sifu Dragos geht dem Angreifer mit seinem hinteren linken Bein entgegen.

 

Der Gegner verliert in Folge sein Gleichgwicht..  ..und fällt rücklings zu Boden Sifu führt die Fallknietechnik und gleichzeitig einen Finalschlag zum Kopf des Angreifers.

Abb. 3+4: Der kreuzende Wing Tsun Stampftritt und das Drehen des Gegners an den Schultern bringt diesen zu Fall.

Abb. 5: Zum Abschluß führt er ein Fallknie mit gleichzeitigem Schlag aus.

       
 

Tipp

 
 
 
Diese Lösung der Bewältigung von Schulterstoßangriffen eignet sich besonders für die Anwendung auf engstem Raum. Beim Üben dieser Wing Tsun Technik ist höchste Vorsicht geboten, da ein Tritt zum Knie aus einer seitlichen Richtung leicht zu Verletzungen der Bänder führen kann!
 

 

 

WT-Classic Grundlagen 3: Bodenkampf
Ü72: Basisübung Vorwärtstritt

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 72: Vorwärtstritte nach vorn und oben

Ausgangslage

       

 

 

Sifu Dragos winkelt sein linkes Bein an, das ander dient dem Schutz, Stabilisierung und zum Manövrieren der Richtung

                                                             

           

Abb. 1: In der Wing Tsun Anti-Bodenkampf-Ausgangslage winkelt Sifu Dragos auf dem Boden liegend ein Bein an (Trittbein). Das andere Bein hält Kontakt zum Boden, um Richtungswechsel vornehmen zu können. Der Kopf ist angehoben, um eine möglichst gute Sicht zu ermöglichen. Die Arme  nehmen eine zentrale Position ein.

                                                                                
           

 
Tritt nach oben Tritt nach vorn

Abb. 2a / 2b: Aus der Grundstellung heraus führt Sifu Dragos nun Tritte nach oben und nach vorn aus. Das am Boden verweilende Bein stabilisiert alle Bewegungen und dient zudem als Schutz für den Unterleib.

   
 

Tipp

 
 
 

Üben Sie diese und die nachfolgend beschriebenen Tritte zusammen mit einem Partner gegen Widerstand (z.B. Schlagpolster), um ein Gefühl für diese besondere Lage zu bekommen. Das Üben an Schlagpolstern in stehenden Haltung kann dies nicht ersetzen.

 
 

  

 

Ü73: Basisübung BongGerk-Tritt

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 73: Bong-Gerk-Tritt

 Ausganslage

Sifu Dragos winkelt sein Bein Mit gewinkeltem Bein dreht sich Sifu in der Bong-Gerk-Position zu einer Seite

Abb. 1-3: Aus der Anti-Bodenkampf Grundhaltung heraus (Abb. 1) schwenkt Sifu Dragos sein Knie zur Wing Tsun-Bong-Gerk-Technik (Abb. 2) und streckt sein Bein zum Tritt (Abb. 3). Durch das Winkeln des am Boden liegenden Beines ist die Endposition stabil.

Im letzten Moment wird aus der schützenden Position ein Tritt, das Knie ist dabei einwärts gedreht

 

QD3 / Lektion 15 - Basistechniken für den Bodenkampf

 

Ü74: Basisübung Tan Gerk-Tritt

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 74: Tan-Gerk-Tritt

Ausgangslage

Ausgangslage: Sifu Dragos winkelt sein linkes Bein
Sifu öffnet seine Kniehaltung uns schwenkt nach links
Im letzen Moment streckt er zum Tritt

Abb. 1-3: Aus der Grundstellung heraus führt Sifu Tan-Gerk zur Seite aus und streck sein Bein zum Tritt.

Ü75: Basisübung Gan-Gerk

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 75: Gan-Gerk-Tritt ("Schneidender Tritt"- bzw. Fersenschlag)

Ausgangslage

Sifu schwingt sein Bein hoch Gan-Gerk

Abb. 1+2: Um den Wing Tsun Gan-Gerk ("Schneidendes Bein") auszuführen, schwingt Sifu Dragos sein Bein nach oben und bewegt es abwärts Richtung Boden. Als Fersenschlag kann die Technik als effektive Waffe eingesetzt werden.

 

Ü76: Basisübung seitliche Schutzhaltung 1 (Tan-Gerk)

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 76: Seitliche Schutzhaltung mit Tan-Gerk

Tan-Gerk mit Arm-Deckungsschutz

Sifu Dragos schützt seinen Unterleib durch das Winkeln eines Beines. Seine Arme decken hierbei den Rumpf und werden isometrisch unter Spannung gehalten.

                          

Abbildung:
Aus der Grundstellung heraus führt Sifu Dragos Tan-Gerk zur Seite aus und schützt dabei mit beiden Händen seinen Kopfbereich. Diese Haltung wird dann benötigt, wenn es dem Gegner gelingt, an unseren Beinen vorbeizukommen und uns z.B. durch einen Tritt zum Rumpf oder Kopf anzugreifen. Um den Augenblick der notwendigen Körperspannung nicht zu verpassen, werden die Arme isometrisch angespannt.

 

 

Ü77: Basisübung seitliche Schutzhaltung 2 (Bong-Gerk)

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 77: Seitliche Schutzhaltung mit Bong-Gerk

Ausgangslage

Sifu Dragos winkelt sein Bein zur schützenden Haltung

Abb. 1+2: Diese Wing Tsun Technik ist das Pendant zur Tan-Gerk-Schutzhaltung: Sifu rollt sich zur Seite, führt einen Bong-Gerk aus und hält dabei zwei Arme schützend vor dem Kopf- und Rumpfbereich. Der Unterleib und Bauch wird durch die Beintechnik geschützt.

Sifu rollt sich zur Seite, während er mittels Bong-Gerk den Unterleib und mit seinen Händen den Oberkörper deckt

 

   

Ü78: Basisübung "Zirkelfuß-Bewegung"

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 78: Zirkelfuß-Bewegung Huen-Gerk


Ausgangslage

Schema der Zirkelfußbewegung Huen-Gerk
Abb. 1 - Schema der Zirkelfuß-Bewegung: Die nachfolgende Zirkelfuß-Bewegung kann mit oder gegen den Uhrzeigersinn ausgeführt werden.  
Huen-Gerk - Bild 1
Huen-Gerk - Bild 2
Huen-Gerk - Bild 3
Huen-Gerk wird zum Tritt
Abb. 2-5: Sifu winkelt sein Trittbein leicht an und führt mit dem Fuß eine Kreisbewegung aus. Danach erfolgt ein Tritt nach vorn.

 

 

 

Ü79: Basisübung "Kettentritte"

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 79: Kettentritte

Ausgangslage

     
 
  Kettentritte - Bild 1  
 
  Kettentritte - Bild 2  
 
  Kettentritte - Bild 3  
 
  Kettentritte - Bild 4  
 
  Kettentritte - Bild 5
 
  Kettentritte - Bild 6  
 
  Kettentritte - Bild 7  
 

 

 

 

 

Abb. 1-7: Aus der Anti-Bodenkampf-Grundhaltung heraus führt Sifu wechselweise Tritte mit dem rechten oder linken Bein aus. Der Vorgang erinnert ein wenig an “Radfahren”.

Info                                       
Kettentritte sind die “Langstreckenwaffe” im Anti-Boden- und Bodenkampf. Sie werden benutzt, um einen sich annähernden oder aus enger Haltung zurückgedrängten Gegner fernzuhalten, bzw. fortsetzend zu attackieren. Bei der Annäherung durch einen Angreifer richten wir uns dabei, vergleichbar einer Kompaßnadel, ständig zum Gegner aus und treten nach dem ersten möglichen Angriffsziel, welches uns erreicht. Sobald es die Situation zulässt, versuchen wir dann so schnell wie möglich wieder aufzustehen, zumal unseren Verteidigungschancen im Stehen weitaus besser sind.

  

 

 

 

 

 

 

 

Ü80: Basisübung "Beinstreckschere"

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 80: Streckschere (Beinschere)

Ausgangslage

Sifu Dragos kreuzt seine Beine Durch Strecken der Beine wird die Schere geschlossen

Abb. 1+2: Sifu Dragos kreuzt seine Fußgelenke und winkelt die Fußenden an. Um während der folgenden Ausführung Belastungen der Kniegelenksbänder zu verringern stellt er beide Knie leicht nach aussen. Nun streckt er beide Beine kräftig durch.

Tipp                                       
Die Streckschere wird häufig eingesetzt, um einen Gegner, der sich zwischen unseren Beinen befindet, bewegungsunfähig zu machen. Aber auch der Druck auf empfindliche Körperpartien (z.B. Hals) kann eine finale Wirkung erzielen.

  

 

 

 

 

 

Ü81: Basisübung "Brücke"

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 81: die Brücke

Ausgangslage

Ausgangslage - Sifu Dragos winkelt seine Beine
Sifu Dragos bringt seine Hüfte nach oben und stützt sich auf seine rechte Schulter
Sifu berührt mit seiner rechten Hand diagonal nach hinten bewegend den Boden

Abb. 1-3: Sifu Dragos winkelt beide Beine an, indem er sie dicht zum Gesäß zieht. Nun spannt er seine rechte Schultermuskulatur an, um dem Schultergelenk beim nachfolgenden Aufstützen Schutz und Stabilität zu geben (Luxationsgefahr). Durch das Anheben der Hüfte und das Aufstützen des Körpers auf die Schulter, wird es ihm nun möglich, mit seiner linken Hand den Boden der Gegenseite zu berühren.

Tipp                                       
Das Hochschnellen der Hüfte kann mit oder ohne die gezeigte Armbewegung erfolgen. Es dient in der Regel dem Abwerfen eines auf uns liegenden oder sitzenden Gegners, oder hilft uns, den Gegner für einen Augenblick anzuheben, um dann weitere Techniken ausführen zu können.

  

 

 

 

 

 

 

 

Ü82: Basisübung "BongGerk-Fixierung"

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 82: Dreiecksstand (Bong-Gerk-Fixierung)

Ausgangslage

Dreiecksstand - Sifu zieht ein Bein an, während das ander gestreckt ist und er sich mit einem Ellbogen aufstützt

Abb. 1+2: Auf dem Bauch liegend stützt Sifu Dragos sich mit seinem linken Unterarm ab. Sein rechtes Bein führt dabei Bong-Gerk aus. Aus dieser stabilen Position heraus gibt er nun einen Ellbogenschlag.

Die Haltung ermöglicht Kontrolle eines Angreifers bei zeitglichem Angriff durch Ellbogen

 Übung 82: Dreiecks-Stand “Bong-Gerk-Fixierung”

Tipp                                       
Die Wing Tsun Technik "Bong-Gerk" eignet sich auch zur Fixierung in Bodenlage. Nach dem Prinzip, wonach jeder Gegenstand auf drei Beinen steht und dabei die Größe der Grundfläche den Grad der Stabilität bestimmt, versuchen wir auch hier diese Grundfläche möglichst groß zu halten, dh. die Gliedermaßen entsprechend weit auszubreiten und unseren Rumpf flach am Boden zu halten.

  

 

 

 

 

 

Ü83: Basisübung "Stützstand"

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 83: Stützstand

Ausgangslage

Ausgangslage - angezogene Knie

Abb. 1: Sifu Dragos zieht die Beine an und nimmt eine “kniende” Position ein. Dabei stützt er sich mit den Unterarmen und mit den Spitzen des Vorfußes ab. Die Knie “schweben” knapp über dem Boden, berühren diesen also nicht.

Sifu Dragos spreizt die Beine  und hält sich auf den Ellbogen gestützt in Schwebe

Abb. 2: Nun streckt Sifu seine Beine, wobei sein gesamter Körper knapp über dem Boden “schwebt” und er sich weiterhin auf den Unterarmen und Spitzen des Vorfusses aufstützt.

Tipp                                       
Der Stützstand gibt uns aufgrund der großen Stützfläche Stabilität bei kontrollierenden Manövern. Im oben aufgeführten Beispiel wird er im Wechsel mit dem doppelten Kniestoss ausgeführt. Selbstredend sind in dieser Haltung auch einfache Kniestöße möglich.

  

 

 

 

 

 

Ü84: Basisübung "Tritte aus kniender Position"

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 84: Kniestoß und Rückwärtstritt aus dem Vierfüßlerstand

 Ausgangslage

Sifu Dragos  schwingt sein rechtes Bein zurück. Dabei stützt er sich auf seine Arme und einem Knie ab Kniestoß

Abb. 1: Aus dem Vierfüsslerstand heraus führt Sifu Dragos einen Tritt nach hinten aus.

Abb. 2: Anschließend führt er mit dem selben Bein einen Kniestoß nach vorn aus.

 

 Übung84: Rückwärtstritt und Kniestoss im Vierfüsslerstand

Ü85: Basisübung "Aufstehen im Rückwärtsgehen"

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Wing Tsun Lektion 15: Basisübungen für den Bodenkampf

Übung 85: Rückwärtsgehendes Aufstehen

 Ausführung

 
  Ausgangslage - Sifu Dragos winkelt am Boden liegend ein Bein  
 
 

Abb. 1: Aus der Anti-Bodenkampf Grundposition streckt Sifu Dagos sein Trittbein nach vorn, ..

 
 
  Sifu streckt neben seinen Armen auch das linke Bein, um sich im Rückwärtsgehen aufzurichten.
 
  Sifu richtet sich auf und drückt sich mit beiden Armen fest vom Boden weg  
 
 

Abb. 2: ..richtet seinen Oberkörper mit Schwung auf und stützt sich dabei mit zwei Händen gleichzeitig vom Boden ab. Sein linkes Bein ist dabei gewinkelt und hält mit der Sohle Kontakt zum Boden.

 

  Das Aufrichten geschieht im Rückwärtsgehen, um einer frontalen Gefahr zu entgehen.  
 

Abb. 3+4: Im Augenblick des beidarmigen Abdrückens vom Boden mit den Händen streckt Sifu sein linkes Bein durch und führt dabei mit seinem rechten Bein einen grossen Schritt nach hinten aus.

 

  Abschließend steht Sifu wieder in senkrechter Position  
 
 

Abb. 5: Zum Schluß steht Sifu in der
Vorwärtsschritt-Position.

 

 

 

 

 

Tipp

 
 
 

Die Fähigkeit aus einer liegenden Position schnell wieder aufstehen zu können kann in gefährlichen Situationen über Sieg und Niederlage entscheiden. Im Wing Tsun halten wir uns niemals freiwillig in Bodenlagen auf, sondern versuchen sets den Kampf stehend zu bestreiten. Wichtig bei allen Aufsteh-Manövern ist, daß sie rückwärtsgehend ausgeführt werden. Dadurch gewinnen wir für das Aufstehen zusätzliche Zeit und Abstand zum Gegner, zumal im Augenblick des Aufrichtens Verteidigungshandlungen nur eingeschränkt möglich oder wirksam sind.

Anstelle der hier gezeigten frontalen Körperhaltung wäre auch ein seitliches, dh. über Kreuz gehendes Aufstehen mit ein- oder zweiarmigem Aufstützen der Arme möglich. Dadurch erzeugen wir zusätzliches Schutzpotenzial und haben zudem einen Möglichkeit während dem Aufstehen zu Treten.

Ü86: Stopptritt in liegender Position

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Wing Tsun Lektion 16: Verteidigung in Bodenlage gegen stehenden Gegner

Übung 86: Stopptritt gegen Tritt oder Annäherung

 Ausgangslage

   
  Melanie winkelt ein Bein, um sich zu schützen. Aus dieser Haltung kann sie jederzeit treten.
 
   
     
   
 

 

 

Abb. 1: Melanie nimmt die Anti-Bodenkampf Grundhaltung ein. Dabei winkelt Sie ihr rechtes Bein an. Ihr linkes Bein hält zum Zwecke der Ausrichtung ihrer Position zum Gegner Kontakt zum Boden.

   
  Der Gegner setzt zum Tritt an   Melanie führt einen Stopptritt aus
 
 

Abb. 2a: Der Agreifer führt einen Tritt aus - Melanie kontert diesen mit einem Stopptritt zum Schienbein.

 
 

Info

 
 

Abb. 2b: In diesem Beispiel kommt der Angreifer einfach weiter auf Melanie zu. Im Augenblick des Aufsetzens führt sie einen Stopptritt zum dessen Knie aus - der Angreifer wird zurückgeworfen.

 

Bei Annäherung durch einen Gegner treten wir im Wing Tsun immer das erstmögliche Ziel. Dies kann ein Bein des Gegners, dessen Hände, Rumpf oder Kopf sein, je nachdem was in Reichweite unseres Trittes ist. Danach gilt es, sofort aufzusehen. Stopptritte bieten sich insbesondere bei schneller Annäherung oder Trittversuchen des Gegners an, zumal sie schnell und einfach ausgeführt werden können. Bei einer langsamen Annäherung besteht hingegen auch die Möglichkeit einen Schienbeinhebel anzusetzen (siehe Übung 87: Verteidigung im Liegen gegen stehenden Gegner → Schienbeinhebel (langsame Annäherung)).

 

Ü87: Schienbeinhebel aus liegender Position

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Wing Tsun Lektion 16: Verteidigung in Bodenlage gegen stehenden Gegner

Übung 87: Schienbeinhebel (bei langsamer Annäherung)

Ausgangslage

Der Gegner nähert sich langsam Melanie hakt sich mit dem unteren Bein am Bein des Gegners ein und streckt ihr oberes Bein. Der Gegner geht im weiteren Verlauf zu Fall.

Abb. 1+2: Der Angreifer unterschätzt Melanie und gibt sich deshalb “unvorsichtig” - er kommt mit langsamen Schritten näher. Dadurch wird es für Melanie möglich, dessen vorderes Bein mit einem Schienbeinhebel “einzufangen”. Ihr unteres Bein hakt sich dabei hinter der Ferse des Angreifes ein, ihr oberes Bein führt einen Tritt zum Schienbein aus. Der Gegner kommt dadurch zu Fall.

Tipp                                       
In obigem Beispiel hätte der Schienbeinhebel in genau gleicher Weise auch am anderen Bein angesetzt werden können, ohne die Beinposition zur Gegenseite wechseln zu müssen.

  

 

 

 

 

 Wing Tsun Holzpuppe Modell

Ü88: Tan- und Bong-Gerk-Schutzhaltung im Liegen

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Wing Tsun Lektion 16: Verteidigung in Bodenlage gegen stehenden Gegner

Übung 88: Seitliche Tan- und Bong-Gerk-Schutzhaltung

Ausgangslage

Der Gegner gelingt es seitlich an Melanie heranzukommen Melanie kann Schlimmeres abwenden, indem sie mit dem Bein und den Armen einen Schutzschild formt.

Abb. 1+2: Dem Angreifer ist es gelungen, an Melanies Beinen vorbei zu gelangen. Er führt einen Tritt zu ihrem Kopf aus. Melanie nimmt die seitliche Bong-Gerk-Schutzhaltung ein, um ihren Bauch- und Rumpfbereich zu schützen und hält den Tritt mit zwei Händen von ihrem Kopf ab.

Melanie drückt das Bein des Gegners von der Innenseite in Kniehöhe weg und zieht das untere Fußende an sich heran Der am Boden liegende Gegner wird sogleich am Bein ergriffen

Abb. 3+4: Sofort nach der Abwehr des Trittes hält die Wing Tsun-Verteidigerin sich an dessen Bein und Hose fest. Sie führt anschließend mit ihren Armen einen Hebel zur Innenseite des gegnerischen Beines aus. Nach dem Fallen des Gegners drückt sie sein Bein weiterhin zu Boden und richtet sich sofort auf.

Melanie greift das Bein des Gegners und wirft es diagonal über die Schulter des Gegners. Der Gegner wird hierdurch gedreht und angehoben. Melanie dreht und fixiert den Gegner mit ihrem Knie. Von hier aus folgen Kettenfauststöße

Abb. 5+6: Melanie zieht das Bein des Angreifers nach oben und wirft es diagonal über den Angreifer zur Seite. Dadurch wird der Gegner zur Seite geschleudert. Melanie setzt zum Fallknie mit Faustschlag an, ihr Knie kontrolliert dabei den Arm des Gegners und hindert ihn, sich zu ihr auszurichten.

Tipp                                       
Der kritische Augenblick, in welchem Melanie im gezeigten Beispiel das Blatt wendet, ist der Moment, in welchem beide am Boden liegen und sie aufsteht, um sein Bein anzuheben. Das Aufstehen muß daher zügig und schnell erfolgen. Für den Hebel des Beines mit den Armen ist Griffsicherheit erforderlich. Die gewinkelte Armhaltung in Körpernähe sollte zudem mit isometrischer Vorspannung erfolgen, um im Moment des Auftreffens bereits eine gewisse Stabilität in der Position zu haben.

  

 

 

 

 

 

Ü89: Zirkelbewegung gegen Greifen des Beines

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Wing Tsun Lektion 16: Verteidigung in Bodenlage gegen stehenden Gegner

Übung 89: Gegen Greifen des Beines → Zirkelfuß-Bewegung Huen-Gerk

Ausgangslage

Der Gegner greift nach Melanies Bein Melanie entzieht sich dem Griff des Gegners durch eine kreisende Bewegung

Abb. 1+2: Der Angreifer versucht Melanies vorderes Bein zu Greifen. Melanie erkennt die Absicht des Angreifers und führt ihr Trittbein vom Griff des Gegners weg.

Melanie entzieht sich dem Griff des Gegners durch eine kreisende Bewegung Melanie setzt zum Tritt an

Abb. 3+4: Melanie führt mit ihrem Bein eine gegen den Uhrzeigersinn gerichtete Kreisbewegung (Huen-Gerk) aus, um den Kontakt mit dem Arm des Angreifers zu umgehen.

Melanies Trit trifft - der Gegner wird zurückgeworfen.  

Abb. 5: Zum Abschluß führt Sie einen Tritt zu dessen Knie aus, wodurch der Angreifer zu Fall kommt.

 
Tipp                                       
Die Zirkelfuss-Bewegung kann auch in die Gegenrichtung ausgeführt werden, je nachdem, wie die Bewegungsrichtung des Gegners verläuft. Der zu beschreibende Kreis verläuft immer von der Bewegung des Gegners weg. 

  

 

 

 

 

 

Ü90: GanGerk gegen Greifen des Beines

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Wing Tsun Lektion 16: Verteidigung in Bodenlage gegen stehenden Gegner

Übung 90: Gegen Greifen des Beines → Befreiung mittels Gan-Gerk (Fersenschlag)

 Ausgangslage

 Der Gegner greift Melanies Bein Heranziehen und Einleitung der Befreiung 
Abb. 1+2: Der Angreifer packt Melanie am rechten Bein und zieht sie an sich heran. Um den Angreifer erreichen zu können, zieht sie sich durch Winkeln ihres rechten Beines an ihn heran. Dabei holt sie mit ihrem linken Bein bereits zum Gan-Gerk-Fersenschlag aus..
 Melanie befreit sich durch einen Fersenschlag (Gan-Gerk)  Fersenschlag im Detail
Abb. 3+4: ..und trifft den Angreifer am Handgelenk. Der Griff des Gegners wird dadurch gelöst..
Tipp                                       
Je nach Reichweite zum Gegner hätte der Gan-Gerk-Fersenschlag auch zum Kopf des Gegners ausgeführt werden können. Anstelle der Wing Tsun Technik "Gan-Gerk" bietet sich nach dem Heranziehen auch ein Tritt zum Schienbein des Gegners an.

  

 

 

 

 

 

Ü91: BongGerk-Kettentritt-Mannöver

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Wing Tsun Lektion 17: Verteidigung am Boden - Gegner befindet sich über uns zwischen unseren Beinen

Übung 91: Gegner über uns zwischen den Beinen → Befreiung durch Bong-Gerk-Barriere + Kettentritt

Ausgangslage

 
  Der Gegner greift Melanie an den Handgelenken und versucht sich über sie zu legen
 
 

Abb. 1+2: Der Gegner kniet zwischen Melanies Beinen und will vordringen. Melanie hält den Angreifer durch die Wing Tsun-Bong-Gerk-Barriere zu dessen Rumpf zurück.

 
  Melanie führt einen Abwärtskniestoß aus - der Gegner wird dadurch in grösse Distanz gebracht
 
  Melanie bringt ihr Knie in die Bong-Sao-Position und schafft somit eine Barriere
 
  Der grössere Abstand zum Gegner ermöglicht die Ausführung eines Trittes zum Kinn des Gegners
 

Abb. 3+4: Um zusätzlichen Abstand zu gewinnen und zugleich den Angreifer zu attaktieren, führt Sie nun einen Abwärts-Kniestoß zu dessen Brustbein aus. Abschließend führt Sie einen Tritt zum Kopf des Angreifers aus. Ihr unteres Bein hält den Gegner zusätzlich auf Abstand.

 

Tipp

 
 
 

Führen Sie die Bong-Gerk-Barriere stets zum Brustbein des Angreifes aus (Bauchhöhe wäre nicht ausreichend). Sonst kann es Ihnen passieren, daß der Gegner durch bloßes sich nach vorn fallen lassen dennoch an Sie herankommt.

 

Ü92: Gan-Gerk-Fersenschlag zum Kopf

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Wing Tsun Lektion 17: Verteidigung am Boden - Gegner befindet sich über uns zwischen den Beinen

Übung 92: Gegner über uns zwischen den Beinen → Gan-Gerk Fersenschlag zum Kopf

Ausgangslage

Angreifer zwischen  unseren Beinen

Abb. 1: Der Angreifer versucht zwischen Melanies Beine zu gelangen. Sie drückt sich vom Gegner weg, indem sie die Beine streckt und dabei mit ihren Schultern vom Angreifer "wegrobbt". Der Abstand zum Gegner vergrößert sich.

Melanie führt einen Fersenschlag zum Hals des Angreifers aus

Abb. 2: Dadurch kann sie ihr Bein zwischen ihn und den Angreifer bringen und einen Wing Tsun "Gan-Gerk-Hackentritt" mit ihrem rechten Bein ausführen.

Ü93: BongGerk-Barriere m. Daumenstoß

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Wing Tsun Lektion 17: Verteidigung am Boden - Gegner befindet sich über uns zwischen unseren Beinen

Übung 93: Gegner über uns zwischen den Beinen → Bong-Gerk-Barriere + Daumenstoß

Ausführung

  Der Angreifer wird mit den Knien zurückgehalten und zeitgleich mittels Daumenstoß zu den Augen außer Gefecht gesetzt
 
 

Abbildung: Der Angreifer versucht zwischen Melanies Beine zu gelangen. Sie führt die Wing Tsun Technik "Bong-Gerk-Barriere" zu dessen Brustbein aus, um ihn auf Abstand zu halten. Anschließend trifft ihr doppelter Daumenstoss zum Gesicht des Angreifers.

 
 
 

  

 
 

 

 

 

 

 

 
 

Tipp

 
 
    

Um eine Gegenwehr ggf. nicht so extrem ausfallen zu lassen, können Sie anstelle des Daumenstoßes auch einen Schlag mit den Handkanten ausführen. Dabei ist die Handhaltung ähnlich wie im nebenstehenden Bild, jedoch treffen die Handkanten den Kiefer des Angreifers und der Einsatz der Daumenspitzen entfällt.

Ü94: Genickhebel durch Vorwärtsknie

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Wing Tsun Lektion 17: Verteidigung am Boden - Gegner befindet sich über uns zwischen den Beinen

Übung 94: Gegner über uns zwischen den Beinen → Hebeln des Halses mit Hifle des Knies

Ausgangslage

  Angreifer lehnt sich über Melanie  
 
 

Abb. 1: Der Angreifer befindet sich zwischen Melanies Beinen und drückt sie an den Schultern zu Boden.

 
  Melanie dreht den Kopf des Gegners und zieht diesen nach unten während sie aus der Hüfte heraus ihr Knie nach oben schiebt.  
 
 

Tipp

 
        
         Melanie hält den Angreifer mit den Armen zurück und bringt ihr Knie zwischen sich und dem Angreifer
 
 

Abb. 2: Sofort führt Melanie ihre Arme in den Innenbereich der gegnerischen Arme, um den Angreifer mit zwei Armen von sich wegzudrücken.

 
 

 

 

Abb. 3: Durch den vergrößerten Abstand gelingt es Melanie ein Knie (Bong-Gerk-Barriere) zwischen ihr und den Angreifer zu bringen. Sie greift den Gegner mit zwei Händen an der Spitze des Kopfes, schiebt ihr Knie zu dessen Halsansatz und lässt sich zurückfallen. Indes zieht sie seinen Kopf weiterhin nach unten an sich heran.

 
 

Da die Nackenmuskulatur (Trapezmuskel) zusammen mit den Rückenstreckern relativ starke Muskeln darstellen, empfiehlt es sich den Kopf des Angreifers beim Genickhebel zuvor leicht zur Seite zu drehen. Dadurch werden dann schwächere seitliche Halsmuskeln beansprucht - Ihr Hebel hat größere Wirkung und wird leichter ausführbar.

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Ü95: Armimmobilisierung mit Tritt

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Wing Tsun Lektion 17: Verteidigung am Boden - Gegner befindet sich über uns zwischen unseren Beinen

Übung 95: Gegner über uns zwischen den Beinen → Armimmobilisierung, Aufsapnnen und Tritt

 Ausgangslage

Gegner drückt Melanie nach unten Melanie bringt ihre Arme nach innen und hält den Gegner an den Schultern zurück

Abb. 1: Der Angreifer befindet sich zwischen Melanies Beinen und drückt sie an den Schultern zu Boden.

Abb. 2: Melanie bringt ihre Arme in den Innenbreich der gegnerischen Arme, drückt dessen Schultern mit beiden Händen zurück und bringt ein Knie zwischen sich und dem Angreifer, um diesen auf Abstand zu halten.

Melanie greift den Arme des Gegners von innen und drückt den Gegner mit ihrem Knie am Brustbein zurück Melanie setzt zum Tritt an

Abb. 3: Während sie den Angreifer durch ihr abwärts drückendes Knie zurückdrängt, greift sie dessen Handgelenke.

Abb. 4: Nun übernimmt sie den Angreifer mit ihrem linken Bein und “spannt” ihn durch Strecken des gleichen Beines auf.

Es folgt ein Tritt zum Kinn

Abb. 5: Der “aufgespannte” Angreifer hat nun keine Möglichkeit für eine Gegenwehr und wird durch Melanies Tritt am Kopf getroffen.

 

   

Ü96: Beinstreckschere zum Hals

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Wing Tsun Lektion 17: Verteidigung am Boden - Gegner befindet sich über uns zwischen unseren Beinen

Übung 96: Gegner über uns zwischen den Beinen → Beinstreckschere zum Hals

Ausführung

Melanie legt ihre Bein um den Hals des Angreifers, legt ihre Füße übereinander und setzt zur Beinstreckschere an. Dies schnürt die Halsschlagadern des Angreifers ab, wodurch dieser binnen kurzer Zeit ohnmächtig wird.

g 96

Tipp          
Durch die Streckbewegung der Beinschere entstehen große Druckkräfte. Eine auf diese Weise zum Hals ausgeführte Technik führt zur Unterbrechung der Blutzirkulation an den Halsschlagadern und in Folge zur Bewusstlosigkeit des Gegners. Beim Üben dieser Technik ist daher große Vorsicht geboten, da es bei Ohnmachtsanfällen unter Umständen zu Gehirnschädigungen kommen kann!

Abbildung: Im Kampfesverlauf geraten Melanies Beine über den Kopf des Angreifers. Sie nutzt diese Gelegenheit und setzt eine Beinschere zum Hals des Angreifers an.

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Ü97: Abwurf mittels Bong-Gerk/Gan-Gerk-Schere

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Wing Tsun Lektion 17: Verteidigung am Boden - Gegner befindet sich über uns zwischen den Beinen

Übung 97: Gegner über uns zwischen den Beinen
→ Abwerfen des Gegners mittels Bong-Gerk/Gan-Gerk-Schere

Ausgangslage

Melanie hält den vordringenden Angreifer mit den Armen zurück Melanie setzt die Kwan-Sao-Bewegung ein, um den Arm des Gegner zu immobilisieren

Abb. 1: Der Angreifer versucht zwischen Melanies Beine zu gelangen. Sie drückt ihn mit beiden Armen an den Schultern zurück.

Abb. 2: Melanie immobilisiert den rechten Arm des Gegners durch eine Kwan-Sao-Technik, um ihm für den nachfolgenden Wurf die Möglichkeit des Abstützens zu nehmen.

Melanie dreht den Kopf des Gegners am Kinn, zieht am immobilisierten Arm des Gegners und dreht sich zur Seite Die Bong-Gerk/Gan-Gerk-Schere besteht aus eine gegenläufigen Bewegung
Abb. 3+3a: Melanie kippt ihren Körper zu Seite und drückt den Kopf des Angreifers gleichzeitig am Kinn nach oben. Der Gegner hat keine Möglichkeit, sein rechtes Bein stützend einzusetzen, da sie dieses mit einer Gan-Gerk-Technik kontrolliert. Sie streckt nun ihr oben liegendes Bong-Gerk-Bein zur Seite durch. Der Gegner fällt dadurch von ihr ab und zur Seite.
Melanie kontrolliert den Angreifer aus eine aufsitzenden Position Finalschlag
Abb. 4+5 : Abschließend rollt Melanie sich sofort auf den Angreifer. Rittlings kontrolliert sie dabei beide Arme des Angreifers jeweils mit einem Knie und ihrem linken Arm. Der Weg ist frei - Melanies Ellbogen trifft ins Ziel.
Tipp          
Das Prinzip des Abwerfens ist immer das gleiche: finden Sie Möglichkeiten, dem Angreifer jegliche Möglichkeit des stabilen Stehens und Stützens zu nehmen und bringen Sie ihn dann durch Druck oder Zug seiner Gliedermaßen aus dem Gleichgewicht.

 

 

 

 

 

 

Ü98: Abwurf durch Tan-Gerk von innen

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Wing Tsun Lektion 17: Verteidigung am Boden - Gegner befindet sich über uns zwischen den Beinen

Übung 98: Gegner über uns zwischen den Beinen
→ Abwerfen mittels Innen-Tan-Gerk /Gan-Gerk und Drehung des Kinns

Ausgangslage

Melanie führt Kwan-Sao aus, um den Gegner am Abstützen zu hindern Melanie dreht sich zur Seite und zugleich den Kopf des Gegners

Abb. 1: Der Angreifer versucht zwischen Melanies Bein zu gelangen. Sie immobilisiert dessen rechten Arm, um ihm beim Abwurf die Möglichkeit des Abstützens zu nehmen.

Abb. 2: Melanie kontrolliert nun mittels Gan-Gerk auch das rechte Knie des Angreifers und drückt dessen Kinn nach oben.

Während Melanie ein Bein des Gegners mittels Gan-Gerk wegfegt, hebt sie dessen zweites Bein von innen mittels Tan-Gerk an - der Gegner gerät aus dem Gleichgewicht, kann sich aber nicht mit seinen Armen abstützen. Melanie rollt sich auf den Gegner, kontrolliert diesen mit den Knien und führt einen doppelten Daumenstoß aus.

Abb. 3: Der Angreifer hat nun auf seiner rechten Seite keine Möglichkeit sich abzustützen. Durch Melanies Tan-Gerk an der Schenkelinnenseite des Gegners kippt dieser zur Seite und fällt zu Boden.

Abb. 4: Melanie rollt sich sogleich auf den Angreifer, kontrolliert rittlings dessen Arme und führt einen doppelten Daumenstoß zu seinem Gesicht aus

 

Tipp          

Der hier gezeigte Lösungsweg des Abwurfes entspricht dem der vorherigen Übung (Übung 97: Gegner über uns zwischen den Beinen → Abwerfen des Gegners mittels Bong-Gerk/Gan-Gerk-Schere) mit dem Unterschied, dass der Abwurf mittels Tan-Gerk erfolgt. Die doppelte Kniekontrolle (Abb. 4) sollte in der Regel eher von schweren Personen ausgeführt werden, zumal diese Haltung relativ instabil ist. Durch  Festklammern am Rumpf des Gegners (Adduktorenmuskeln) und gleichzeitig ausgeführter Handtechnik zum Kopf, kann die Stabilität jedoch gesteigert werden. Ein Variante ist das innenseitige Einhaken eines Beines am am gewinkelten Bein des Gegners.

 

 

 

 

 

 

Ü99: Abwurf mittels Brückenbewegung

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Wing Tsun Lektion 18: Verteidigung am Boden - Gegner sitzt rittlings auf uns

Übung 99: Gegner sitzt rittlings auf uns → Brückenabwurf, Bong-Gerk-Fixierung und Konter

Ausgangslage

Der Gegner kontrolliert Melanies Arme in sitzender Position Melanie hebt ihren Rumpf und führt mittels diagonalem Ellbogen eine Befreiung aus einem der Arme aus
Abb. 1+2: Der Gegner sitzt rittlings auf Melanies Rumpf und hält sie an beiden Armen fest. Melanie robbt rückwärts auf ihren Schultern vom Gegner weg, um mehr Beweglichkeit für ihren Oberkörper zu gewinnen. Dann bringt sie ihren Ellbogen nach vorn und führt eine diagonale Abwärtsbewegung über dem Handgelenkt des Gegners aus (Kwai-Jarn). Durch die Hebelwirkung der Ellbogenbewegung kommt ihr rechter Arm frei.
Der Gegner wird mittels Fak-Sao am Hals getroffen, wodurch er für einen Augenblick abgelenkt wird. Es folgt ein Abwurf durch Genickzug und Brücke

Abb. 3+4: Melanie führt mit ihrem nun frei gewordenen Arm einen Kantenschlag (Fak-Sao) zum Hals des Angreifers aus, greift und zieht am Hals und wirft den Gegner durch das Hochschnellen ihrer Hüften seitlich zu Boden (siehe auch Übung 81: Basisübungen für den Bodenkampf → die Brücke).

Melanie hat noch Kontakt zum Hals des Gegners und setzt zum Heranziehen an den Gegner an Sie kontrolliert den Gegner an den Armen und mit Hilfe ihres Körpergewichts
Abb. 5+6: Auch nach dem Abwurf hält sich Melanie immer noch am Hals des Angreifers fest und zieht sich mit einem Mal selbst zum Gegner heran und auf ihn drauf. Sie kontrolliert beide Arme des Angreifers mit der Bong-Gerk-Fixierung und gibt Ellbogenangriffe zu dessen Kopf.
Melanie holt zum Kniestoß aus Finalschlag mittels Kniestoß

Abb. 6a+6b: Eine Alternative Fortsetzungsmöglichkeit nach dem Abwerfen des Gegners besteht in der Ausführung eines Kniestoßes zum Kopf des Angreifers.

Tipp          
Um den Abwurf durch die Brückentechnik noch effektiver zu machen, sollten Sie die Beine vor dem Hochschnellen der Hüfte stark anwinkeln und die Füße dicht zum eigenen Gesäß führen. Dadurch erhält die Bewegung mehr “Hub” bwz. Reichweite. Sollte der Hals des Gegners nicht gegriffen werden können, kann ein Griff auch zu dessen Kleidung erfolgen.

 

 

 

 

 

 

Ü100: Tan-Gerk-Barriere bei Annäherung von der Seite

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Wing Tsun Lektion 19: Verteidigung am Boden - Gegner kontrolliert uns oder nähert sich von der Seite

Übung 100: Gegner kontrolliert oder nähert sich seitlich
→ Tan-Gerk-Barriere mit Kniestoß oder Kettenfauststößen

Übung 100 a: Tan-Barriere + Kniestoß

Melanie hält den Gegner mittels Tan-Barriere auf Distanz Melanie holt zum Kniestoß
Abb. 1: Der Gegner hält Melanie an den Armen fest und möchte sich ihr nähern. Melanie führt eine Jap-Gerk-Barriere zu dessen Rumpf aus, um ihn von sich fernzuhalten. Abb. 2: Anschließend holt sie mit ihrem linken Bein zum Kniestoß aus..
Der Gegner wird mittels Kniestoß getroffen

Abb. 3: ..und trifft den Gegner in Höhe der freien Rippen.

 

 

Übung 100 b: Tan-Barriere + Fauststöße

Melanie hält den Angreifer mittels Tan-Barriere und Kettenfauststößen fern

Abb. 4: Der Gegner nähert sich Melanie, ohne ihre Arme zu kontrollieren. Sie führt eine Tan-Gerk-Barriere zu dessen Brust aus, um ihn sich fern zu halten. Da der Kopf des Angreifers während des Annäherungsversuches in Reicheweite kommt, führt Melanie Kettenfauststöße zum Gesicht aus.

 
 

Tipp

 
 
 

Die Wing Tsun-Technik "Tan-Gerk-Barriere" ist das Pendant zur gleichnamigen "Bong-Gerk-Technik". Diese Technik bietet sich an, wenn der Gegner sich uns seitlich nähert. Dabei ist es wichtig,  den Unterschenkel durch Strecken des Beines stets unter Spannung zu halten.

 
 

  

 

Ü101: Nasenhebel gegen Würgegriff (Schwitzkasten)

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Wing Tsun Lektion 19: Gegner kontrolliert uns oder nähert sich von der Seite

Übung 101: Gegen Schwitzkasten in Rückenlage → Nasenhebel und Kniestoß

Ausgangslage

WING TSUN SELBSTVERTEIDIGUNG Gratis-Kurs, Abb. 1: Gegner führt Schwitzkasten aus WING TSUN SELBSTVERTEIDIGUNG Gratis-Kurs, Abb. 2: Melanie zieht den Kopf des Gegners mittels Nasenhebel zurück

Abb. 1: Der Angreifer kontrolliert Melanie durch einen Würgegrif in liegender Haltung.

Abb. 2: Melanie faßt mit ihrer freien Hand über den Kopf des Angreifers und drückt ihn an dessen Nase zurück.

 WING TSUN SELBSTVERTEIDIGUNG Gratis-Kurs, Abb. 3:Melanie führt einen Kniestoß aus
Tipp          
Beim Nasenhebel legen wir die ersten vier Finger einer Hand aus Gründen einer besseren Greif- und Kontrollierbarkeit auf die Stirn des Angreifers, während der Daumen den Nasenansatz nach oben zieht. Durch den Schmerz wird der Gegner dazu veranlasst unserer Bewegung durch Zurücknehmen seines Kopfes zu folgen. Aber Vorsicht: legen Sie niemals ihre Hand auf den Mund des Angreifers - er könnte zubeissen! Anstelle des Nasenhebels wäre auch ein Ziehen an den Haaren oder ein Griff in die Stirnhölen denkbar. Im Wing Tsun gilt - weniger ist mehr! So sind die einfachsten Techniken oft die besten.
Abb. 3: Anschliessend führt sie einen Kniestoss zum Hinterkopf des Angreifers aus.

 

 

Ü102: Nasenhebel und Beinstreckschere gegen Würgen

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Wing Tsun Lektion 19: Gegner kontrolliert uns oder nähert sich von der Seite

Übung 102: Gegen Schwitzkasten in Rückenlage → Nasenhebel, Kopfeinfangen und Beinstreckschere

Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: der Gegner führt im Liegen einen Schwitzkasten  aus Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2: Melanie setzt zum Nasenhebel an

Abb. 1+2: Der Angreifer nimmt die Wing Tsun-Anwenderin in den Schwitzkasten. Melanie führt mit ihrer freien Hand einen Nasenhebel aus - dies zwingt den Angreifer ihrer Bewegung zu folgen.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3: Melanie schwingt ihr rechtes Bein über den Kopf des Gegners, um diesen einzufangen. Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4: Herabdrücken des Kopfes

Abb. 3+4: Während Melanie den Nasenhebel ausführt und den Kopf des Angreifers zurückdückt, robbt sie rückwärts auf ihren Schultern vom Gegner weg. Jetzt fängt sie den Kopf des Gegners mit ihrer rechten Kniekehle ein und drückt ihn mit dem selben Bein weiterhin nach unten.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5: Melanie führt eine Beinstreckschere zum Hals des Gegners aus Abb. 5: Abschließend führt Melanie eine Beinschere zum Hals  des Angreifers aus.

Ü103: Gegen Würgen - Nasenhebel, Gan-Gerk-Fixierung und Fersenschlag

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Wing Tsun Lektion 19: Gegner kontrolliert uns oder nähert sich von der Seite

Übung 103: Gegen Schwitzkasten in Rückenlage → Nasenhebel, Gan-Gerk-Fixierung und Fersenschlag

Ausgangslage

   
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Nasenhelbel gegen Würgegriff                  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2: Melanie fängt den Kopf des Gegners  mit ihrem Bein ein
   
 

Abb. 1+2: Der Angreifer setzt einen Würgegriff zu Melanies Hals an. Melanie führt mit ihrer freien Hand einen Nasenhebel aus - dies zwingt den Angreifer Melanies Bewegung zu folgen. Melanie drückt sich weiterhin vom Gegner weg ..

   
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3: Herbdrücken und Drehen des eigenen Körpers       Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4: Ausholen zum Fersenschlag
 

Abb. 2+3: ..fängt den Kopf des Angreifers mit ihrer Kniekehle ein und fixiert ihn durch das zu Boden drücken ihres Beines. Da sich der Gegner durch das Herabdrücken um sein Achse gedreht hat, wurde Melanies linkes Bein frei. Während sie seinen rechten Arm kontrolliert, holt sie mit dem linken Bein zur Angriffsbewegung aus..

  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5: Option 1 - Fersenschlag zum Solar Plexus
 
 

Abb. 5: ..und trifft den Gegner mit dem Gan-Gerk-Fersenschlag am Solar-Plexus (Nerven- bzw. Sonnengeflecht).

 
 

Tipp

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5a: Option 2 - Fersenschlag zum Gesicht
 
 

Abb. 5a: Alternativ könnte der Gegenangriff auch zum Kopf des Angreifes erfolgen.

 

In diesem Beispiel ist die Wing Tsun Gan-Gerk-Technik nur anwendbar, wenn das entsprechende Bein, welches zuvor unter dem Gegner gelegen hat, freikommt. Ist dies nicht der Fall, führen Sie einfach die Streckscheeren-Bewegung zum Hals aus (siehe Übung 102: Gegen Schwitzkasten in Rückenlage → Nasenhebel, Kopfeinfangen und Beinstreckschere).

   

 

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Ü104: Gegen Würgen - Nasenhebel, Gan-Gerk-Befreiung, Stützstand und Kniestoß

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Wing Tsun Lektion 19: Gegner kontrolliert uns oder nähert sich von der Seite

Übung 104: Gegen Schwitzkasten in Rückenlage → Gan-Gerk-Befreiung und Kniestoß im Stützstand

Ausgangslage

   
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Nasenhelbel gegen Schwitzkasten           Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2: Melanie fängt den Kopf des Gegners mit dem Bein ein
 

Abb. 1+2: Der Angreifer führt einen Schwitzkasten zu Melanies Hals aus. Melanie führt mit ihrer freien Hand einen Nasenhebel aus - dies zwingt den Angreifer Melanies Bewegung zu folgen. Melanie drückt sich weiterhin vom Gegner weg ..

  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3: der Gegner löst den Schwitzkasten
 
 

Abb. 3: ..fängt den Kopf des Angreifers mit ihrer Kniekehle ein und drückt diesen zurück zu Boden.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5: Melanie führt einen Kniestoß zum Kopf des Gegners aus  
 
 

Abb. 5: In dieser Situation kann sie den Kopf des Gegners mit einem Nasenhebel zurückführen und einen Kniestoß zu seinem Kopf geben.

 
 
 

Tipp

 
          Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4: Melanie schiebt den Gegner im Dreiecksstand vor sich weg und kontrolliert ihn durch Körpergewicht mit Druck auf die Schulter  
 
 

Abb. 4: Sofort dreht sich die Wing Tsun-Verteidigerin auf ihren Bauch und legt sich im Stützstand quer zum Gegner auf dessen Rumpf und Oberarm, wodurch dessen Gliedermaßen herabgedrückt und kontrolliert werden.

 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5a: Alternativer Angriff zu den Rippen  
 
 

Abb. 5a: Alternativ bietet sich die Möglichkeit, einen Kniestoß zum Rücken oder den freien Rippen des Angreifers auszuführen.

 
 

Während Sie den Stützstand einnehmen, sollten Sie ihr Körpergewicht einsetzen und permanenten Druck nach vorn zum Gegner ausführen, zumal er versuchen wird, sich zu Ihnen zu drehen. Solange sich der Angreifer in der seitlichen Haltung befindet, kann er seine Körperwaffen nicht einsetzen. Bevor sich das Blatt wendet, sollten Sie ihm daher zuvorkommen.

Ü105: Gegen Würgen am Boden - Wurf zur Gegenseite, Kniestoß im Stützstand

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Wing Tsun Lektion 19: Gegner kontrolliert uns oder nähert sich von der Seite

Übung 105: Gegen Schwitzkasten in Rückenlage → Wurf auf Gegenseite + Kniestoß

Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Der Gegner  führt in seitlicher Position einen Schwitzkasten aus Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Melanie fürht einen Griff zum Bein des Gegners aus und zieht dieses an sich heran

Abb. 1: Der Gegner führt einen Würgegriff zu Melanies Hals aus und kontrolliert dabei mit seinem linken Bein ihren linken Oberarm.

Abb. 2: Melanie greift den Angreifer am Nacken und zieht gleichzeitig dessen linkes Bein an sich heran.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3: Zunächst schiebt Melanie den Gegner vor sich weg, um ihn leicht anzuheben. Dann rückt sie auf, um sich unter ihren Widersacher zu begeben.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4: Melanie dreht sich um die eigene Achse, um den Gegner zur Gegenseite kippen zu lassen.

Abb. 3: Jetzt rollt sich die Wing Tsun-Verteidigerin um ihre eigene Achse zur anderen Seite. Da sie sich zuvor dicht an den Gegner geschmiegt hat, kann sie ihn mit Leichtigkeit auf sich laden und die Rollbewegung ausführen.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5: Melanie holt im Dreiecksstand zum Kniestoß aus Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 6: Es folgt ein Finaler Kniestoß zum Kopf

Abb. 5+6: Melanie führt einen Stützstand aus, der den Angreifer zur Seite dreht und dessen Arme kontrolliert. Abschließend führt sie einen Kniestoß zum Kopf des Angreifers aus.

Tipp
Durch das Werfen des Gegners zur Gegenseite liegen wir nicht mehr unter dem Angreifer, sondern der Gegner liegt nun unter uns. Es ist nahezu unmöglich einen Angreifer, der schwerer ist als man selbst, mittels purer Armkraft zur anderen Seite zu bringen. Erst durch Anschmiegen und der damit einher gehenden Verlagerung des gegnerischen Schwerpunktes unter Ihren Körper, wird es möglich, auch Gegner die doppelt so schwer sind als man selbst, auf die Gegenseite zu bringen.

 

 

 

 

Ü106: Gegen Armfixierung - Befreiung durch "Robben", Kopfeinfangen, Beinschere

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Wing Tsun Lektion 19: Gegner kontrolliert uns oder nähert sich von der Seite

Übung 106: Gegen Armfixierung im Liegen → Schulterrobben und Beinschere zum Hals 

Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Gegner kontrolliert Melanies Arme Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2: Melanie robbt vom Gegner weg und drückt diesen dabei von sich weg
Abb. 1+2: Der Gegner kontrolliert Melanie aus einer seitlichen Position an ihren Armen. Melanie drückt sich mit beiden Armen mit einer Abwärtsbewegung vom Gegner weg und “robbt” dabei auf dem Rücken liegend mit ihren Schultern vom Gegner weg.
 Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3: Melanie fürht eine Beinstreckschere zum Hals des Gegners aus  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4: Der Gegner verliert sein Bewusstsein

Abb. 3+4: Abschließend fängt sie den Kopf des Gegners mit ihrer Kniekehle ein, um eine Beinschere zu seinem Hals auszuführen. Der Gegner verliert sein Bewußtsein.

Tipp
Sollte es Ihnen nicht gelingen, sich von oberhalb der gegnerischen Arme vom Gegner wegzudrücken, können Sie dies stattdessen auch von seiner Hüfte tun.

 

 

 

 

Ü107: Gegen Fixierung mittels Knie - Schulterrobben und Beinschere zum Hals

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Wing Tsun Lektion 19: Gegner kontrolliert uns oder nähert sich von der Seite

Übung 107: Gegen Fixierung mittels Knie → Schulterrobben und Beinschere zum Hals 

Ausgangslage

 Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Der Gegner kontrolliert von oben liegend  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2: Melanie greift das Bein des Gegners und zieht es an sich heran

Abb. 1+2: Der Gegner kontrolliert Melanies Arme aus einer seitlichen Position mittels Unterarm und Knie. Melanie greift das Bein des Angreifers, um ihm für den folgenden Wurf die Möglichkeit zu nehmen, sich abzustützen.

 Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3: Der seiner Stützen beraubte Gegner wird geworfen  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4: Melanie richtet sich aus, um den Gegner am Kopf zu greifen
Abb. 3+4: Melanie führt die Brückentechnik aus, um den Gegner abzuwerfen. Dabei lässt sie ihre Hüften hochschnellen und streckt ihren Arm in einer diagonelen Bewegung zum Gegner. Ihr Körper steht dabei nur auf zwei Füßen und stützt sich zudem auf ihrer linken Schulter.
 Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5: Sie führt einen Kniestoß zum Kopf des Gegners aus Abb. 5: Sofort greift die Wing Tsun-Verteidigerin den Kopf des Angreifers, zieht sich an diesen heran und führt einen Kniestoß aus.
Info
Die Brückentechnik lässt sich besonders dann leicht ausführen, wenn es Ihnen gelingen sollte, Ihren, durch den Angreifer kontrollierten Streckarm, unter die Achselhöhen des Angreifers zu bekommen. Sollte dies nicht möglich sein, weil Sie an den Armen festgehalten werden, führen sie die Bewegung dennoch aus, jedoch so, daß sie durch die Arme hinweg durch seinen Rumpf strecken. Der Druck wird dann durch die Arme  auf seinen Körper übertragen.

 

 

 

 

Ü108: Vorwärtsrolle gegen Würgen

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Wing Tsun Lektion 20: Gegner würgt uns von hinten

Übung 108: Gegner würgt in Bauchlage von hinten → Rolle vorwärts + Kniestöße

Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Der Gegner  würgt Melanie im Liegen von hinten Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2: Sie lockert den Griff des Gegners und bringt ihr Kinn unter den Würgearm

Abb. 1: Der Gegner führt einen Würgegriff zu Melanies Hals aus. Melanie greift den Würgearm mit beiden Händen, um den Druck auf ihren Hals zu entlasten.

Abb. 2: Jetzt bringt sie ihr Kinn unter den Arm des Angreifers, um den Hals zu stabilisieren.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3: Melanie winkelt beide Knie an, um eine labile Position für den Gegner herbeizuführen Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4: Sie führt eine Abrollbewegung über die rechte Schulter aus

Abb. 3: Die Wing Tsun-Anwenderin zieht beide Knie gleichzeitig an.

Abb. 4: Sie zieht den Arm des Gegners kräftig nach unten und führt eine seitliche Vorwärtsrolle über ihre rechte Schulter. Der Gegner wird dadurch abgeworfen.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5: Der Gegner wird am Kopf gegriffen Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 6: Es folgt ein Kniestoß zum Kopf des Gegners

Abb. 5: Der Angreifer führt trotz des Abwurfes seinen Würgegriff weiterhin aus. Melanie greift rückärts zum Kopf des Angreifers.

Abb. 6: Sie zieht sich an den Angreifer heran und führt einen Kniestoß zu dessen Kopf aus.

Info
Durch die Vorwärtsrolle über die Schulter geraten wir von der Bauch- in die Rückenlage. Auf diese Weise entgehen wir nicht zwingend auch dem Würgegriff, jedoch werden unsere Gliedermaßen frei, wodurch wir wesentliche Voraussetzungen für weiteres Handeln schaffen. Um Ihren Hals nicht zu verletzen, sollten Sie sich sich nicht über den Kopf, sondern in diagonaler Weise über ihre Schultern abrollen. Gelingt es Ihnen, den Würgearm mit beiden Armen etwas herabzuziehen, kann auch ein Biss zur Befreiung führen!

 

 

 

 

Ü109: Krallengriff gegen Würgen

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Wing Tsun Lektion 20: Gegner würgt uns von hinten

Übung 109: Gegner würgt uns im Sitzen von hinten → Krallengriff zu den Augen

Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Melanie reagiert auf den Würgegriff von hinten indem sie den  Gegner zunächst an den Haaren greift und den Griff lockert Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2: Es folgt ein Krallengriff zu den Augen
Abb. 1+2: Der Angreifer würgt Melanie in sitzender Haltung von hinten am Hals. Um die Wirkung des Würgegriffs abzuschwächen, zieht die Wing Tsun-Anwenderin das Handgelenk des würgenden Armes nach unten. Mit ihrer zweiten Hand zieht sie den Gegner an den Haaren nach vorn und führt einen Krallengriff zu dessen Augen aus.
Tipp
Das Lockern des Griffs könnte auch durch Ausführen mehrerer Abwärtsellbogen auf den Oberschenkel des Angreifers erfolgen. Anstelle des Krallengriffs können Sie auch einen Haken oder Uppercut ausführen. Wichtig ist bei dieser Art des Angriffs, schnell und entschlossen vorzugehen, da nach wenigen Sekunden bereits Ohnmacht eintreten kann (Unterbrechung des Blutflusses an den Halsschlagadern!).
 

 

 

 

 

Ü110: Gegen Armegreifen im Liegen - Kniestoß und Tritt

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Wing Tsun Lektion 21: Gegner in seitlicher Bodenlage zu uns

Übung 110: Gegen Greifen der Arme in seitlicher Bodenlage (weiter Griff) → Abwärts-Kniestoß + Tritt

Ausgangslage

  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1: Der Gegner kontrolliert Melanie in seitlich liegender Haltung
 
 

Abb. 1: Im Verlaufe des Kampfes geraten Wing Tsun-Verteidigerin und Angreifer in eine seitliche Bodenposition. Malanie wird dabei an ihren Armen gehalten.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3: Durch einen Abwärts-Kniestoß bringt sie den Gegner auf Distanz  
 
 

Abb. 3: Melanies Abwärts-Kniestoß zur Brust des Angreifers drückt diesen von ihr weg.

 
 
 

   

 
 
         Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2: Melanie bringt ihr Knie zwischen sich und dem Angreifer
 
 

Abb. 2: Aufgrund der breiten Griffhaltung des Angreifers ist es Melanie möglich, ihr Knie zwischen sich und dem Gegner zu bringen.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4: Es folgt ein Tritt zum Kopf des Angreifers  
 
 

Abb. 4: Durch den vergrößerten Abstand ist Melanie in der Lage einen Tritt folgen zu lassen.

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Ü111: Gegen Greifen in liegender Position - "Abschneidendes" Knie

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Wing Tsun Lektion 21: Gegner in seitlicher Bodenlage zu uns

Übung 111: Gegen Greifen der Arme in seitlicher Bodenlage (enger Griff)
→ "Abschneidendes Knie" mit Armfixierung und Ellbogenschlag

Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Der Gegner greift Melanies Handgelenke in seitliche liegender Position Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Es folgt die Einleitung der Befreiung durch das Knie

Abb. 1: Im Verlaufe des Kampfes geraten Verteidigerin und Angreifer in eine seitliche Bodenposition. Malanie wird dabei an ihren Armen gehalten.

Abb. 2: Da der Griff des Gegners einen Kniestoß nicht erlaubt, hebt Melanie stattdessen ihr Knie ausholend über den Arm des Gegners an.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Melanie bringt ihr Knie mit schwung über den Arm des Gegners, um den Griff zu lösen Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 - Die Griffbefreiung gelingt

Abb. 3+4: Mit einer kräftigen Abwärtsbewegung “schneidet” sie den haltenden Arm des Gegners ab - der Griff löst sich. Zugleich wird der gegnerische Arm durch ihr Knie kontrolliert.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5 - Melanie greift nach dem Kopf des Angreifers Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 6 - Sie holt zum Ellbogenschlag aus

Abb. 5: Die Wing Tsun-Anwenderin greift nun mit ihrer freien Hand zum Kopf des Angreifers und zieht sich an diesen heran.

Abb. 6+7: Jetzt übernimmt sie mit ihrer unten liegenden Hand den Griff zum Hals und führt mit dem freigewordenen rechten Arm eine Ellbogentechnik aus.

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 7 - Der Gegner wird getroffen
Info
Das zweimalige Umgreifen des Griffes zum Hals (Abb. 5-7) erscheint umständlich, ist jedoch erforderlich, zumal die Angriffswaffen der Verteidigerin auf ihrer zum Boden zugewandten Seite nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden könnten.

 

 

 

Ü112: Armbefreiung in Rittlingsposition

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Wing Tsun Lektion 22: Verteidiger rittlings über dem Gegner

Übung 112: Gegner greift Arme während wir rittlings auf ihm sitzen →  Armbefreiung durch Abwärts-Kniestoß

Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Der Gegner hält Melanie im Liegen an den Armen Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Melanie lässt eine Griffbefreiung durch Abwärts-Knie folgen Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Der immobiliserte Gegner kann nun ausgeschaltet werden
Abb. 1-3: Im Verlaufe des Kampfes gerät Melanie rittlings auf den Angreifer und wird dabei an beiden Armen vom Gegner festgehalten. Melanie hebt ein Bein an und führt einen kräftigen Abwärts-Kniestoß zum Oberarm des Angreifers aus. Mit ihrem frei gewordenen Arm führt sie einen Ellbogenschlag zum Kopf des Angreifers aus.
Tipp
Um der Rittlingsposition größeren Halt zu geben, klammern Sie sich durch Anspannen der Adduktoren-Muskeln zusätzlich am Rumpf des Gegners fest.

 

WT-Classic Grundlagen 4:Waffenabwehr
Ü113: Verteidigung gegen Vorhand-Stockschlag

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Wing Tsun Lektion 23: Waffenlose Verteidigung gegen Angriff mit Hiebwaffe

Übung 113: Gegen Vorhand-Stockschlag → Ausweichschritt mit Lap-Sao und Daumenstoß

Ausgangslage

  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Der Gegner holt zum Schlag aus, Sifu steht mit angelegten Armen in neutraler Position.
 
 

Abb. 1: Milenko holt zum Schlag aus. Sifu Dragos steht in einem neutralen Stand und hält seine Arme dicht am Körper.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Sifu Dragos trifft den Gegner mittels Daumenstoß und kontrolliert zugleich dessen Handgelenk
 
 

Abb. 3: Sifus trifft den Angreifer mit einem Daumenstoß und kontrolliert den Angriffsarm des Gegners mit der Lap-Sao-Technik.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5 - Sifu bringt beim Wegdrehen Gewicht auf sein linkes Bein, wodurch seine Aktion verstärkt wird.  
 
 

Abb. 5: Ein befreiender Kantenschlag zum Handgelenk des Gegners löst den Griff.

 
 
 

Tipp

 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Ausweichen durch Körperdrehung mit Schritt  
 
 

Abb. 2: Sifu macht einen diagonalen Schritt in Richtung des Agnreifers, wobei er die Bewegung mit einer Drehung des Oberkörpers einleitet.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 - Sifu reißt dem Gegner den Stock aus der Hand und löst hierbei den Griff durch einen Schlag zum Handgelenk
 
 

Abb. 4: Sofort greift Sifu nach der Schlagwaffe, die er, unterstützt durch sein Körpergewicht, vom Gegner wegzieht. .

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 6 - Das Blatt wendet sich - Sifu Dragos setzt zum Konterschlag an.
 
 

Abb. 6: Anschließend verwendet Sifu die Waffe des Gegners gegen diesen selbst.

 
 

Führen Sie den Wing Tsun-Daumenstoß zum Kopf des Angreifers zeitlich etwas vor der dann folgenden Armkontrolle (Lap-Sao) aus. Sie wenden die Technik dann richtig an, wenn Ihnen die Verteidigung auch ohne den Einsatz der Lap-Sao-Technik gelinkt und der Gegner durch ihren Schlag zurückgeworfen wird, ohne daß er seinen Angriff bis zum Ende ausführen kann.

 

   

Ü114: Verteidigung gegen Rückhand-Stockschlag

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Wing Tsun Lektion 23: Waffenlose Verteidigung gegen Angriff mit Hiebwaffe

Übung 114: Gegen Rückhand-Stockschlag → Ausweichschritt mit Lap-Sao und hohem Gan-Sao

Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Milenko nähert sich - Sifu Dragos in neutraler Position Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Sifu Dragos lässt den Angriff ins Leere, führt Lap-Sao zum Handgelenk und Gan-Sao zur Schulter des Angreifers aus

Abb. 1: Milenko nähert sich. Sifu Dragos nimmt eine neutrale Haltung ein, wobei er seine Arme dicht am Körper hält. Dadurch kann der Gegner Sifus Arme im Vorfeld nicht verletzen.

Abb. 2: Milenko führt einen Rückhandschlag zu Sifus Kopf aus. Der Wing Tsun-Anwender macht einen Ausfallschritt zur Seite (siehe Übung 15: Basisübung Cham-Kiu-Ausfallschritt) und kontrolliert das Handgelenk des Gegners, während sein liner Arm einen hohen Gan-Sao zu Schulter des Gegners ausführt
Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Eiinleitung des Konters Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 - Sifus Ellbogen trifft Milenko am Kopf
Abb. 3+4: Statt den Angreifer zu entwaffnen, entschließt sich Sifu die Begegnung durch den Einsatz einer K.O.-Waffe schnellstmöglich zu beenden. Sifu greift den Hals des Angreifers, zieht diesen nach hinten an sich vorbei und führt einen durch Wendung verstärkten Ellbogenschlag aus.
Tipp
Aufgrund des enormen Reichweitenvorteils des bewaffenten Gegners sollten Sie Ihre Arme im Vorfeld stets eng am Körper halten. Sonst kann es passieren, daß der Angreifer danach schlägt. Im Augenblick der Ausholbewegung des Gegners zum Schlag müssen Sie dann wie ein Sprinter aus dem Startblock in ihn hineingehen. Da der Daumenstoß im gezeigten Beispiel aufgrund der Schulter des Gegeners nicht ungestört ins Ziel treffen konnte, läuft die Technik auf und es wird lediglich die Schulter des Angreifers weggedrückt. Bei veränderten Größenverhältnissen kann jedoch der Daumenstoss bei der Außenabwehr eines Stockschlages ggf. ungehindert ins Ziel treffen.

 

 

 

 

Ü115: Verteidigung gegen Stockstich

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Wing Tsun Lektion 23: Waffenlose Verteidigung gegen Angriff mit Hiebwaffe

Übung 115: Gegen Stockstich → seitlicher Pak-Sao und Noj-Bong

Ausgangslage

 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Milenko setzt zum Stich an - Sifu Dragos in neutraler Position  
 
 

Abb.1+2: Der Wing Tsun-Anwender steht in einem neutralen Stand. Der Angreifer führt einen Stich zu dessen Bauch aus. Sifu macht eine Wendung und kontrolliert den Angriffsarm des Gegners, indem er rechts einen Kau-Sao und mit seiner linken einen Lap-Sao zur Seite ausführt.

 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Einleitung der Entwaffnung  
 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 - Sifu stabilisiert das Handgelenk des Gegners und drückt den Stock nach unten  
 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5a1 - Einleitung des Konters  
 
 

Abb. 5a/1 + 5a/2: Zum Abschluß führt Sifu mit dem Ende des Schlagstocks einen Stich zum Hals des Angreifers aus.

 
 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Ausweichen mit Pak-Sao- und Noj-Bong-Kontrolle
 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4a - Hebelkraft löst den  Griff  
 
 

Abb.3-4a: Nun hebelt Sifu den Stock des Angreifers mit einer nach vorn unten gerichteten Bewegung aus dessen Hand. Sifus linke Hand stabilisiert dabei die Bewegung.

 
 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5a2 - Sifu führt mit dem kurzen Ende einen Stich aus  
 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5b1 - Einleitung des Finalschlags
 
  ing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5b2 - Das lange Ende trifft den Gegner im Gesicht
 
 

Abb. 5b/1 + 5b/2: Alternativ bietet sich nach der Entwaffnung des Gegners auch der Gegenangriff durch einen Schlag mit dem längeren Stockende an.

 

   

Ü116: Abwehr eines vertikalen Schlages mittels Baseballschläger

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Wing Tsun Lektion 23: Waffenlose Verteidigung gegen Angriff mit Hiebwaffe

Übung 116: Gegen vertikalen Stockschlag → Man-Sao und Aufwärtshaken

Ausgangslage

   
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Milenko setzt zum Schlag an..   Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Sifu Dragos weicht dem Schlag des Gegners auf einer parallel versetzten Linie aus und schütz mittels Man-Sao seinen Kopf
   
 

Abb.1+2: Sifu steht in einem neutralen Stand. Der Angreifer führt einen von oben geführten Schlag zu Sifus Kopf aus. Sifu hebt im ersten Augenblick seine Man-Sao-Hand und macht einen Ausweichschritt zur Seite des Angreifers.

  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Der Gegner läuft in den Aufwärtshaken. Der Raum zwischen den Armen des Gegners ermöglicht ein problemloses vordringen.
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 5 - Finalschlag mit Pai-Jarn (horizontalem Ellbogen)
 
 

Tipp

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 - Sifu zieht sich am Arm des Gegners an diesem heran und leitet eine Drehbewegung ein.
 

Abb.3-5: Durch den Ausweichschritt des Wing Tsun-Anwenders geht der Schlag des Gegners ins Leere. Im Augenblick des Hiebes zieht Sifu den ihm zugewandten Arm des Gegners duch Lap-Sao nach vorn, gleichzeitig trifft seine linker Aufwärtshaken den Angreifer am Kinn. Sifu setzt anschließend zum Ellbogenangriff an und kontrolliert dabei den Oberarm des Angreifers, indem er diesen an sich heranzieht. Der durch Drehung verstärkte Ellbogenschlag trifft ins Ziel.

 

In obigem Beispiel werden in schneller Folge nacheinander zwei Drehungen ausgeführt. Dabei dient die erste, neben dem Ausweichen des gegnerischen Angriffs, auch als Ausholbewegung für die zweite Bewegung. Führen Sie beiden Drehungen zügig nacheinander  aus - vergleichbar dem Pendel einer Uhr - dadurch erhält ihre Verteidigung mehr Kraft und Dynamik.

Hinweis:
zum Zeitpunkt, da diese Aufnahmen entstanden (1999) war die hier gezeigte Man-Sao-Lösung Stand des Wissens. Heute empfehlen wir die Handaußenseite beim Heben des Armes in Stockrichtung zu halten. Der empfindliche Fortsatz der Ellenkante wird dadurch geschützt und vertikale Schläge prallen bei Kollisionen am Unterarm verletzungsfrei ab.

 

  

Ü117: Verteidigung gegen Messerstich durch Entwaffnungs-Tritt

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Wing Tsun Lektion 24: Waffenlose Verteidigung gegen Messer

Übung 117: Gegen Stich zum Bauch (bei Platz) → Entwaffnung durch Spitz-Kick (mit Schuhen)

Ausgangslage

 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Der Gegner nähert sich mit gezogenem Messer     Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Entwaffnung mittels Spitz-Kick
 
 

Abb.1+2: Der Angreifer bedroht Sifu Dragos durch ein Messer, welches er in Bauchhöhe hält. Sifu macht einen Schritt zurück, um außerhalb der Reichweite eines möglichen Stichangriffes zu gelangen. Durch die Verlagerung seines Körpergewichts auf sein hinteres Bein wird nun ein Tritt mit seinem vorderen Bein möglich. Sifu führt einen ansatzlos getretenen Spitz-Tritt zum Handgelenk des Angreifers aus. Der Angreifer verliert dadurch sein Messer und kann nun im unbewaffneten Faustkampf kampfkunfähig gemacht werden.

  Trittvariante bei nach unten zeigender Messerhaltung
 
 

Info

 
 

 

 

 

 

Abb. 2a: Für den Fall, daß der Gegner eine nach unten gerichtete Messerhaltung einnnimmt, ist der Aufwärts-Spitz-Tritt zum Handgelenk nicht möglich. Die Antwort darauf ist dann ein spitz getretener Rundtritt.

 

Sollten Sie tatsächlich einmal in eine lebensgefährliche Situation durch Messerbedrohung geraten, werden Sie feststellen, daß es nahezu unmöglich ist, einen bewaffenten Angriff mit den Armen abzuwehren. Deshalb gilt es, bei allen Aktionen möglichst viel Abstand zum Gegner zu halten. Dies wird durch Rückwärtsgehen und den Einsatz einer Tritt-Technik erzielt. Durch die relativ niedrige Position des Messers vor dem Bauch des Angreifers können wir dessen Handgelenk gut erreichen. Im Wing Tsun begrenzen wir uns nicht durch die Auswahl einer bestimmten Technik. Bleiben Sie flexibel und setzten Sie alles ein, was im jeweiligen Moment sinnvoll ist. Oben gezeigte Technik ist nur mit Schuhen einsetzbar.

 

  

Wing Tsun Holzpuppe Modell

Ü118: Messerabwehr durch Tritt zum Sprunggelenk

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Wing Tsun Lektion 24: Waffenlose Verteidigung gegen Messer

Übung 118: Gegen Hieb oder Stich zum Gesicht (bei Platz) → tiefer Tritt zum Sprunggelenk

Vorübung

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. A - Ausgangslage Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. B - Sifu Dragos setzt zum Tritt an Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. C - Tiefer Seitlicher Tritt
Abb. a-c: Sifu steht im neutralen Stand vor den Wandsäcken. Er verlagert sein Körpergewicht auf ein Bein, geht dabei tief in die Knie und führt knapp über dem Boden einen Seitwärtstritt auf das tiefste Polster des Wandsacks aus.

 Ausgangslage

Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Der Gegner führt einen Hieb zum Kopf-Halsbereich aus Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Der Gegner wird am Sprunggelenk getroffen
Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2a - Sifu Dragos überrascht den Angreifer durch einen seitlichen Tritt zum Sprunggelenk
Abb. 1, 2, 2a: Der Angreifer bedroht Sifu mit einem Messer und kommt näher. Sifu geht einen Schritt zurück und führt dabei gleichzeitig einen tiefen Seitwärtstritt zum Sprunggelenk des Angreifes aus.
Info
Der Tritt zum Sprunggelenk des Gegners bietet sich dann an, wenn der Gegner das Messer so hoch hält, daß dessen Handgelenk nur schwer mit einem Tritt erreichbar ist. Ein erfolgreich ausgeführtern starker Tritt zum Sprunggelenk hindert den Angreifer durch Verletzung oder Schmerz an der Fortführung seines Angriffs.

 

 

 

 

Ü119: Kwan-Schutzschild gegen Stich

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Wing Tsun Lektion 24: Waffenlose Verteidigung gegen Messer

Übung 119: Gegen Hieb oder Stich zum Rumpf (engster Raum) → Kwan-Schutzschild zu Lap-Sao/Fak-Sao

Ausgangslage

  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Der Gegner greift mit Stich zum Rumpf an
 
 

Abb. 1+2: Der mit einem Messer bewaffnete Angreifer nähert sich dem Wing Tsun-Verteidiger und führt einen Stich zu dessen Bauch aus. Sifu weicht dem Messer durch eine Wendung  aus, dabei lenkt er zusätzlich den Arm des Gegners durch seinen tiefen linken Bong-Sao ab. Sein rechter Tan-Sao deckt zusätzlich den Oberkörper.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Sifu Dragos weicht dem Stich aus und deckt sich dabei mittels Kwan-Sao
   
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Kontrolle der Waffe mittels Lap-Sao   Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 - Sifu Dragos trifft den Gegner am Hals durch Fak-Sao
 

Abb. 3+4: Sifu kontrolliert sogleich das Handgelenkt des Gegners, indem er es mit einem Lap-Sao nach unten von sich wegführt. Gleichzeitig führt er mit dem linken Arm eine Fak-Sao-Technik zum Hals des Angreifers aus.

Abb. 4a: Alternativ zum Fak-Sao bietet sich die Ausführung eines Krallengriffs zu den Augen des Angreifers an.

 
 

Info

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 a - Alternativer Krallengriff
 

Die dargestellten Lösungswege mögen brutal anmuten, jedoch ist zu bedenken, daß es sich bei der Messerattacke um einen lebensgefährlichen Angriff handelt, der solches Vorgehen rechtfertigt. Die Abwehr von Messerstichen mit den Händen ist der letzte Ausweg für den Fall, dass wir in die Enge getrieben werden und keine Möglichkeit für ein Zurückweichen mehr haben. Im Augenblick des Kontaktes mit dem gegnerischen Arm sollten unsere Arme, wenn möglich, nicht mit den Blutgefäßen voran zum Angreifer gebracht werden. Bei einem unvorhergesehenen Schnitt lässt sich so das Verletzungsrisiko begrenzen.

 

    

Ü120: Gegen hohen Messerstich - Ablenkung, Immobilisierung, Kniestoß

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Wing Tsun Lektion 24: Waffenlose Verteidigung gegen Messer

Übung 120: Gegen geraden Messerstich zu oberen Ebene (engster Raum) → Biu-Fak-Sao, doppelter Armzug und Kniestoß

Ausgangslage

  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Der Gegner führt einen hohen Stich aus
 
 

Abb. 1+2: Der mit einem Messer bewaffnete Angreifer nähert sich Sifu Dragos und führt einen Stich zu dessen Kopf aus. Sifu macht einen kleinen Schritt zur Seite und schiebt gleichzeitig seinen Arm vor (Fok-Sao). Der Angriff geht dadurch an seinem Kopf vorbei ins Leere.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Sifu Dragos immobilisiert den Gegner mit einem doppelten Griff zum Arm
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Sifu lenkt den Stich mittels Biu-Fak ab  
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 - Sifu zieht sich in den Gegner hinein und führt einen Kniestoß aus
 

Abb. 3+4: Sifu kontrolliert das Handgelenk des Angreifers durch einen Lap-Sao. Sein zweiter Arm drückt den Arm des Angreifers dabei nach oben (Tok-Sao). Sifu macht mit seinem linken Bein einen Schritt nach vorn und zieht sich selbst an den Gegner heran. Der folgende Kniestoß mit dem hinteren Bein hat daher Kraft und setzt den Angreifer entscheidend außer Gefecht. Im Wing Tsun gelten Knie- und Ellbogen als K.O.-Waffen, da sie Potenzial für den Einsatz großer Kräfte haben.

 

Tipp

 
 
 

Der Zug am Gegnerischen Arm muß so erfolgen, daß der Gegner seinen Ellbogen nicht schützend nach  unten bewegen kann. Sonst kann es passieren, daß unser Knie durch Kollision verletzt wird.

 
 

    

 

Ü121: Gegen Messerstich von oben - Entwaffnung durch Gan-Sao-Impulsschlag, Lap-Sao, Fak-Sao, Kniestoß

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Wing Tsun Lektion 24: Waffenlose Verteidigung gegen Messer

Übung 121: Gegen diagonalen Messerstich von oben (engster Raum) → hoher Gan-Sao, Fak-Sao und Kniestoß

Ausgangslage

   
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 1 - Der Gegner leitet seinen Angriff ein   Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 2 - Sifus hoher Gan-Sao vereitelt den Angriff
   
 

Abb. 1+2: Der mit einem Messer bewaffnete Angreifer nähert sich Sifu Dragos und führt einen diagonal von oben ausgeführten Stich zum  Halsansatz aus. Sifu führt einen drehenden Ausfallschritt zur Seite aus (Cham-Kiu-Schritt) und führt dabei einen hohen Gan-Sao ("Schneidenden Arm") zum Unterarm des Angreifers aus. Der Arm des Angreifers wird durch diese Bewegung von Sifus Oberkörper abgehalten (und je nach Wucht, auch verletzt oder entwaffnet).

  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3 - Lap-Sao zum Handgelenk und Fak-Sao zum Hals
 
 

Abb. 3: Anschließend übernimmt Sifu den Angriffsarm des Gegners mit seinem linken Lap-Sao und führt dabei einen Fak-Sao-Kantenschlag zum Hals des Angreifers aus.

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 4 - Kniestoß mit Genickzug  
 
 

Tipp

 
 
  Wing Tsun-Selbstverteidigung, Abb. 3a - Ellbogen bei naher Distanz  
 
 

Abb. 3a: Falls sich der Gegner nach der ersten Abwehr durch Gan-Sao in unserer unmittelbaren Körpernähe befindet, bietet sich die Ausführung eines Rückwärtsellbogen zu dessen Kopf an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 4: Zum Schluß greift Sifu zum Hals des Angreifers, zieht diesen, unterstützt durch Schwerkraft, nach unten und führt einen Kniestoß zum Solar Plexus aus.

 

Führen Sie den hohen Gan-Sao nicht umittelbar zum Handgelenk des Angreifers aus, sondern auf dessen Unterarm. Der Grund liegt in der potenziellen Verletzungsgefahr durch Schnitt. Bei entsprechender Intensität, verliert der Gegner während der Armkollision seine Waffe.

 

    

DRAGOS WING TSUN - Kostproben
DWT 1.0: Quick-Defence

DRAGOS WING TSUN - Selbstverteidigung

DWT 1.0: Quick-Defence (Schülergrad-Programm komplett)

153 Gratis-Übungen zur Selbstverteidigung (Kampfsystematik) aus dem DWT 1.0

 

DRAGOS WING TSUN-QuickDefence beinhaltet das Schülergradprogramm der Stufen 1-4. Die nachfolgende Videokollektion umfasst 153 Videos und führt Sie in die Anfänge des DRAGOS WING TSUN (DWT 1.0). Das heutige DWT 3.0 ist in seiner Form wesentlich weiter entwickelt, als das hier Gezeigte. Wir hoffen dennoch, dass der Laie aus den Darbietungen seinen Nutzen ziehen wird. Die aktuelle Fassung des DRAGOS WING TSUN 3.0 wird im Rahmen von Live-Seminaren, sowie der DWT-Online-Academy vermittelt.

DWT 1.0: Technikserie- Slideshow

Technikserie-Slidshow DRAGOS WING TSUN 1.0

DWT 1.0: Technikserie- Slideshow (Auszüge aus den Anfangsjahren der WT-Masters-Academy)

Bildfolgen aus der Anfangszeit des DRAGOSW WING TSUN (2003 - 2006)

Die nachfolgenden Wing Tsun Technikserien entstanden in den Anfangsjahren des DRAGOS WING TSUN (DWT 1.0), in welcher das klassische Wing Tsun durch Konzepte des DWT ergänzt und modifiziert wurde. Die historisch bedingten Schwachstellen des WT-Systems ("Missing-Links") sollten dadurch korrigiert werden. Zahlreiche bis dato unbekannte Konzepte wie z.B. "Relativkraft", 3-Ebenen-Schutz, Isometrik, Kampfsystematik, Vorkontaktstrategien, Raumarbeit, Übertragung der Waffenschrittarbeit in den waffenlosen Teil des Systems, Waffenanpassung für das Innen- und Außenprinzip u.v.a.m flossen hierdurch in das traditionelle WT-System ein. Über die Jahre entstand schließlich ein eigenständiges Gesamtkonzept - das DRAGOS WING TSUN-System, welches sich auch äußerlich stark vom traditionellen WT unterscheidet. Dieser Prozess der Verfeinerung und Verbesserung hält bis heute an und ist Teil der DWT-Philosophie (ähnliche dem jap. Kaizen; "ständige Verbesserung"). Das heutige DWT 3.0 ist in seiner Form die fortgeschrittenste Variante des DWT. Sie wird im Rahmen von Seminaren, sowie der Online-Academy vermittelt.

Die hier gezeigten Auszüge sind Bildfolgen der zwischen 2004-2010 in der Fachzeitschrift "Kampfkunst International" veröffentlichten ca. 100 Technikserien, welche dem DWT zu größerer Bekanntheit verhalfen.

Tipp: Verwenden Sie die Pfeiltasten Ihrer Tastatur für schnelles Blättern                      

DWT 1.0: Fachbeitrags-Auszüge der Zeitschrift Kampfkunst International

Fachbeitrags-Auszüge aus "Kampfkunst-International" (DWT 1.0)


DWT 1.0: DRAGOS WING TSUN-Fachbeitrags-Auszüge aus "Kampfkunst-International"

Impressionen aus der Anfangszeit der WT-Masters-Academy (Intensivausbildungen) (2003 - 2006)

Die nachfolgenden Technikserien entstanden in den Anfangsjahren des DRAGOSWINGTSUN (DWT 1.0), in welcher das klassische Wing Tsun Schritt für Schritt durch Konzepte des DWT ergänzt und modifiziert wurde.

Nachfolgend einige Auszüge der zwischen 2004 - 2010 in der Fachzeitschrift "Kampfkunst International" veröffentlichten Technikserien.

Anmerkung: Leider sind aufgrund eines Festplattencrashs viele der Orginal-PDF-Dateien von damals verloren gegangen. Daher veröffentlichen wir hier auszugsweise Fotografien der erschienenen Serien - wir bitten um Nachsicht!

Technikserien-Gratis-Auszüge KKI-Artikel zum Downloaden (PDF-Downloads)

Fachbeitrag Weichheit und Härte
Fachbeitrag Vier-Schritte-Modell der Verteidigung
Fachbeitrag Angriffskonzept
Fachbeitrag Würfe
Fachbeitrag Rückwärtsgehen
Fachbeitrag Mythos Langstock
Fachbeitrag Entwaffnungen
KKI-Auszug-WT-Concepts-Kampfsystematik1
KKI-Auszug-WT-Concepts-Kampfsystematik2
KKI-Auszug-WT-Concepts-Körper-und-Bewegungsstruktur
KKI-Auszug-WT-Concepts-Zentrallinie
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge1
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge12
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge13
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge14
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge15
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge16
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge17
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge18
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge19
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge20
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge21
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge22
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge23
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge26
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge29
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge30
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge33
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge34
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge48
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge54
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge61
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge62
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge66
KKI-Auszug-WT-Concepts-Folge68

 

DWT 3.0 : Formtraining (SNT,CK,BT,HP)

DRAGOS WING TSUN FORMEN

Die waffenlosen Formen des DRAGOS WING TSUN

DWT 3.0 : Formtraining - Siu Nim Tao-, Chum Kiu-, Biu Tze-und Holzpuppenform

Zu den waffenlosen Formen des DWT zählen die Siu Nim Tao ("Vereinfachte Form"), Cham Kiu ("Suchende Arme") , Biu Tze ("Stechende Finger") und Mok Yan Chong Fat ("Pfahl-benutzt-als-Puppe", bzw. sinngemäß Holzpuppenform). Das Formentraining ermöglicht es dem Schüler, sich früh mit den wichtigsten Bewegungsmustern vertraut zu machen. Der erste Schritt besteht hierbei zunächst darin, sich die Bewegungen so lange durch Wiederholung anzueigenen, bis sie fließend ausführt werden können. Aus dem Zustand der Innenschau (Versenkung, Konzentration nach innen) erwächst schließlich die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit auch nach außen zu richten. Erst dadurch lassen sich die in den Formen konservierten Muster anwenden. 

Die Bedeutung der Wing Tsun-Formen im Einzelnen

Die Siu Nim Tao-Form dient dem Kennenlernen der Körperinnervierungsfolgen für das Erzeugen von Kraft.

Die Cham Kiu-Form beinhaltet Muster für Isolation, Wurf und Verhinderung desselben.

Die BiuTze-Form beinhaltet Notlösungen gegen Isolation, einbrechende Positionen, Fesselungen, unausweichliche Kollisionen, Verlieren des Gleichgewichts, Lösungen gegen mehrere Angreifer und weitere Szenarien.

Die Holzpuppenform befasst sich mit Flankenstrategien und der Aneignung der so genannten "Relativkraft". Zugleich lassen sich gefährliche Wing Tsun Techniken bei vollem Krafteinsatz üben.

Die hier gezeigten Formen werden im Rahmen der DRAGOS WING TSUN Online-Academy im Detail erklärt. Wir empfehlen Besucher unserer Seminar sich im Vorfeld mit den ersten 3 Formen vertraut zu machen.

Um zu den Formenvideos zu gelangen klicken Sie bitte auf diesen Link oder untenstehendes Bild!

DRAGOS WING TSUN Formentrainig

 

DWT 3.0 Bild-Galerie Facebook

DRAGOS WING TSUN 3.0

DWT 3.0 Bild-Galerie Facebook

Technik-Impressionen der jüngeren Zeit (Facebook-Gallery) 

DRAGOS WING TSUN-Bildgalerie von Sifu Martin Dragos auf Facebook

DWT 3.0: Auszüge Online-Academy

DRAGOS WING TSUN ONLINE ACADEMY

Auszüge und Kostproben der DRAGOS WING TSUN Online Academy

Um zu den Video-Kostproben zu gelangen, klicken Sie bitte auf das Bild.

Auszüge und Kostproben der DRAGOS WING TSUN Online-Academy